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Eigenschaften

  • dunkelgrüne Blätter
  • flächendeckend
  • dekorative Blüten in weiß, violett, blau
  • robust und anpassungsfähig
  • immergrün uns winterhart

Immergrün

Gattung Vinca ab €2.20 kaufen
     
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Immergrün (bot. Vinca) ist die Bezeichnung für eine Gattung, die zu den Hundsgiftgewächsen (Apogynaceae) zählt. Nach neueren Erkenntnissen umfasst die Gattung zwischen fünf und zwölf Arten, von denen zwei in Deutschland wild vorkommen. Als Bodendecker unter Gehölzen haben verschiedene Zuchtformen eine besondere Beliebtheit erlangt.

Ihre großen auffälligen Blüten öffnen sich im Frühjahr und locken Insekten an. Die Welt der Farben ist bei dieser Gattung vielgestaltig. Es gibt Arten, die in einem zierlichen Weiß erblühen. Andere Vertreter strahlen in einem tiefen Blau oder Violett. Unter den Zuchtformen gibt es Sorten, deren Blüten sich in ein purpurnes Rot tauchen. In der Kombination mit den auffälligen Blättern entsteht ein sattes Spiel aus Farben, Formen und Strukturen. Die Immergrün-Arten sorgen in den dunklen Ecken des Gartens für Akzente.

Blatt

Immergrün bildet einfache Blätter aus, die auf kurzen Stilen sitzen. Ihre sattgrün gefärbte Blattspreite mit hervortretenden Nerven bilden einen ästhetischen Akzent zu den kontrastierenden Blüten. Die Blattränder sind glattrandig. Bei einigen Zuchtformen sind die Blattränder weiß oder gelblich gefärbt. Bei anderen Sorten tritt die Blattnervatur in hellen Farbtönen hervor. Sie sitzen gegenständig an den Sprossachsen. Nicht alle Arten tragen, wie ihr Name vermuten lässt, die Blätter das ganze Jahr über. Es gibt sommergrüne Vertreter, die ihr Laub im Herbst abwerfen.

Blüte

Die auffälligen Blüten ragen aus den Achseln der Blätter hervor. Hier stehen sie einzeln und in seltenen Fällen zu zweit. Die Blüten sind zwittrig und radiärsymmetrisch ausgeprägt. Sie folgen einem fünfzähligen Aufbau. Die Kronblätter sind von einem kleinen Kelch umgeben. Sie erstrahlen in satten blauen, violetten, weißen oder roten Farbtönen und bilden eine verwachsene Kronenröhre. Nur die Zipfel der Kronblätter sind frei und überlappen sich gegenseitig. Im Inneren der Kronenröhre sitzen kleine Härchen oder Schuppen.

Im Zentrum der Blüte sitzt ein Kreis aus fünf Staubblättern. Sie sind an ihrer Basis mit der Kronenröhre verwachsen. Die Staubblätter umgeben einen oberständigen Fruchtknoten, der aus zwei Fruchtblättern zusammengesetzt ist. Die Blütenpracht entwickelt sich ab April und zieht sich bis in den frühen Sommer hinein.

Frucht

Nach dem Befruchten der Blüten bilden sich Balgfrüchte. Eine Blüte verwandelt sich zu zwei Teilfrüchten, die bis zu vier Zentimeter Länge erreichen. Jede Frucht beherbergt zwischen vier und acht Samen, von einer glänzenden Haut umgeben.

Wuchs

Immergrün-Arten sind mehrjährige krautige Pflanzen oder Halbsträucher. Die Pflanzen der Vinca bilden lange Ausläufer, die sich unter der Erde ausbreiten. Dadurch nehmen sie innerhalb kurzer Zeit große Flächen ein. Obwohl sie als Stauden gelten, gehören diese Arten botanisch zu den Gehölzen. Ihre Sprossachsen und Wurzeln verholzen nach kurzer Zeit. Die Gewächse erstrecken sich zehn bis 30 Zentimeter in die Höhe. Ihre oberirdischen Sprossachsen kriechen über den Erdboden.

