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Eigenschaften

  • ein- und mehrjährige Stauden
  • wachsen meist krautig
  • bilden Rhizome
  • Blüten stehen als Körbchen
  • bevorzugen vollsonnige Lagen

Flockenblumen

Gattung Centaurea ab €3.50 kaufen
     
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Als Pflanzengattung gehören die Flockenblumen (bot. Centaurea) der Unterfamilie der Carduoideae in der Familie der Korbblütler (Asteraceae) an. Die Gattung umfasst bis zu 500 Arten. Centaurea-Arten präsentieren sich als ausdauernde Stauden, als einjährige oder zweijährige Pflanzen. Ihren botanischen Namen verdanken die Flockenblumen dem schwedischen Naturforscher Carl von Linné (1707 bis 1778).

Der botanische Name der Pflanzen stammt aus dem Griechischen. Er leitet sich von dem mythischen Zentauren Chiron (griechisch: Kentaur) ab. Er hat der Überlieferung nach mit dem Zentaurenkraut (Centaurea centaurium) oder der Kornblume (Centaurea cyanus) die Wunde am Fuß des griechischen Helden Achilles geheilt. Flockenblumen-Arten sind in Europa seit dem frühen Mittelalter bekannt. Die Korbblütler zählen zu den beliebtesten Pflanzen für den Bauerngarten. Eine der bekanntesten Vertreter aus der Gattung Centaurea ist die selten gewordene Kornblume (Centaurea cyanus).

Blatt

Die Laubblätter der Centaurea- Arten stehen wechselständig und sind meist gestielt. Ihre Blattspreite gestaltet sich bei den unterschiedlichen Arten ungeteilt oder paarig, schmal eingeschnitten und zum Teil fiederteilig. Die Blätter sind mehr oder weniger filzig behaart. Bei den unteren Blättern am Stängel ist die Blattspreite lanzettlich und läuft nach oben spitz zu. Die übrigen Blätter an den Stängeln sind lanzettlich bis länglich oder breit. Sie sind ganzrandig bis gezähnt, teilweise leicht eingeschnitten. Die Laubfarben variieren zwischen einem frischen Grün und einem silbrigen Grau.

Blüte

Centaurea-Arten blühen, abhängig von der Art, zwischen Mai und Oktober. Sie bilden körbchenförmige Blüten, die einzeln oder in Blütenständen stehen. Der Hüllkelch (Involucrum) ist kugelförmig. Bei einigen Arten ist er glocken-, ei- oder schüsselförmig. Die Hüllblätter überlappen sich dachziegelartig. Sie verfügen über einen häutigen Rand sowie artabhängig dornige oder gefranste Anhängsel. Borstig zerschlitzt erscheinen die Spreublätter. Die gesamte Blüte besteht aus zwei spiegelgleichen Hälften (zymös). Centaurea-Arten blühen in den Farben violett, pink, weiß, rosa, gelb oder blau.

Frucht

Pflanzen aus der Gattung der Flockenblumen bilden ihre Frucht als Nuss aus. Diese Nüsse sind gelblich bis hellbräunlich, länglich und fein behaart. An der Spitze der bis zu vier Millimeter langen Früchte sitzt ein Wirtel aus Borsten. Er ist drei bis vier Millimeter lang.

Wuchs

Centaurea-Arten wachsen als ausdauernde Stauden oder als einjährige bis zweijährige krautige Pflanzen. Sie werden zwischen zwanzig Zentimeter und drei Meter hoch. Meist entwickeln sich die Gewächse kräftig aufrecht. Die Blütenstände sitzen auf einfachen Stängeln. Nur im oberen Bereich sind sie verzweigt. Die Pflanzenstiele sind leicht rau, locker oder filzig behaart. Pflanzen der Gattung Flockenblumen bilden ihre Wurzeln als Rhizome aus. Einige der Pflanzenarten vermehren sich zu großen Beständen.

Standort

Der ideale Standort für Centaurea-Arten ist voll sonnig. Bevorzugt stehen die Gewächse auf Freiflächen oder am Rand von Gehölzen. Auch helle Standorte im lichten Halbschatten akzeptieren die Pflanzen. Im vollen Schatten bleibt das Wachstum und die Blüte zurück. Das ideale Substrat ist reich an Nährstoffen. Keine besonderen Ansprüche stellen Flockenblumen an den ph-Wert oder an die Konsistenz des Bodens. Einige Arten tolerieren kalkhaltige Böden.

Verbreitung

Das Herkunftsgebiet der Centaurea-Arten liegt in Europa bis hoch nach Skandinavien und im Raum rund um das Mittelmeer. Beheimatet sind Flockenblumen auch in Vorderasien. Weltweite Bestände sind Neophyten, sie etablierten sich mit und ohne Zutun des Menschen in Gebieten, in denen sie anfangs nicht heimisch waren.

Nutzung

Flockenblumen eignen sich als Pflanzen und Stauden in naturnahen Pflanzungen. Blüten der Centaurea-Arten halten sich lange. Das macht sie als Schnittblumen wertvoll. Arten aus der Pflanzengattung der Flockenblumen galten schon früh als Heilkräuter. So kamen sie beispielsweise als Medizin bei Krätze zur Verwendung.

Pflege/Schnitt

Flockenblumen vertragen weder Staunässe noch lang anhaltende Trockenheit. Sie brauchen regelmäßig Wasser. An heißen Sommertagen hält der Gärtner das Substrat gleichmäßig feucht.

Nährstoffe beziehen die Pflanzen dieser Gattung aus organischem Dünger. Bestens eignen sich Kompost oder Hornspäne. Es reicht jeweils eine Gabe im zeitigen Frühjahr und im Herbst. Alternativ eignet sich ein mit Phosphor angereicherter Langzeit-Blühdünger. Flockenblumen bilden herrliche Blüten. Magere Böden lassen sich mit Humus anreichern.

Flockenblumen, die als Stauden wachsen, benötigen einen radikalen Rückschnitt. Die beste Zeit dafür ist nach der Blüte. Die Pflanze blüht nach wenigen Wochen erneut. Durch den Schnitt verhindert sich das Aussamen.

Krankheiten/Schädlinge

Centaurea-Arten sind anfällig gegen Falschen Mehltau. Die Pflanzenkrankheit tritt speziell bei feuchter Witterung auf. Dabei handelt es sich um eine Pilzerkrankung. Der Erreger dringt in das Innere der Pflanze vor und sondert giftige Stoffe ab. Zu erkennen ist ein Befall an einem gräulich violetten Belag auf der unteren Blattseite und hellen Flecken auf der oberen Blattseite.

Spinnmilben sind wenige Millimeter groß. Die Spinnentiere bevorzugen als Nahrung den Zellsaft von Flockenblumen. Befallene Blätter zeigen einen silbrigen Schimmer. Später erscheinen gelbe Verfärbungen. Die Blätter trocknen aus.

Wurzelfäule entsteht in dichten und schweren Böden oder bei übermäßiger Versorgung mit Feuchtigkeit. Zeichen ist ein muffiger Geruch aus dem Substrat. Die Pflanze kümmert und stirbt ab.

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