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Eigenschaften

  • baumartiger oder strauchartiger Wuchs
  • Blätter nadelförmig
  • Blüten beider Geschlechter auf einer Pflanze
  • anspruchslos und guter Wuchs
  • weltweite Nutzung als Forstbaum

Kiefern

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Die Pflanzengattung der Kiefern (bot. Pinus) gehört zur Familie der Pinaceae und der Unterfamilie der Pinoideae. Die Gattung vereint rund 130 Arten in sich, Carl von Linné hat sie 1753 definiert. Die meisten Vertreter der Kiefern sind immergrüne Bäume, einige Arten zeigen strauchartigen Wuchs.

Das Holz der Kiefern bildet Harzkanäle, diese durchziehen auch die Rinde und die Blätter, die als Nadeln geformt sind. Die Nadeln sitzen allein oder in Gruppen von zwei bis fünf, manchmal bis acht Stück in einer Nadelscheide. Der Stamm geht beim unverletzten Baum in einem Stück bis zur Spitze durch. Ist der Wipfel im Verlauf des Wachstums gekappt, übernimmt ein dominanter Zweig die Funktion der Hauptachse. Die Borke erscheint in verschiedenen Ausformungen von schuppig und gefurcht bis zu glatt. Manche Arten verfügen über plattige Borkenkonstruktionen, die den Stamm vor Kälte und Feuer schützen. Pinus ist einhäusig, das bedeutet die Arten sind getrenntgeschlechtlich, männliche und weibliche Blüten wachsen getrennt voneinander. Eine Pflanze bildet jedoch beide Geschlechter aus.

Blatt

Die Blätter der Kiefern sind nadelförmig ausgebildet. Die Nadeln stehen allein oder in Gruppen in Nadelscheiden zusammen. Nadeln eines Baums oder Strauchs bleiben bis zu 30 Jahre an der Pflanze. Pinus ist immergrün, nach Ablauf ihrer Lebensdauer fallen die Blätter als gesamtes Bündel ab.
Je nach Art erreichen die Nadeln von Pinus-Gewächsen eine Länge von zweieinhalb bis sieben Zentimetern, manche Arten bringen deutlich längere Blätter hervor. Als Nadeln geformt, sind sie mit 0,5 bis 2,5 Millimetern Durchmesser sehr dünn. Nur eine Art verfügt über Blätter mit einer Breite von über fünf Millimetern. Diese erscheinen mehr lanzettförmig als nadelig. Die Nadeln von Pinus sind mit Harzkanälen versehen. Der Blattrand ist glatt oder leicht gesägt, Spaltöffnungen sind artabhängig auf dem gesamten Blatt verteilt oder bedecken alleine die Ober- oder Unterseite. Im Querschnitt sind die Nadeln dreieckig, manchmal rund oder oval bis konvex.

Blüte

Pinus verfügt über getrennte weibliche und männliche Blühtriebe, die Pflanzen sind monözisch. Ein Baum oder Strauch bringt Blüten beiden Geschlechts hervor. Kiefern sind Nacktsamer, die Samenanlage ist nicht von einem Fruchtknoten umschlossen. Nacktsamer sind entwicklungsgeschichtlich älter als Bedecktsamige Pflanzen, die heute wesentlich häufiger vorkommen.

Die weiblichen Samenzapfen verfügen über einen kurzen Stiel. Sie erreichen gute 50 Zentimeter in der Länge. Sie wachsen wirtelig und brauchen über ein Jahr zum Ausreifen, meist zwei oder drei Jahre. Die Samenanlage ist durch Deckschuppen und Samenschuppen geschützt. Erstere wachsen bis zum Bestäuben und bleiben klein. Die verholzenden Samenschuppen erreichen einige Zentimeter Länge. Sie sind mit der Zentralspindel verbunden und bilden gemeinsam mit ihr den typischen Zapfen. Die männlichen Pollenzapfen sind eiförmig bis zylindrisch, sie besitzen viele Mikrosporophylle (Sporenblätter), die häufig schildförmig gestaltet sind.

Frucht

Kiefern verfügen über Samen, die keine Früchte im eigentlichen Sinn bilden, es fehlt der schützende Fruchtknoten. Meist sind die Samen flach und verfügen über einen zarten Flügel, der der Ausbreitung durch Wind dient. Bei manchen Arten ist dieser Flügel nicht oder nur in Ansätzen ausgebildet.

Wuchs

Die Arten von Pinus sind verholzt und mehrjährig. Kiefern sind Bäume oder Sträucher mit nadeligen oder lanzettförmigen Blättern. Die Triebe unterteilen sich in Langtriebe und Kurztriebe, die den Großteil der Nadeln tragen. Die Borke der Bäume und Sträucher kann zerfurcht, schuppig, plattenartig aufgebaut oder glatt sein. Der Stamm bildet sich aus dem Haupttrieb der Pflanze, er ist monopodial. Die gesamte Pflanze durchziehen Harzkanäle, die bis in die Nadeln reichen.

Standort

Kiefern kommen mit extremen Bedingungen zurecht, unter denen viele andere Baumgattungen nicht mehr gedeihen. Sie besiedeln feuchte und extrem trockene Gebiete, gedeihen bei fehlender Konkurrenz in nährstoffreichen und optimal wasserversorgten Gegenden. Pinus erobert die Höhenlagen, ist anspurchslos und wächst bei schlechter Versorgung vergleichsweise gut.

Verbreitung

Heimat der Kiefern sind gemäßigte Bereiche der Nordhalbkugel, sie bevorzugen vor allem das feucht-kühle Klima. Auch subtropische und tropische Gebiete sind von Pinus besiedelt. Auf der Südhalbkugel ist diese Gattung nicht heimisch.

Nutzung

Die Arten der Gattung Pinus gehören auf der ganzen Welt zu den wesentlichen Bäumen in der Forstwirtschaft. Durch ihre Anspruchslosigkeit lassen sie sich auf Flächen ziehen, die sich für andere Baumarten nicht eignen. Typische Regionen für den Anbau von Kiefern sind das Mittelmeergebiet sowie tropische und subtropische Bereiche. Kiefern dienen der raschen Wiederaufforstung, oft in Monokultur. Pinus-Arten sind beliebte Gartenpflanzen. Eine spezielle Nutzungsform stellt die Harzgewinnung dar. Jedoch ist sie in der modernen Zeit stark zurückgegangen. Die Nadeln sind reich an Harzen und ätherischen Ölen, die als Duftstoffe von Nutzen sind.

Pflege/Schnitt

Kiefern zeigen einen monopodialen Wuchs. Sie wachsen baumförmig mit einem geraden Stamm. Bei ausreichendem Lichtangebot bildet sich eine gleichmäßige Beastung aus. Die Bäume sind anspruchslos und zeigen selbst auf ungünstigem Untergrund gutes Wachstum. Sie kommen mit einem Minimum an Pflege aus. Dennoch ist ein leichtes Düngen vor dem Setzen zu empfehlen.

Krankheiten/Schädlinge

Pinus ist im Laufe des Lebens für eine Reihe von Schädlingen attraktiv. Insekten, Pilze und verschiedene Tiere ernähren sich von den Pflanzen. Besonders, wenn diese auf Standorten angebaut sind, denen sie nicht entsprechen. Besonders häufig treten Schädigungen durch Fressfeinde oder Schäden wie Kronenbruch in der Monokultur im Reihenbestand auf. Häufigste Schadinsekten sind die Nonne, Floreule, der Kiefern-Stangenholzrüssler und der Borkenkäfer. Auch Pilzerkrankungen führen zu Schäden am Bestand.

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