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Eigenschaften

  • immergrün
  • artenspezifisch 0,5 bis über 50 Meter hoch
  • pflegeleicht und robust
  • winterhart
  • spitze, stechende Blattspitzen

Fichten

Gattung Picea ab €1.80 kaufen
     
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Die Pflanzengattung der Fichten (bot. Picea) gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Unter der Gattung sind rund 40 verschiedene Arten zusammengefasst. Aufgrund der hohen Vielfalt, die besonders bei ostasiatischen Fichten vorkommt, nennen unterschiedliche Quellen bis zu 80 Arten.

Fichten sind robuste und pflegeleichte Nadelbäume, die bei einzelner Pflanzung einen prachtvollen Blickfang im Garten darstellen. In größeren Gärten erschaffen sie bei Pflanzung in Gruppen einen waldartigen Eindruck und verleihen dem Garten einen wild-romantischen Charme. Ihre robusten und vielseitigen Eigenschaften machen die Gattung der Picea zu einer der beliebtesten Nadelbäume in deutschen Gärten. Sie kommen in verschiedenen Höhen von 50 Zentimetern bis zu 50 Metern vor. Damit sind Fichten für jede Größe und Art von Garten eine bereichernde Pflanze. Die immergrünen Nadeln sind im Winter schön anzusehen und bieten dem Betrachter in der grauen Jahreszeit einen willkommenen Farbtupfer.

Blatt

Die Gattung der Picea verfügt bei den meisten Arten über Nadeln mit einer Länge von ein bis zwei Zentimetern mit einer spitzen, stechenden Blattspitze. Die immergrünen Nadeln verbleiben bei idealen Bedingungen bis zu 13 Jahre an den Zweigen. Bei manchen Arten haben die Nadeln eine eher viereckige Form mit Stomata (Spaltöffnungen) an allen Seiten. Andere Arten haben eine eher flache Form mit weißen Stomatalinien auf der Oberseite.
Die Nadeln sind über borkenfarbene Blattkissen mit den Zweigen verbunden. Die Nadelanordnung an den Zweigen ist in der Regel spiralförmig. Manche Arten verfügen an den Seitenzweigen über eine andere Anordnung. Dort sind die Nadeln an der Zweigunterseite oder ringförmig positioniert.

Blüte

Fichten verfügen über gelbe männliche Blüten sowie rote weibliche Blüten und sind einhäusige, windblütige Samenpflanzen. Die Befruchtung erfolgt durch Windbestäubung. Die größeren, zunächst aufrecht stehenden, weiblichen Blütenzapfen sind in der Blütezeit von April bis Juni mit ihren roten bis violetten Farben ein wahrer Blickfang. Sie werden, je nach Art, mehrere Zentimeter lang. Die männlichen Blüten haben eine ovale Form von ein bis zwei Zentimeter Länge. Fichten treten im Alter von 10 bis 40 Jahren in das blühreife Alter ein.

Frucht

Nach erfolgter Befruchtung krümmt sich der aufrechte weibliche Samenzapfen nach unten und reift zum Zapfen heran. Nach erfolgter Samenverbreitung wirft die Fichte den Zapfen im Winter ab. Manche Arten stoßen den Zapfen im nächsten Frühjahr ab. Die einzelnen Zapfen bestehen aus mehreren Deck-/Samenschuppenkomplexen und jede Samenschuppe bildet zwei Samenanlagen aus. Die Zapfen erreichen eine Länge von zwei bis zwanzig Zentimetern. Die Samen erreichen eine Länge von drei bis sechs Millimetern. Fruchtbare Samen sind dunkel und unfruchtbare Samen hell gefärbt.

Fichten sind immergrüne, einstämmige Nadelbäume mit artenspezifischen Höhen zwischen 50 Zentimetern und über 50 Metern. Je nach Art sind die Baumkronen breit und in Stockwerken oder schmal und kegelartig aufgebaut. Die Hauptäste ragen waagrecht aus dem Stamm, der mit einer rötlichen, plattenartigen Borke bedeckt ist.

Standort

Die Gattung der Picea ist robust und anspruchslos. Starker Frost bereitet den meisten Arten keine Probleme. Als Standort eignen sich sonnige bis halbschattige Standorte mit durchlässigen und nicht zu trockenen Böden. Zu trockene oder tonige Böden begünstigen den Schädlingsbefall. Bei extremer Trockenheit ist die Fichte daher auf zusätzliche Wasserzufuhr angewiesen. Bei höheren Arten ist außerdem auf ausreichend Platz zu achten, damit im Falle eines Windwurfes keine größeren Schäden entstehen.

Verbreitung

Die Gattung der Picea verbreitet sich auf der Nordhalbkugel in den gemäßigten sowie kälteren Zonen und erstreckt sich von Nordamerika über Nordosteuropa bis Ostasien.

Nutzung

Große Arten der Gattung Picea eignen sich wegen ihrer imposanten Wuchshöhe und schönen Kronen als Blickfang in Einzelstellung. Kleinere Fichtenarten verschönern Beete und bieten in Pflanzgefäßen eine pflegeleichte, immergrüne Bepflanzung.
Neben der Nutzung als Gartenbepflanzung sind Fichten als Nutzholz zur Herstellung von Brennholz und Bauholz beliebt. Die Fichtennadeln finden als Heilöl und Duftöl in der Medizin Anwendung.

Pflege/Schnitt

Fichten benötigen weder besondere Pflege noch einen regelmäßigen Schnitt. Bei trockenen Böden ist auf Wasserzugabe zu achten, um Schädlingsbefall zu vermeiden. Faulende Nadeln verursachen im Boden einen zu sauren pH-Wert. Ein zu saurer Boden (pH-Wert unter 5,0 bis 6,0) wird durch Zugabe von Kalk normalisiert.

Ein Schnitt der Fichten ist in der Regel nicht erforderlich. In seltenen Fällen bilden junge Fichten zwei Spitzen aus. In diesem Fall ist eine Spitze so früh wie möglich abzuschneiden. Fichten bilden nur im benadelten Bereich neue Knospen aus. Schnitte in ältere Holzteile sind mit Bedacht vorzunehmen, um Entstellungen zu vermeiden. Zum Beschneiden und Aufasten eignet sich der Spätwinter.

Krankheiten/Schädlinge

Fichten sind anfällig für den Befall von Käfern, Läusen, Schimmel und Krankheiten. Wenn keine Schädlinge oder Schimmel erkennbar sind, liegt die Ursache für die erkrankte Fichte im Boden. Magnesiummangel, ungünstiger pH-Wert, Trockenheit oder Staunässe sind mögliche Ursachen und lassen sich nach Feststellung leicht durch Zugaben beheben.
Käferbefall lässt sich durch Spuren von Bohrmehl feststellen und ist mit entsprechenden Bekämpfungsmitteln zu behandeln. Bei Lausbefall handelt es sich um die ganzjährig aktive Sitkafichtenlaus, die mit Präparaten auf Rapsölbasis zu bekämpfen ist.

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