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Eigenschaften

  • frühblühend
  • Laub wächst während oder nach der Blütezeit
  • feuchtigkeits- und schattenliebend
  • robust, anspruchslos
  • mehrjährig

Kaukasusvergissmeinnicht

Gattung Brunnera ab €3.70 kaufen
     
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Das Kaukasusvergissmeinnicht (bot. Brunnera) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Raublattgewächse. Die Gattung ist verhältnismäßig artenarm und zählt zu den langlebigen, frühblühenden Pflanzen. Die rhizomartigen Stauden sind größtenteils in den Wäldern Osteuropas und Nordwestasien beheimatet. Auffallend ist das behaarte Laub, das alle Arten der Pflanzengattung Kaukasusvergissmeinnicht auszeichnen. Brunnera Arten blühen meist blau, seltener weiß oder hellblau-violett.

Brunnera fühlt sich in Wäldern, auf einem schattigen und bodenfeuchten Untergrund am wohlsten. Die klein bis mittelgroß wachsenden Pflanzen entwickeln sich als dichte, verzweigte Bodendecker. Das dunkel- bis silbrig schimmernde Laub ist von dichten Haaren besetzt und fühlt sich samtig an. Kaukasusvergissmeinnicht finden am Gehölzrand und an Teich- oder Tümpelufern, auf Sumpfwiesen oder in Auen optimale Lebensräume. Durch ihre frühe rispenförmige Blüte hat sich die Pflanzengattung als Zierpflanze in Gärten, Balkonkästen und Pflanzkübeln etabliert.

Blatt

Die Laubblätter aller Arten der Gattung Brunnera sind herzförmig und verhältnismäßig groß. Die Oberfläche ist rau bis samtig und von sichtbaren Haaren überzogen. Eine Besonderheit der Belaubung besteht darin, dass sich die dunkelgrünen Blätter erst während beziehungsweise nach der Blüte bilden. Das Laub wächst wechselständig am Stiel und bleibt bis in den späten Herbst hinein grün.
Dichtbuschig und lichtundurchlässig siedeln sich die Laubblätter am Hauptstängel und den Seitentrieben an. Einige Arten bezaubern als Laubschmuckstaude mit zweifarbigen, heller umrandeten Laubblättern. Das Laub ist grundsätzlich glattrandig und weist keine Zahnung oder Riffelung auf. Die Blattnerven sind bei einfarbigen und zweifarbigen Laubblättern deutlich sichtbar.

Blüte

Kaukasusvergissmeinnicht blühen rispenförmig. Zahlreiche Einzelblüten von meist blauer, seltener von weißer oder violetter Farbe sind durch kleine Stiele zu einem Gesamtblütenstand verbunden. Die Einzelblüten sind sternförmig mit fünf Kronblättern. Die Blütenmitte ist gelb und hebt sich deutlich von den Kronblättern ab. Sichtbare Staubblätter sind nicht vorhanden. Die einzelnen Blüten wachsen end- oder seitenständig und bilden einen dichten Blütenstand. Als Frühblüher entfaltet sich die blaue Vielfalt im März bis April.

Frucht

Die Pflanzengattung Brunnera bildet kleine, unscheinbare und unbedeutende Kapselfrüchte. Diese wachsen wie die Blüten end- oder seitenständig am verzweigten Blütenstängel.

Wuchs

Das Kaukasusvergissmeinnicht wächst aufrecht, verzweigt und buschig. Die Blüten überragen das Laub um einige Zentimeter und erreichen die doppelte Wuchshöhe der grünen Pflanzenteile. Durch den am Boden beginnenden dichten Wuchs, gehören die Arten der Gattung Brunnera zu den beliebtesten Bodendeckern im Garten, in Parkanlagen, an Teichufern und in sumpfigen Gebieten.

