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Eigenschaften

  • sommergrüne Laubbäume
  • großwüchsig
  • gefiederte Blätter
  • büschelartig wachsende Nussfrüchte
  • wachsen langjährig

Eschen

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Die Gattung der Eschen (bot. Fraxinus) gehört zur Pflanzenfamilie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Sie kommt hauptsächlich auf der Nordhalbkugel vor und ist in Europa mit drei Arten heimisch. Wild wachsen in unseren Breiten die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior), die Manna-Esche (Fraxinus ornus) und die Schmalblättrige Esche (Fraxinus angustifolia). Es handelt sich meist um große sommergrüne Laubbäume.

Die erste Beschreibung der Eschen erfolgte 1753 durch den schwedischen Botaniker Carl von Linné. Botaniker gliedern die Fraxinus-Gattung heute in sechs Sektionen, unterteilt in 43 bis 57 Arten. Die Esche besitzt in vielen Mythologien eine positive Bedeutung. In der germanischen Mythologie gibt es die Weltenesche Yggdrasil als Ort guter Geister. Bei den Griechen galten die Esche als feuerspendender Baum des Menschen.

Blatt

Eschen sind in der Regel sommergrüne Bäume oder Sträucher und in seltenen Fällen immergrün. Sie besitzen gefiederte und lang gestielte Laubblätter. Diese treiben spät aus und bleiben bis in den Spätherbst am Baum. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet, seltener wirtelig. Sie sind meistens unpaarig gefiedert und weisen neun bis 15 Teilblätter auf. Die Blätter werden bis zu 20 Zentimeter lang. Die Winterknospen der Eschen sind schwarz, rundlich und stumpf. Die Eschen sind die einzigen Laubbäume, deren Blätter im Herbst grün von den Bäumen fallen.

Blüte

Die Eschen blühen ab Ende März bis in den Mai hinein. Die Bäume bilden unscheinbare Blüten, die in end-, achsel- oder ährigen Blütenständen, mit vielen Blüten an den Zweigen stehen. Die kleinen Blüten sind vierzählig. Eschen sind ein- oder zweihäusig. Die Verbreitung des Pollens erfolgt durch den Wind.

Frucht

Eschen bilden nach der Blüte kleine Nussfrüchte. Diese sind einsamig und einseitig geflügelt. Sie hängen in dichten Büscheln bis in den Winter am Baum. Sie verbreiten sich durch den Wind. Die Samen treiben nach zwei Wintern aus, die Keimung ist oberirdisch.

Wuchs

Eschen sind meist mächtige Bäume mit einem hohen Stamm. Sie erreichen Höhen von bis zu 40 Metern und ein Alter von bis zu 300 Jahren. Einige Arten wachsen strauchartig.

Standort

Die Gattung der Eschen ist in Laubmischwäldern, vor allem aber in Auenwäldern sowie in feuchten Bachtälern heimisch. Vorkommen gibt es auf trockenen, warmen Kalkschuttböden. Eschen bevorzugen einen sonnigen Standort, junge Bäume vertragen schattige Plätze.

Verbreitung

Die Arten der Eschen kommen meist in gemäßigten Regionen auf der Nordhalbkugel vor. Nahezu in ganz Europa sind sie heimisch. Im Gegensatz zu anderen Laubbäumen, kommen Eschen nicht häufig vor. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich bis nach Südasien. Vorkommen gibt es auf Java, in Nordafrika, Mexiko sowie Kuba.

Nutzung

Das Holz der Eschen ist schwer, hart und elastisch. Im Mittelalter entstanden daraus Bögen, Lanzen, Speere, Webstühle, Dreschflegel, Deichseln oder Schlitten. Heute ist es ein wertvolles Naturprodukt für Möbel, Bodenbeläge oder Sportgeräte. Auch für Musikinstrumente, wie Gitarren oder Klanghölzer, spielt Eschenholz bis heute eine große Rolle. Eschenblätter haben in der Volksmedizin eine Bedeutung.

Krankheiten/Schädlinge

Bereits viele Eschenbestände sind in Europa durch einen aus Asien eingewanderten Pilz abgestorben oder geschädigt. Am Eschensterben ist vermutlich der Asiatische Eschenprachtkäfer beteiligt. Nur wenige Eschenarten sind immun gegen den 2006 beschriebenen Pilz. Diese Arten sind vorwiegend für die Wiederaufforstung der geschädigten oder abgestorbenen Eschen-Vorkommen von Bedeutung.

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