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Eigenschaften

  • robuster Strauch oder Halbstrauch
  • kleine, dunkelgrüne Laubblätter
  • schmetterlingsförmige, leuchtend gelbe Blüten
  • im Alter verholzend und Dornen bildend
  • pflegeleichte Hecken- und Sichtschutzpflanze

Ginster

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Ginster (bot. Genista) ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler. Neben dem echten Ginster, sind verschiedene Pflanzenarten als Ginster bezeichnet, die der Gattung nicht angehören. Bekannte Beispiele sind der Besenginster und der Geißklee. Ginster sind Sträucher oder Halbsträucher, die mehrjährig, ausdauernd und verzweigt wachsen.

Im Alter bilden die Arten der Pflanzengattung Genista eine pfahlförmige Wurzel und rutenförmige, stachelbewährte Zweige aus. Die Gattung ist seit 1753 durch Carl von Linné aufgestellt und im gesamten Verbreitungsgebiet in 90 Arten unterteilt. Ginster wächst vor allem im kühlen bis gemäßigten Klima. Die Einteilung der Arten wird kontrovers diskutiert und von einigen Botanikern mit 58, von den meisten mit den bekannten 90 Arten angegeben. Die zur Familie der Hülsenfrüchtler gehörenden Ginster blühen, bevor die frischen Laubblätter im Frühling austreiben.

Blatt

Das Laub des Ginsters ist wechselständig angeordnet. Die kleinen dunkelgrünen Blätter sind ungeteilt oder dreizählig und verbleiben kurze Zeit am Strauch. Ginsterlaub fällt zeitig ab, wodurch die Sträucher bereits im Spätsommer oder im frühen Herbst kahl und rutenförmig sind. Die kleinen Nebenblätter sind unbedeutend und unscheinbar. Bei den meisten Arten der Pflanzengattung Genista sind die Nebenblätter zu einer Verdickung umgebildet und treten als minimale Hügel an den Ästen hervor. Unter den Laubansätzen befinden sich Stacheln, die bis zu einen Zentimeter lang und sehr spitz sind.

Blüte

Gelb und schmetterlingsförmig, sind die Blüten der Pflanzengattung Ginster ein Blickfang. Sie stehen einzeln in den Achseln der Blätter, seltener befinden sich mehrere Blüten in achselständig angeordneter Gruppe. Bei vielen Arten der Gattung Genista bilden die Einzelblüten endständige, dichte, köpfchen- oder traubenförmige Blütenstände. Die kleinen Blüten wachsen an Stielen über einem Tragblatt und zwei Deckblättern.

Ginsterblüten sind zwittrig, fünfzählig und verfügen über eine doppelte Blütenhülle. Die ebenfalls fünf Kelchblätter sind zweilippig, kurz und miteinander verwachsen. Dabei endet die Oberlippe in zwei, die Unterlippe in drei zahnförmigen Blattabschlüssen. Durch die zweilippige Anordnung ähnelt die Blüte einem Schmetterling. Die glatten oder behaarten Kronblätter sind meist gelb. Die Blüte hat zehn Staubblätter und ein einzelnes, glattes oder behaartes Fruchtblatt. Die Blütenfarbe ist bei den verschiedenen Arten sonnengelb, gelborange, hellgelb und in seltenen Fällen weiß oder rotorange.

Frucht

Die Früchte des Ginsters sind eiförmig oder linealisch länglich. Bei den meisten Ginsterarten ist die Frucht glatt, seltener ist sie behaart. Ginster bildet Hülsenfrüchte, die pro Frucht einen oder bis zu 30 Samen enthalten, die sich während der Reife öffnen. Die Öffnung der Frucht hängt von der Pflanzenart und der Witterung ab. Bei kühlen Temperaturen oder hoher Luftfeuchtigkeit bleiben die Hülsenfrüchte während der Reifezeit geschlossen. Ginstersamen sind im Regelfall kleiner als drei Millimeter. Nur sehr wenige Arten bilden Samen mit einer Größe von maximal 3,8 Millimetern aus.