Standort

Die Gattung Brunnera ist verhältnismäßig standorttolerant und wächst in der Sonne, im Halbschatten und im vollständigen Schatten. Der bevorzugte Standort ist ein halbschattiger bis schattiger Platz, der im frischen und feuchten Boden ausreichend Nährstoffe beinhaltet. Als Untergrundpflanze in Wäldern, als Wiesenpflanze in Sumpflandschaften oder als Uferbepflanzung findet das Kaukasusvergissmeinnicht die optimalen Wuchsbedingungen.
Vor allem am Gehölzrand ist die Artenvielfalt hoch, da dieser Standort alle Voraussetzungen für einen kräftigen Wuchs und die Verbreitung bereit hält. Lehmige, humose und nährstoffreiche Böden sind wichtig. Feucht darf der Boden sein, Trockenheit verzeiht das Kaukasusvergissmeinnicht nicht.

Verbreitung

Die robuste, kälteunempfindliche und anspruchslose Staude wächst vor allem in kälteren und gemäßigteren Zonen. In Osteuropa, in Sibirien und im Kaukasus, in den höheren und feuchten Gebieten Asiens sowie in mitteleuropäischen Gebirgen und Sumpflandschaften. Die Bezeichnung Kaukasusvergissmeinnicht gibt einen Aufschluss über die Verbreitungsgebiete, die natürlich weit über den Kaukasus und die eher unwirtlichen kalten Regionen hinausreichen.

Nutzung

Im Ursprung handelt es sich bei der Pflanzengattung Brunnera um eine Wildpflanze. Heute ist sie eine beliebte Gartenpflanze, die früh blüht und bereits im März den bevorstehenden Frühling einläutet. Auch als Balkon- und Terrassenpflanze hat sich das Kaukasusvergissmeinnicht etabliert.
Kleinwüchsige Arten sind als Bodendecker beliebt. Großwüchsige Brunnera Arten sind als Teicheinfriedung und Uferbepflanzung gern gepflanzt. Selbst als Zimmerpflanze haben sich einige Kaukasusvergissmeinnicht Arten durchgesetzt. Im Frühjahr blühen sie auf dem Fensterbrett und nach Ostern, spätestens nach den letzten Nachtfrösten, sind die Stauden in den Außenbereich zu pflanzen.

Pflege/Schnitt

An die Pflege stellt das Kaukasusvergissmeinnicht keine besonderen Anforderungen. Mit der richtigen Standortwahl im feuchten, nährstoffreichen Bodengrund schafft der Gärtner alle wichtigen Bedingungen für die Brunnera. Größere Stauden überwintern im Freien. Sie erhalten im Herbst einen bodennahen Rückschnitt. Der Austrieb im Frühjahr erfolgt aus dem Wurzelballen. Durch den Rückschnitt treibt Brunnera kräftiger und dichter aus. Die Staude richtet ihre gesamte Energie auf die Ausbildung der Blüten und späteren Belaubung aus.

An trockenen, heißen Tagen ist eine ausgiebige Bewässerung nötig. Die frühen Morgen- und Abendstunden eignen sich am besten. Ein direkter Kontakt von Gießwasser und Blüte oder Laubblättern ist zu vermeiden. Feuchtigkeit auf den oberirdischen Pflanzenteilen führt zu Verbrennungsschäden mit sichtbaren braunen Flecken.

Krankheiten/Schädlinge

Die Pflanzengattung Kaukasusvergissmeinnicht ist nicht krankheitsanfällig und verzeiht Pflegefehler. Allerdings lassen sich Schäden durch Pilze oder Blattschädlinge nicht vollständig ausschließen. Blattläuse und Spinnmilben siedeln sich vor allem auf dem Laub und in den Blattachseln an. Die Blüten bleiben im Regelfall von einem Schädlingsbefall verschont. Das liegt an der frühen Blütezeit und den zu dieser Zeit spärlich vorhandenen Schädlinge. Trockene oder von Staunässe durchzogene Böden wirken sich negativ auf den Wuchs und die Pflanzengesundheit aus.
Auch wenn die Gattung Brunnera einen feuchten Bodengrund schätzt, sorgt dauerhafte Staunässe für Wurzel- und Fäulnisschäden. Ebenso kann die robuste Pflanze eingehen, wenn Fliegen ihre Eier in den Blattachseln ablegen oder Raupen das Laubwerk als Nahrungsquelle erschließen.

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