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Eigenschaften

  • markante Blüten
  • zählen zu den Kesselfallenblumen
  • rotpunktierte Laubblätter
  • mehrjährig
  • seltenes Vorkommen

Feuerkolben

Gattung Arisaema ab €0.00 kaufen
     
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Die Feuerkolben (bot. Arisaema) sind auch unter dem Namen Kobralilien bekannt und bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Aronstabgewächse (bot. Araceae). Die Pflanzen zählen zu den Kesselfallenblumen und kommen auf der Nordhalbkugel hauptsächlich in Asien vor. Auch im Nordosten Amerikas und in Mexiko gibt es Vorkommen. Die Gattung besteht aus 150 bis 180 Arten von Feuerkolben.

Der deutsche Name beschreibt den Blütenkolben mit seinen rot gefleckten Blättern und die orangeroten Früchte im Spätsommer. Die erste wissenschaftliche Darstellung dieser markanten Pflanzengattung erfolgte im Jahr 1831. Der Gattungsname stammt von dem deutschen Naturforscher und Botaniker Carl Friedrich Philipp von Martius. Der botanische Name setzt sich aus den griechischen Wörtern aris für Pflanze sowie haima für Blut zusammen. Er leitet sich von den rot gefleckten Blättern einiger Arten ab.

Blatt

Die Feuerkolben-Arten bilden dreiteilige oder handförmig gefiederte Blätter aus. Diese sind meist rot gefleckt. Die Laubblätter erscheinen zusammen mit den Blüten. Die Blätter stehen aufrecht und gliedern sich in Blattstiel und Blattspreite.

Blüte

Arisaema-Arten besitzen attraktive Blütenstände. Sie bestehen aus einem Hochblatt und einem schlanken Kolben (Spadix). Dieser besitzt am Ende zahlreiche dünne Fortsätze. Die markante haubenförmige Blütenscheide umhüllt den Kolben röhrenförmig. Sie ist je nach Art unterschiedlich gefärbt. Auch die Form dieses Hochblattes variiert. Wie alle Kesselfallenblumen, locken die Feuerkolben mit den Duftstoffen ihrer Blütenblätter Insekten an. Sie fangen diese in den Blüten, damit sie am Boden umherlaufen und den Pollen aufnehmen und die Blüte bestäuben. Zu den Hauptbestäubern der Feuerkolben gehören Pilzmücken.

Feuerkolben-Pflanzen bilden in der Regel entweder männliche oder weibliche Blütenkolben aus. Das Geschlecht ist nicht festgelegt und kann je nach Saison variieren. Damit die Bestäubung erfolgreich verläuft, müssen die Insekten erst einen männlichen Blütenstand aufsuchen. Männliche Blütenstände weisen eine Öffnung in der Blütenhülle auf, durch die die Insekten wieder herausfliegen. Den Pollen streifen die Insekten auf den Narben eines weiblichen Blütenstandes ab, der sie wieder durch Düfte lockt. Allerdings besitzen weibliche Blüten keinen Ausgang, so dass die Insekten am Blütenboden sterben.

Einige Feuerkolben sind einhäusig getrenntgeschlechtlich. Dann sitzen am Kolben männliche und weibliche Abschnitte. Blütenhüllblätter bildet der Feuerkolben nicht aus.

Frucht

Nach der Blüte bilden sich im Spätsommer auffällige Beeren. Sie sind bei Vollreife orangerot bis leuchtend rot und glänzen. Die fleischigen Beeren enthalten Samen.

Wuchs

Feuerkolben sind ausdauernde krautige Pflanzen mit Knollen oder Rhizomen. Arten, die in tropischen Regionen wachsen, sind immergrüne Pflanze. Laubabwerfende Feuerkolben-Arten entwickeln pro Saison eine Blütenpflanze.

Standort

Die Feuerkolben bevorzugen artabhängig trockene oder feuchte Standorte. Sie gedeihen optimal an Bach- oder Waldrändern mit lichtem Schatten und einem feuchten, gut durchlässigen und humosen Boden. Die Pflanzen kommen in Bergregenwäldern der gemäßigten Zone bis in Regionen oberhalb der Baumgrenze vor.

Verbreitung

Die Feuerkolben kommen ursprünglich aus China und dem östlichen Himalaya. Allein in China ist fast die Hälfte aller Arten heimisch. 45 Feuerkolben sind dort endemisch. Außerdem gibt es Vorkommen in Indien und auf Java, in Ostafrika sowie dem Jemen. In Nordamerika kommen lediglich zwei Feuerkolben-Arten vor. Eine davon ist auch in Mexiko heimisch.

Nutzung

Einige Arisaema stehen in Kultur. Sie sind als Zierpflanzen beliebt und schmücken Gärten oder Parkanlagen. Die Blätter sowie die unterirdischen Pflanzenteile von einigen Arten sind gekocht essbar. Andere lassen sich medizinisch verwerten.

Krankheiten/Schädlinge

Krankheiten oder Schädlingen sind bei Feuerkolben nicht bekannt.

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