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Eigenschaften

  • wachsen krautig oder als Halbstrauch
  • lieben nährstoffreiche, sonnige Standorte
  • rascher Wuchs
  • beliebtes Heilkraut
  • vertragen keine Staunässe

Frauenmantel

Gattung Alchemilla ab €2.70 kaufen
     
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Frauenmantel (bot. Alchemilla) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosacaea). Die Gattung Alchemilla umfasst mehr als tausend Arten mit vielen Varietäten. Die vor allem in Europa, Asien und Nordafrika beheimatete krautige oder in Zwergsträuchern wachsende Pflanze ist anpassungsfähig und weit verbreitet. So findet sie sich in Regionen mit extremen klimatischen Bedingungen wie Grönland oder Sibirien.

Eine Besonderheit der Alchemilla ist die Fähigkeit zur Guttation. Dabei bilden sich in der Nacht Wassertropfen an den Blatträndern, die in der Mitte des Blattes zu einer Perle zusammenlaufen. Damit bietet der ansonsten unscheinbare Frauenmantel in den Morgenstunden einen wundervollen Anblick. Die Sorten der Alchemilla gelten als beliebte Heilpflanzen.

Blatt

Frauenmantelgewächse zeigen je nach Sorte und Art unterschiedliche Blattformen. Die Pflanzen besitzen rundliche bis nierenförmige oder auch dreieckig zulaufende, gelappte Laubblätter. Die Blätter der meisten Arten sind gelappt, am Rand gezahnt und auf der Unterseite leicht behaart. Die Größe der Blätter kann ebenfalls von Sorte zu Sorte variieren, wobei die Breite der Blätter von 5 bis zu 15 Zentimeter reicht.
Die Innenseite der Stiele ist flach. Wie die Blätter sind die Stiele vieler Sorten behaart. Ein auffälliges Merkmal der Blätter ist die Bildung von Guttationstropfen. Dabei treten Wassertropfen aus den Blattspalten der Blätter aus. Oft mit Tau verwechselt, scheidet die Pflanze sie aufgrund eines erhöhten Innendrucks aktiv aus.

Blüte

Die nur fünf bis sieben Millimeter großen Einzelblüten des Frauenmantels stehen in dichten Blütenständen versammelt über den Trieben. Der Frauenmantel bildet Blüten von zarter gelbgrüner Färbung. Die Gattung umfasst Sorten mit vier- und fünfzähligen Blüten, wobei an Endzweigen auch zwei- oder dreizählige Blüten auftreten.

Die Blüte besteht aus einem inneren Blütenbecher (Kelchbecher) und einem Außenkelch. Der Kelchbecher ist je nach Sorte glockenförmig, zylindrisch-rund oder krugförmig ausgebildet. Im Inneren zeigt die Blüte vier Staubblätter und einen aufrecht stehenden Griffel. Mehr als ein oder zwei Fruchtblätter kommen selten vor. Einzelne Sippen innerhalb der Gattung tragen bis zu zehn Fruchtblätter. Die Pflanze blüht vom Mai bis zum August oder September.

Wuchs

Der Frauenmantel wächst krautig-rosettenartig oder in niedrig wachsenden Halbsträuchern (Zwergsträuchern). Je nach Sorte erreicht er als Bodendecker rund 10 bis 15 Zentimeter Höhe. Als Halbstrauch sind Wuchshöhen von 40 bis 60 Zentimetern im durchschnittlichen Bereich. Zumeist bildet der Frauenmantel einen kriechenden, verholzten und sehr dunklen Wurzelstock. Die oberirdisch liegenden Teile sind behaart.

Standort

Frauenmantel gedeiht unter sehr unterschiedlichen Bedingungen. Sonnige Standorte mit feuchten Böden, wie Wiesen oder Bachränder, sind für viele Sorten ideal. Die meisten Sorten brauchen einen nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Manche Arten begnügen sich mit einem Platz im Halbschatten.
Sie tolerieren schwere Lehmböden und trockene, nährstoffärmere Standorte, wie beispielsweise im Gebirge. Im Garten findet der Frauenmantel am Gehölzrand, in sonnigen Steingärten, Blumentöpfen und Pflanzkübeln oder als Beeteinfassung seinen Platz. Im Winter brauchen Frauenmantelgewächse Schutz vor Kälte und Frost.

Verbreitung

Die Gattung Alchemilla stammt ursprünglich aus Asien und Osteuropa. In der Natur siedelt sich Frauenmantel in Asien und Europa auf Hochlandwiesen, Waldlichtungen und in Hanglage in zumeist sehr dichten Beständen an. Heute kommen die Pflanzen in ganz Europa, Asien, Nordamerika und Australien vor.

Nutzung

Die Gewächse dieser Gattung finden als Gartenpflanzen oder als Heilpflanzen Verwendung. Im Garten überzeugt Frauenmantel als schnell wachsender Bodendecker, der sich mit vielen anderen Staudenpflanzen ausgezeichnet kombinieren lässt, als Beeteinfassung oder für Steingärten.

Pflege/Schnitt

Die Vermehrung des Frauenmantels erfolgt durch Samen und durch Teilung. Da der Frauenmantel zur Selbstaussaat neigt, empfiehlt sich nach der Blüte im August ein Rückschnitt. Auch den Neuaustrieb im nächsten Frühjahr fördert ein solcher Schnitt. Der richtige Zeitpunkt, um Blüten und Blätter für Heilanwendungen zu ernten, ist der Spätherbst.

Krankheiten/Schädlinge

Der Frauenmantel reagiert empfindlich auf zu nährstoffarmen oder zu feuchten Boden. Bei Staunässe besteht die Gefahr von Schimmel und (falschem) Mehltau. Über Sauginsekten besteht die Gefahr einer Infektion durch Viren. Auch für Blattlausbefall oder Schädigungen durch Schmetterlingsraupen und Zikaden ist der Frauenmantel anfällig.

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