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Eigenschaften

  • rispenförmig blühend
  • größtenteils auf der Nordhalbkugel verbreitet
  • am ganzen Stängel belaubt
  • faltenblättrig
  • Nutz- und Zierpflanze

Germer

Gattung Veratrum ab €0.00 kaufen
     
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Germer (bot. Veratrum) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Germergewächse. Die 25 bis 40 Arten sind in den gemäßigten Klimazonen der nördlichen Halbkugel verbreitet. Veratrum sind ausdauernde, krautige Pflanzen mit Wuchshöhen bis zu 150 Zentimetern. Carl von Linné stellte die Beschreibung der Gattung auf.

Der botanische Name setzt sich aus dem griechischen ''vere'' für ''echt'' und ''ater'' für ''schwarz'' zusammen. Die meisten Germer-Arten haben außen schwarze, im Inneren weiße Rhizome. Die weißen Pflanzenteile einiger Arten sind giftig. Diese sind in der Heilkunde und Medizin von Nutzen. Als Überdauerungsorgane bilden Germer senkrechte Rhizome, deren Oberseite von Blattscheidenresten bedeckt sind.

Blatt

Die Laubblätter sind zahlreich und wechselständig bis spiralförmig am Stängel angeordnet. Sie sind in eine Blattspreite und Blattscheide gegliedert. Die einfachen Blattspreiten sind länglich, breit-kreisförmig oder elliptisch. Das mittel- bis dunkelgrüne Laub ist mehrfach gefaltet und längs mehraderig. Die einzelnen Laubblätter sind groß, in der Blattmitte am breitesten und verjüngen sich zum oberen Ende. Die Blätter sind nicht gestielt und sitzen direkt am kräftigen Stängel. Da sie längsseits mehrfach geadert sind, sehen die Laubblätter des Germer gestreift und gefaltet aus.

Blüte

Die dreizähligen, meist zwittrigen Einzelblüten ordnen sich in lockeren, rispenförmigen Blütenständen an. Einige Arten bilden im oberen Drittel der Blütenrispe rein männliche Blüten aus. Veratrum hat sechs haltbare Blütenhüllblätter, die ausgebreitet und nicht verwachsen sind. Je nach Art sind die Blüten weiß, grünlich, rotbraun oder schwarz. Germer-Blüten haben sechs Staubblätter und drei kurze, freie und haltbare Griffel. Die rispenförmigen Blütenstände erinnern an Kerzen und verjüngen sich zum oberen Abschluss. Die Einzelblüten sind end- oder seitenständig. Die Gesamtblüte überragt die grünen Pflanzenteile um bis zu zwei Drittel.

Frucht

Germer bildet Kapselfrüchte. Diese sind dreifächerig und enthalten pro Fach eine Samenanlage. Sie Samen sind flach und leicht geflügelt. Bei einigen Arten sind die Samen giftig, wodurch sie in der Heilkunde und Medizin bedeutsam sind.

Wuchs

Veratrum wächst aufrecht, krautig und ausdauernd. Die Wuchshöhe und Wuchsbreite unterscheidet sich innerhalb der Arten. Germer erreicht Wuchshöhen zwischen 30 und 150 Zentimetern und eine Wuchsbreite von bis zu 80 Zentimetern. In der Blütezeit gewinnt Germer zwischen 30 und 60 Zentimeter an Höhe, da die Stängel der Blütenrispen diese Größe erreichen.

Standort

Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist bevorzugt. Hinsichtlich der Bodenfeuchte und Bodenbeschaffenheit unterscheiden sich die Arten in ihren Ansprüchen. Lockere und durchlässige Erde ist optimal. Im lehmigen, viel Feuchtigkeit speichernden Bodengrund wächst Germer nicht.

Verbreitung

Veratrum ist vor allem auf der nördlichen Halbkugel beheimatet. Dort wächst die Pflanze in gemäßigten Klimazonen. Die Verbreitungsgebiete unterscheiden sich nach der Art. In China sind 13 verschiedene Arten, in Nordamerika fünf Arten beheimatet. Acht der 13 in China wachsenden Germer-Arten sind nur dort angesiedelt. Einige Germer sind in Russland und Korea, in den westlichen USA und in Mexiko zu finden. Auch in Kalifornien, in Sibirien auf Höhen bis zu 500 Meter und im Kaukasus wächst Germer. Im mitteleuropäischen Raum gibt es zwei Arten, von denen der Weiße Germer am bekanntesten ist.

Nutzung

Durch die giftigen weißen Pflanzenteile, ist Veratrum hauptsächlich eine Zierpflanze. In der Medizin und Heilkunde spielen die Alkaloide eine wichtige Rolle. Als Zierpflanze wächst Germer in Pflanzkübeln, im Staudenbeet und in Hanglagen. Da die Pflanzen leicht feuchte und luftige Böden am sonnigen Standort bevorzugen, eignen sie sich hervorragend für die Hügelbepflanzung.

Pflege/Schnitt

Germer ist pflegeleicht und anspruchslos. Bei warmen Temperaturen ist Veratrum täglich, bestenfalls in den frühen Morgenstunden oder am Abend zu bewässern. Je fruchtbarer und humoser der Boden ist, umso kräftiger wächst die Pflanze. Als Dünger eignen sich Holzspänen oder Kompost. Ist der Boden zu trocken, blüht Germer nicht und neigt zu Trockenschäden. Ein Schnitt entfällt und ein Schutz im Winter ist nicht notwendig.

Krankheiten/Schädlinge

Die robusten Pflanzen sind wenig vom Schädlingsbefall gezeichnet. Dennoch treten Mehltau, Spinnmilben oder Blattläuse auf. Bei weißen, klebrigen oder braunen Spuren auf dem Laub, entfernt der Gärtner die betroffenen Pflanzenteile großzügig. Ähnliche Anzeichen lassen sich bei Trockenschäden beobachten. Regelmäßiges Bewässern beugt der Austrocknung und dem Laubabfall vor. Ein zu schattiger Standort begünstigt Pilzerkrankungen. Blüht Germer nicht oder wächst zu langsam, und weist Löcher oder hügelige Ablagerungen auf dem Laub auf, ist die Pflanze durch Pilze geschädigt. Hier hilft der vollständige Rückschnitt der geschädigten Blätter, Stiele und Blüten.

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