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Eigenschaften

  • immergrün
  • winterhart
  • enthält sehr giftige Stoffe
  • schattenverträglich
  • wachsen häufig mehrstämmig

Eiben

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Die Eiben (bot. Taxus) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Eibengewächse (Taxaceae). Es gibt rund zehn Arten. Diese sind hauptsächlich in den gemäßigten Breiten der nördlichen Halbkugel verbreitet. Die Europäische Eibe (Taxus baccata) ist die einzige in Europa heimische Art.

Bei den Arten der Gattung Taxus handelt es sich um Sträucher oder kleine bis mittlere Bäume. Die Nadelgehölze sind immergrün. Die meisten Arten enthalten in bestimmten Pflanzenteilen sehr giftige Inhaltsstoffe. Auch beim Menschen wirken sie toxisch. Die Europäische Eibe gilt als älteste und schattenverträglichste Baumart in Europa. Eiben können ein sehr hohes Alter von eintausend Jahren und mehr erreichen.

Blatt

Die Blätter (Nadeln) der Eiben sind circa anderthalb bis dreieinhalb Zentimeter lang und ganzjährig immergrün. Die Nadeln sind an den Zweigen spiralförmig angeordnet. Durch ihre Scheitelung entsteht jedoch der Eindruck einer zweireihigen Anordnung. Die Nadeln sind biegsam und erscheinen je nach Art sowohl gebogen als auch gerade. Sie sind nicht stechend und haben auf ihrer Unterseite zwei hellere Streifen.

Blüte

Eiben tragen das erste Mal im Alter von etwa fünfzehn bis dreißig Jahren Zapfen. Diese bilden sich im Spätsommer. Während die eigentliche Blütezeit je nach Region und Art im späten Winter bis hin zum Frühjahr des nächsten Jahres liegt. Je nach Art und Temperatur erfolgt die Blüte von Dezember bis April. Sitzende, kugelige Zapfen stellen die männlichen Blüten dar. Diese haben einen Durchmesser von circa vier Millimetern und sitzen an den Zweigspitzen. Weibliche Blüten haben eine Größe von einem bis anderthalb Millimetern und sind unscheinbar, grünlich und befinden sich an den Zweigbasen. Zur Blütezeit bilden weibliche Zapfen einen klebrigen Bestäubungstropfen aus, welcher die anfliegenden männlichen Pollen aufnimmt.

Frucht

An der Basis der Samenanlage befindet sich ein Ringwulst. Dieser wächst, sofern die Blüte befruchtet ist, zu einem fleischigen Samenmantel (Arillus), heran. Der Samenmantel umgibt den Samen ringförmig. Mit fortschreitender Reife verändert sich seine Farbe von einem Grün bis hin zu einem kräftigen Rot. Im Gegensatz zum eigentlichen Samen, der rund drei bis fünf Millimeter breit und sechs bis sieben Millimeter lang ist, ist der Arillus ungiftig. Manchmal bezeichnet der Laie den Samenmantel fälschlich als Frucht oder Beere. Die Samen reifen von August bis Oktober, keimen jedoch erst im zweiten Frühjahr darauf.

Wuchs

Taxus-Arten wachsen in der Regel als Sträucher oder kleine bis mittlere Nadelbäume von circa fünf bis acht Meter Höhe. In seltenen Fällen erreichen sie eine Höhe von fünfzehn bis zwanzig Metern. Absolute Ausnahmen sind Bäume, die mit zunehmenden Alter Höhen von bis zu dreißig Metern erreichen. Häufig sind Eiben bereits vom Grund an mehrstämmig. Die Krone besitzt eine breite Kegelform, bei zunehmendem Alter kugelförmig. Insgesamt wachsen Eiben sehr langsam.

Standort

Alle Taxus-Arten bevorzugen halbschattige bis schattige Standorte. Eiben sind extrem schattenverträgliche Gartengehölze. Auf Grund ihrer Größe benötigen sie ausreichend Platz, am Besten an einem exponierten Platz. Eiben sind winterhart, leiden jedoch oftmals unter starkem kalten Wind und starker Sonne in schneearmen Wintern. Eiben sind anspruchslos und gedeihen auf nahezu allen Böden, die keine Staunässe zulassen. Kalkhaltige oder lehmige Böden fördern einen guten Wuchs.

Verbreitung

Die rund zehn Taxus-Arten sind hauptsächlich auf der Nordhalbkugel heimisch. Das Ausbreitungsgebiet der europäischen Eibe reicht im Norden bis in die milden Lagen der norwegischen Küste und Südschweden. Im Osten bis ins Baltikum und im Süden bis nach Nordafrika. Die europäische Eibe steht in Deutschland wegen weniger Wildbestände auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Auf dem amerikanischen Kontinent haben sich Eiben im Süden bis nach Mexiko und Guatemala ausgebreitet. In Asien reicht ihr Verbreitungsgebiet bis in den Iran hinein. Die nördliche Verbreitungsgrenze stellt hier das Kaukasus dar.

Nutzung

Taxus-Arten sind beliebte Formgehölze für Gärten und Parkanlagen. Außerdem finden sie oftmals in privaten Gärten als blickdichte, pflegeleichte Hecken oder kleine immergrüne Bäume Einsatz. Früher diente Eibenholz vor allem für den Bau von Langbögen. Heutzutage findet das Holz seltener Einsatz, beispielsweise für Musikinstrumente oder Furniere.
Verschiedene Tinkturen dienen seit dem Mittelalter zur Behandlung unterschiedlicher Krankheiten wie Rheuma, Epilepsie oder Hautausschlägen. Einige Landwirte in ländlichen Gegenden verabreichen ihrem Vieh zur Prophylaxe geringe Mengen Eibenlaub.

Pflege/Schnitt

Bei leichtem und sandigem Boden bildet eine regelmäßige Aufstreu mit Kompost eine wertvolle Nährstoffquelle. Kleine Eiben benötigen bei anhaltend trockenen Perioden eine rechtzeitige Wasserzugabe. Eiben sind schnittverträglich, es sind radikale Rückschnitte möglich. Ein Formschnitt pro Jahr ist ausreichend und optimal. Der Schnitt erfolgt am Besten Ende Juni. Nach strengen Wintern entfernt der Gärtner erfrorene Triebe.

Krankheiten/Schädlinge

Auch bei den robusten Pflanzen der Gattung Taxus treten Krankheiten und Schädlinge auf. Braun oder gelb gefärbte Nadeln deuten auf zu häufiges Düngen und trockenen Boden oder Wurzelfäule hin. Speziell in heißen Sommern tritt in seltenen Fällen ein Befall mit Spinnmilben auf. In seltenen Fällen treten Fraßschäden durch den Dickmaulrüssler auf.

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