Wuchs

Als Halbstrauch oder Strauch wächst der Ginster buschig, verzweigt und ausdauernd. Einige Arten bilden einen verholzenden Stamm, von dem die rutenförmigen Äste abgehen. Größtenteils treiben die Zweige des Ginsters direkt aus dem Wurzelwerk, wodurch der Strauch bereits am Boden breit ist und sich zur Krone hin weiter verbreitert. In der Wuchshöhe sind die Arten der Pflanzengattung Ginster ebenso verschieden wie in der Wuchsbreite. Sträucher und Halbsträucher erreichen eine Höhe von 0,5 bis zu 2,5 Metern. Eine einzige Art, der Ätna-Ginster wächst bis zu fünf Metern hoch und ist damit der größte Vertreter der Pflanzengattung Genista. Auf Fels oder Hängen wachsende Pflanzen verbreiten sich oftmals bodendeckend und entwickeln eine geringe Wuchshöhe. In der Wuchsbreite variieren Ginster zwischen einem halben Meter und vier Metern.

Standort

An den Bodengrund stellt der Ginster keine besonderen Ansprüche. Auf nährstoffarmen, steinigen und trockenen Böden findet die Pflanzengattung Genista die besten Wuchsbedingungen. Die anspruchslosen Heckenpflanzen wachsen an sonnigen, halbschattigen und schattigen Standorten. Bei viel Tageslicht und Sonnenschein blühen Ginster besonders reichhaltig. Im Halbschatten wachsende Pflanzen blühen länger und weniger dicht.

Verbreitung

Die Pflanzengattung Ginesta ist in mediterranen Regionen und in atlantischen Heiden im westlichen Europa artenreich vertreten. Durch die Verbreitung über Schleuderfrüchte ist der Ginster unterdes beinahe auf der ganzen Welt zu finden. Vor allem in Neuseeland, wo die Samen von Siedlern eingeschleppt wurden, breitet sich die Pflanzengattung flächendeckend aus. Weitere Verbreitungsgebiete sind das südliche Skandinavien, Polen und Russland, Makaronesien, Nordafrika und Westasien, sowie der Kaukasusraum und Mittelasien. Einige Arten sind in fast allen Regionen der Welt beheimatet.

Nutzung

Ginster wird größtenteils als Heckenpflanze, für die Bepflanzung von Parkanlagen, Freiflächen und auf Grundstücken verwendet. Die gelben Blüten verleihen der Pflanzengattung Genista eine weltweite Bedeutung als Zierpflanze, die aufgrund ihres dichten Wuchses als Sichtschutz oder Windschutz dient. In Dünenanlagen, an Autobahnbrücken und zur Einfriedung öffentliche Parkanlagen wird Ginster gerne und häufig gepflanzt.

Pflege/Schnitt

Die anspruchslose und pflegeleichte Pflanze benötigt keine gesonderte Aufmerksamkeit. Ginster kommt mit wenig Wasser aus und verträgt Trockenheit, während er Staunässe nicht schätzt. Blütenreichtum entsteht an sonnigen Standorten, eine lange Blütezeit ist im Halbschatten begünstigt. Bei buschigem oder ungleichmäßigem Wuchs lässt sich der Ginster in Form schneiden und vorsichtig kürzen.

Krankheiten/Schädlinge

Im Bezug auf Krankheiten und Schädlinge ist Ginster extrem robust. Erkrankt die Pflanze, liegt der Fehler meist in einer zu starken und zu häufigen Bewässerung. Staunässe lässt die Wurzeln verfaulen, sowie das Laub und die Blüten abfallen. Werden die ursprünglich grünen bis braungrünen Zweige des Ginsters gelb, leidet die Pflanze unter einem Nässeschaden. Rettung lässt sich durch den Verzicht von Wässerungen erreichen. Selten sind Schädlinge auf Ginsterpflanzen anzutreffen. Spinnmilben und Mehltau sind nicht auszuschließen. Die Übertragung erfolgt durch nebenstehende Pflanzen, die an Mehltau erkrankt oder von der Spinnmilbe befallen sind.

Um den Ginster zu schützen, ist die erkrankte Pflanze zu entfernen und entsorgen. Die regelmäßige Kontrolle auf klebrige Blätter oder braune Blütenränder beugt einer Schädigung des ganzen Strauches vor. Zeigen sich an den oberen Trieben weiße oder gelbliche Ablagerungen, sind diese großzügig zu entfernen und damit die Ausbreitung des Schädlingsbefalls zu verhindern. Ginster an einem sonnigen und trockenen Standort erkrankt im Regelfall nicht. Um eine Ansteckung durch andere Pflanzen auszuschließen, ist die Pflanzengattung Genista am besten solitär zu platzieren.

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