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Eigenschaften

  • Doppelblüter
  • duftende Blüten
  • große Variation an Blattfarben
  • verholzende Pflanzen
  • zwei Arten umfassende Gattung

Disanthus

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Die Pflanzengattung Disanthus zählt zur Familie der Zaubernussgewächse (bot. Hamamelidaceae), welche auf der ganzen Welt beheimatet ist. Die entsprechende Unterfamilie heißt Disanthoideae. Die darüber stehende Ordnung sind die Steinbrechartigen (bot. Saxifragales). Diese bilden eine Gemeinschaft innerhalb der bedecktsamigen Pflanzen (bot. Magnoliopsida). Die Gattung Disanthus hat heute zwei Arten, einen Strauch (disanthus cercidifolius) und einen Baum (disanthus ovatifolius). Die beiden Arten weisen morphologische Unterschiede auf.

Die Pflanzengattung Disanthus bezeichnete und definierte der deutsch-russische Botaniker Karl Johann Maximowicz im 19. Jahrhundert. Der Botaniker orientierte sich ausschließlich an der Pflanze Disanthus cercidifolius, einem in China und Japan beheimateten Strauch. Zu dieser Zeit handelte es sich bei Disanthus um eine monotypische Gattung, da nur eine Art bekannt war. Im Jahr 2016 entdeckte ein Team der vietnamesischen Akademie für Wissenschaften und Technologie während einer Expedition einen auffallenden Baum. Dieser wuchs in einer abgelegenen, waldreichen und bergigen Region im Nordwesten von Vietnam an der Grenze zu China. Der Baum zeigte nach genaueren Untersuchungen Merkmale der Pflanzengattung Disanthus, der er seit 2017 angehört. Der Baum trägt den Namen Disanthus ovatifolius. Schon im Jahr 2006 hielt diese Art Einzug in den europäischen Gartenbau. Damals trug der Baum den Namen Uocodendron whartonii nach Peter Wharton, dem ehemaligen Kurator eines asiatischen Gartens einer kanadischen Universität.

Blatt

Die bunten Blätter unterscheiden sich bei den Gattungsarten der Disanthus. Sie kommen abhängig von der Jahreszeit in grüner, gelber bis oranger, pinker, violetter oder dunkelroter Farbe vor. Die Blätter sind eiförmig, kugelig oder herzförmig. Die Basis des Blattes hat eine keilförmige oder herzförmige Struktur. Die Oberfläche ist je nach Art ledrig oder kahl beschaffen. Die Anzahl der Blattadern beträgt drei bis sieben. Bei beiden Arten sind Nebenblätter vorhanden.

Blüte

Das besondere Kennzeichen der Pflanzengattung Disanthus besteht darin, dass die Blüten in zweiblütigen Köpfchen angeordnet sind. Diese liegen Rücken an Rücken. Aus diesem Charakteristikum leitet sich der Name der Gattung ab. Die Anzahl der Blüten pro Blütenstand beläuft sich auf bis zu drei. Es handelt sich um Zwitterblüten. Der Blütenkelch ist abhängig von der Art fein behaart oder glatt. Die Blüten haben eine wunderschöne rosarote Farbe und duften herrlich. Die Blütenblätter sind spitz, langgestreckt und sternenartig. Die genaue Blütezeit ist bei den Arten unterschiedlich.

Frucht

Die Gattungsarten der Disanthus bilden Kapselfrüchte aus, die eiförmig gestaltet sind. Bei Kapselfrüchten besteht der Fruchtknoten aus zwei oder mehreren miteinander verwachsenen Fruchtblättern. Sie öffnen sich und setzen so die Samen frei. Es sind bis zu zehn Samen pro Fruchtbeutel vorhanden Der Fruchtknoten ist je nach Art unter- oder oberständig. Das Bestäuben erfolgt grundsätzlich durch Insekten. Bei Ineffizienz findet sie durch den Wind statt.

Wuchs

Die Höhe beträgt bis zu drei (disanthus cercidifolius) beziehungsweise fünf (disanthus ovatifolius) Meter. Der Strauch der Gattung hat eine Breite bis zu drei Meter, und der Baum einen Durchmesser von etwa fünfzehn Zentimetern. Als verholzende Pflanzen sind sie mehrjährig. Beide Gattungsarten beinhalten sowohl immergrüne als auch laubabwerfende Pflanzen. Das Wachstum erweist sich als langsam.

Standort

Die Pflanzen bevorzugen windgeschützte Standorte im Halbschatten oder in der Sonne. Sie wachsen feuchten, durchlässigen, sauren bis maximal neutralen Böden. Als ideal zeigt sich ein mooriger, sandiger oder lehmiger Untergrund.

Verbreitung

Die Pflanzengattung Disanthus ist in Asien beheimatet. Die Art disanthus cercidifolius hat zwei Unterarten, wobei eine in China (disanthus cercidifolius subspecies longipes) und eine in Japan (disanthus cercidifolius subspecies cercidifolius) ansässig ist. Die chinesische Unterart gilt als stark bedroht. Sie scheint auf der roten Liste der gefährdeten Arten auf. Die Art disanthus ovatifolius stammt aus dem Nordwesten von Vietnam.

Nutzung

Die Sträucher und Bäume finden sich wegen ihrer unvergleichbaren prächtigen Blattfarben und ihren wunderbar duftenden Blüten als Ziergehölze in Parks und privaten Gärten.

Pflege/Schnitt

Die Gattungsarten haben keinen großen Bedarf an Wasser. Wichtig ist es, den Boden regelmäßig feucht zu halten. Dieser darf weder zu nass noch zu trocken sein. Übermäßiges Gießen schädigt die Wurzeln. Beschädigte Pflanzenteile sind gegebenenfalls zu entfernen. Einen Schnitt vertragen die Pflanzen bis zum Hauptstamm. Nach einem starken Rückschnitt wachsen wieder neue Triebe nach. Die Pflanzen brauchen gelegentlich mäßig viel Dünger.

Krankheiten/Schädlinge

Die Gattungsarten der Disanthus sind für Krankheiten und Schädlinge kaum anfällig. Bei Standorten und ungünstigen Einflüssen besteht die Gefahr von Pilzbefall.

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