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Eigenschaften

  • große Arten- und Sortenvielfalt
  • immergrüne, kleine Sträucher beziehungsweise kleine Bäume
  • anspruchslos und genügsam
  • arttypische Blütezeiten
  • unempfindlich und überwiegend winterhart

Heidekräuter

Gattung Erica ab €2.30 kaufen
     
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Die Gattung der Heidekräuter (bot. Erica) gehört zur Pflanzenfamilie der Heidekrautgewächse (Ericaceae), deren Namensgeber sie ist. Es sind mehr als 850 Arten sowie 4.000 Sorten bekannt, wobei diese grob in Sommer- und Winterheide unterteilt sind.

Viele Zwergsträucher sind als Heidekraut bekannt, ohne dass sie zu den Heidekräutern gehören. Dieses gilt beispielsweise für die Besenheide, die mit dem Erika-Heidekraut eng verwandt ist und viele Heidelandschaften prägt. Bei den Heidekräutern handelt es sich um immergrüne und niederliegende, dekorative Zierpflanzen, die anspruchslos und ausgesprochen pflegeleicht sind. Einmal angepflanzt, benötigen sie wenig Pflege und bereichern viele Jahre lang das Beet. Vor allem für Insekten und Kleinstlebewesen sind Heidekräuter eine wichtige Nahrungsquelle. Zusätzlich bilden Heidekräuter in Pflanzgefäßen einen dekorativen Anblick.

Blatt

Heidekräuter haben keine richtigen Blätter, sondern zeigen abstehende, dunkelgrüne Nadeln. Diese stehen seltener gegenständig oder verstreut. Mehrere Nadeln sitzen als Wirteln an einem Knoten.

Blüte

Die einfachen Blüten der Heidekräuter sind glocken- oder knospenartig und haben in der Regel vier kleine, tragblattartige Kelchblätter mit überwiegend acht Staubblättern. Die typische Blütenfarbe ist violett, artenabhängig gibt es weiße, gelbe, purpurfarbene oder hellgrüne Blüten. Die Blütezeit ist abhängig von der jeweiligen Art. Während die Sommerheide in den Sommermonaten blüht, hat die Winterheide ihre Blütezeit in den späten Wintermonaten.

Frucht

Am Ende der Blütezeit bilden sich aus den verblühten Blüten kleine Schalenfrüchte, die Samen enthalten.

Wuchs

In der Regel sind immergrüne Heidekräuter als niederliegende Sträucher mit holzigen Trieben kultiviert und wachsen bei entsprechenden Wetterbedingungen zu kleinen Bäumen heran. Im Schnitt liegt die Wachstumshöhe bei 20 bis 80 Zentimetern.

Standort

Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist für Heidekräuter optimal, vorzugsweise in Südlage, wobei sich Stauhitze an heißen Sommertagen unvorteilhaft auswirkt. Ein Standort in der Nähe eines Gewässers (wie Gartenteich oder Bachlauf) ist ideal, da hier oftmals eine angenehme Luftfeuchtigkeit herrscht. Ein schattiger Standort ist für Heidekräuter weniger geeignet, da das Wachstum hier in der Regel kümmerlich ausfällt und sich wenige Blüten bilden. Für eine bestmögliche Entwicklung der Heidekräuter ist ein humoser bis saurer, nährstoffreicher und durchlässiger Boden mit einem ph-Wert von 4,5 bis 5,5 notwendig. Entspricht der Boden nicht den optimalen Bedingungen, lässt sich schwerer Boden beispielsweise mit Sand und Torf auflockern. Ein kalkhaltiger Boden lässt sich mit Knochenmehl anreichern.

Verbreitung

Etwa 90 Prozent der Heidekräuterarten sind im Süden Afrikas beheimatet. Nur wenige Arten kommen bis nach Asien und Europa. Hier prägen sie das Bild natürlicher Heidelandschaften.

Nutzung

Heidekräuter finden sich hierzulande in vielen Heidelandschaften oder -beeten. Meist sind sie flächig mit verschiedenen Sorten oder in der Kombination mit anderen Heidearten gepflanzt. Mit Kleingehölzen, Gräsern oder Stauden ergänzt, bieten sie in Pflanzgefäßen einen wunderschönen Anblick. Gerade in den Herbstmonaten eignen sich bestimmte Sorten aufgrund ihrer Blütezeit für das Bepflanzen von Balkonen. Als Zimmerpflanze machen sich Heidekräuter dekorativ in Blumentöpfen auf der Fensterbank. Zusammen mit herbstlichen Früchten und Beeren oder frischen saisonalen Blumen lassen sie sich dekorativ in Vasen arrangieren.

Pflege/Schnitt

Im Beet ist ein Pflanzabstand von 20 bis 30 Zentimetern zwischen den Heidekräutern zu berücksichtigen. So bekommen die einzelnen Pflanzen ausreichend Licht und entwickeln sich optimal. Bis sich der Zwischenraum zwischen den Heidekräutern schließt, empfiehlt es sich, diesen mit Rindenmulch abzudecken, um das Wachstum von Unkraut zu unterbinden. Bei einer Kübelhaltung ist auf einen guten Ablauf zu achten. Eine Drainage aus Kies oder Blähton ist hilfreich.

Auch wenn Heidekräuter nicht viel Pflege beanspruchen, sind sie regelmäßig zu gießen. Auch im Winter, da sie Trockenheit nicht vertragen. Um gute Bodenbedingungen zu erhalten, empfiehlt es sich, den Boden im Frühjahr und Herbst mit Hornspänen oder Kompost anzureichern. Von März bis August ist bei einer Kübelhaltung monatlich Flüssigdünger zu verwenden.

Unmittelbar nach der Blüte empfiehlt es sich, Heidekräuter zurückzuschneiden, damit sie nicht verkahlen und zu hoch wuchern. Der Rückschnitt ist unterhalb der Blütenstände anzusetzen.

Trotz ihrer Winterhärte, sind Heidekräuter lediglich bedingt winterfest. Deshalb empfiehlt sich im Beet generell ein leichter Frostschutz. Die Pflanzen sind somit vor dem ersten Frost mit einer Laubschicht oder mit Tannenzweigen abzudecken. Die Abdeckung bleibt bis ins Frühjahr bestehen. Auch beim Pflanzen von Heidekräutern in Pflanzgefäßen, ist ein Frostschutz erforderlich. Die Pflanzgefäße sind mit Luftpolsterfolie, Vlies oder Jute einzuhüllen und auf einen isolierenden Holzblock zu stellen.

Krankheiten/Schädlinge

Heidekräuter gelten als ausgesprochen unempfindliche Pflanzen. Jedoch stellt der Hallimasch-Pilz eine Gefahr für die Pflanzen dar. Dieser Pilz befällt die Rinde der Pflanzen und führt zu deren Absterben. Daher sind betroffene Heidekräuter umgehend zu entfernen, um ein Übergreifen auf andere Pflanzen zu vermeiden. Möglicherweise befinden sich noch Pilzsporen in der Erde, in der die befallenen Heidekräuter standen. In diesem Fall ist das Erdreich großzügig abzutragen und auszutauschen. Eine Anfälligkeit gegenüber Schädlingen ist bei Heidekräutern nicht bekannt.

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