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Eigenschaften

  • sommergrün
  • winterhart
  • in der Regel schädlingsfrei
  • duftende Blüten
  • schmackhafte Scheinfrüchte

Hovenia

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Die Gattung Hovenia stammt aus der Familie Rhamnaceae (Kreuzdorngewächse) und umfasst sieben Arten. Innerhalb der Kreuzdorngewächse sind die Hovenia dem Tribus Paliureae zugeordnet. Sie sind alle in Ostasien beheimatet und hauptsächlich in Japan, China, Bhutan, Nepal und Indien anzutreffen.

Bekanntester Vertreter der Gattung ist die Art Hovenia dulcis, der Japanische Rosinenbaum. Es handelt sich um sommergrüne Sträucher und kleine Bäume, die mit eleganter Gestalt und aromatischen Fruchtständen Auge und Gaumen überzeugen. Die Pflanzen sind eine echte Rarität, die leider noch zu selten in heimischen Gärten anzutreffen ist. Dabei sind sie außergewöhnlich winterhart und robust und bestens für europäisches Klima geeignet.

Blatt

Die Blätter der Hovenia-Arten sind wechselständig angeordnet und langstielig. Der Blattrand der großen, glänzenden Laubblätter ist gesägt. Sie sind etwa sieben bis siebzehn Zentimeter lang und vier bis elf Zentimeter breit. Die herzförmigen Blätter verfärben sich im Herbst gelb bevor sie abfallen.

Blüte

Die Blüten stehen in achselbürtigen oder endständigen, drei- bis vielblütigen Zymen. Der Blütenbecher selbst ist verkehrt-kegel-förmig oder schalenförmig. Der ebene und fleischige Diskus füllt den Blütenbecher aus und ist filzig behaart. Kelchblätter der Hovenia sind ungefähr zwei bis zweieinhalb Millimeter lang. Die Blütezeit ist von Mai bis Juli. Die Farbe der duftenden Blüten reicht je nach Art von einem cremefarbenen Gelb über Gelbgrün bis hin zu Grün. Tragen sie Früchte, so sind Blütenstandsachse und Blütenstiel fleischig und saftig.

Frucht

Die Fruchtknoten sind dreifächrig und halb unterständig. Bei den Früchten der Hovenia sind gerippte und halbkugelige Steinfrüchte mit einem Durchmesser von etwa sechs bis acht Zentimeter. Die auch als fleischige Nüsse bezeichneten Früchte beinhalten drei dunkle Samen. Im Gegensatz zu den ungenießbaren Steinfrüchten ist die Scheinfrucht, die der Fruchtstiel durch Anschwellen ausbildet, essbar. Sie ähneln im Geschmack Rosinen oder Gewürzkuchen. Reifezeit ist von August bis Oktober.

Wuchs

Bei allen Hovenia-Arten handelt es sich um Sträucher oder kleine Bäume. Die maximale Wuchshöhe beträgt in etwa zehn Meter. Gerade der bekannte Japanische Rosinenbaum wächst zu einer eleganten, lockeren Krone heran, die entfernt an die Japanischer Hartriegel erinnert.

Standort

Hovenia benötigen einen sonnigen Standort. Bevorzugt wird ein gleichmäßig feuchter und lehmiger oder sandiger Boden. Am Besten entfalten sie sich als Solitär. Alle Hovenia-Arten sind winterhart und überstehen bis zu minus dreißig Grad. Hovenia gedeihen sowohl im Kübel auf dem Balkon, im Wintergarten oder der Terrasse und als Freilandpflanze.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Himalaya über Ostchina und Korea bis nach Japan. Die Gattung wächst in Höhenlagen zwischen zweihundert und zweitausend Metern. Hovenia bevorzugen sonnige Standorte mit sandigem oder lehmigem Boden. In Europa sind diese Pflanzen nur selten als Zierpflanzen zu finden und bilden somit eine exotische Rarität.

Nutzung

Außerhalb ihrer Heimat dienen Hovenia-Arten als winterhartes Ziergehölz. Sie schmücken mit ihrem filigranen Wuchs Gärten und Parkanlagen.
Die duftenden und süßen Fruchtstiele (Scheinfrüchte) sind sowohl gekocht als auch roh essbar und ähneln getrocknet dem Aussehen und Geschmack von Rosinen. Aus den getrockneten Früchten lässt sich ein Süßstoff herstellen. In der koreanischen Volksmedizin dienen Extrakte des Holzes. Auch findet es als Tee aufgekocht Einsatz. Die entstehenden Getränke gelten als Heilmittel, das mit seinen Flavonoiden Reiseübelkeit oder Unwohlsein entgegenwirkt.
Das harte und feine Holz, welches als japanisches Mahagoni bekannt ist, dient dem handwerklichen Möbelbau.

Pflege/Schnitt

Der Wasser- sowie der Nährstoffbedarf sind mäßig. Von April bis September empfiehlt sich ein Düngen alle vierzehn Tage mit Volldünger. Geschwächte Pflanzen können nicht ausreichend Nährstoffe aufnehmen. Um ein Anreichern des Düngers im Erdreich und damit verbundene Wurzelschäden zu vermeiden, erhalten diese keinen Dünger. Im Winter benötigen die Arten der Hovenia weniger Wasser und Nährstoffe. Ein Schnitt der Pflanzen ist am Ende der Winterruhe möglich. Die Pflanzen verlieren im Winter wie alle sommergrünen Laubgewächse ihre Blätter.

Krankheiten/Schädlinge

In der Regel sind Pflanzen der Gattung Hovenia nicht von Schädlingen oder Krankheiten befallen.

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