Standort

Wenn der Boden locker und reich an Nährstoffen ist, fühlen sich die Arten des Immergrün am wohlsten. Sie gedeihen optimal im lichten Halbschatten unter Gehölzen. Während das Große Immergrün eher trockenere und wärmere Standorte bevorzugt, kommt das Kleine Immergrün an feuchten und kühlen Stellen vor.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Europa bis in das westliche Asien. Die Tropen gelten als schwerpunktmäßig. In Deutschland sind zwei Arten verbreitet. Das Große und das Kleine Immergrün wächst in den mitteleuropäischen Laubwäldern.

Nutzung

Das Immergrün gilt als Bodendecker mit robusten Eigenschaften. Es eignet sich optimal für schattige Plätze und verdient einen schönen Platz unter Gehölzen. Das macht diese Pflanzen beliebt für öffentliche Parkanlagen. In der Kombination mit hochwüchsigen Schattenstauden kommen die Arten gut zur Geltung. Sehr gute Pflanzpartner sind Fingerhut, Storchschnabel oder Astilbe.

Immergrün-Arten mit tief blauen Blüten bilden zusammen mit gelben Frühlingsblumen ein wunderschönes Farbspiel. Das Kleine Immergrün eignet sich hervorragend zum Unterpflanzen von Sträuchern, die keine ausgeprägte Konkurrenzstärke an den Tag legen. Hierzu gehören Zaubernuss oder Blumen-Hartriegel. Die Arten ergänzen sich optimal und geben sich gegenseitig genügend Raum zum Entwickeln. Das Große Immergrün zeichnet sich durch eine ausgeprägte Wuchsfreudigkeit aus. Innerhalb kurzer Zeit überwächst es andere konkurrenzschwächere Pflanzen.

Pflege/Schnitt

Das Frühjahr ist die optimale Zeit zum Auspflanzen. Pflanzen, die noch kein ausgeprägtes Wurzelsystem entwickelt haben, sind besonders anfällig gegen Frost. Es empfiehlt sich, den Boden vor dem Einpflanzen von Wurzelunkräutern zu befreien. Quecke und Giersch beeinträchtigen das Wachstum in dieser frühen Phase. Eine dünne Schicht Kompost verbessert nährstoffarme Böden und unterstützt die Vitalität der Pflanzen.

Ein Rückschnitt von bereits entwickelten Trieben fördert das Verzweigen. Dadurch breiten sich die Pflanzen flächendeckend aus und bedecken den Boden mit einem dichten Blattwerk. Nach dem Einpflanzen benötigen die Immergrün-Arten keinen regelmäßigen Rückschnitt. Wenn es sich zu stark ausdehnt, dämmt ein kräftiger Schnitt das Wachstum ein. Der beste Zeitpunkt für diese Pflegemaßnahme ist das Frühjahr. Um das Wachstum anzuregen, empfiehlt sich eine dünne Schicht Kompost zwischen den Pflanzen.

Im Winter benötigen die Pflanzen einen Winterschutz, die an wind- und sonnenexponierten Stellen wachsen. Eine Schicht aus schützendem Laub bringt die Pflanzen sicher durch den Winter. Die Pflanzen entwickeln zahlreiche fein bewurzelte Seitentriebe. Über diese Ausläufer lassen sich die Gewächse leicht vermehren. Wenn der Winter überstanden ist, sind die Pflanzen bereit zum Teilen. Auch über Stecklinge lassen sich die Pflanzen vermehren. Die beim Rückschnitt anfallenden Triebreste eignen sich optimal für einen neuen Besatz. In feuchte humusreiche Erde gesteckt, entwickeln die Triebe schnell neue Wurzeln.

Krankheiten/Schädlinge

Immergrün-Arten sind häufig von Pilzen befallen. Die Rostpilze zeigen sich als unschöne Flecken auf den grünen Pflanzenteilen. Sie breiten sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und nassen Böden schnell aus. So entwickelt sich die Blattfleckenkrankheit, die sich als dunkle Punkte auf den Blättern bemerkbar macht. Wenn die Pflanzen zu nass stehen, kommt es zur Fäulnis am Wurzelhals und an der Stängelbasis. Um diesen Krankheiten vorzubeugen, eignet sich ein mit Bedacht gewählter Standort. Erst bei einer optimalen Luftzirkulation gedeiht die Pflanze optimal und Krankheiten haben keine Chance.

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