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Eigenschaften

  • Gattung mit 19 Arten
  • glockenförmige Blüten
  • benannt nach dem Botaniker Cortusus
  • wächst in ganz Europa und Asien
  • bildet unterschiedliche Blüten- und Blattstängel aus

Cortusa

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Der botanische Name Cortusa umschreibt eine Pflanzengattung aus der Familie der Primelgewächse (bot. Primulaceae), deren Arten im deutschsprachigen Raum auch als Alpen- oder Heilglöckchen bekannt sind. Die Gattung ist eng mit der Gattung der Primeln verwandt. Eine erste botanische Abgrenzung erfolgte im 16. Jahrhundert durch den italienischen Botaniker Matthiolus.

Matthiolus benannte die Gattung nach seinem Freund und Kollegen Giacomo Antonio Cortuso. Cortusus lehrte Botanik in Padua und gilt als Entdecker der europäischen Art Cortusa matthioli, dem gemeinen Alpenheilglöckchen. 19 Arten innerhalb der Gattung wurden bis dato offiziell anerkannt, einige Quellen nennen 20 Arten. Die zierlichen Pflanzen wachsen als Rosetten-Hemikryptophyten, was bedeutet, dass ihre Überdauerungskapseln an der Erdoberfläche in unmittelbarer Bodennähe wachsen. In Nutzwäldern und auf brachen Äckern bilden die Pflanzen deshalb eine mehrjährige Ruderalflur. Je nach Region tragen Gewächse der Gattung Cortusa verschiedene Trivialnamen wie Alpsanikel, Sommerglöckchen und Wundglöcklein. Im Englischen sind europäische Arten der Cortusa als Bear's Ears bekannt.

Blatt

Die Blätter von Cortusa Pflanzen sind grundständig und wachsen bis zu 20 Zentimeter hoch aus dem Boden. Am Stängelende befindet sich je ein breit gefächertes Blatt mit herzförmiger Basis. Die Ränder sind gelappt und die breite Blattspreite lässt die Blätter fast rund wirken. Größere Pflanzen entwickeln vier bis acht Blätter, deren Durchmesser etwa ein Drittel des Stängels einnimmt. In der Regel werden die Blätter nicht größer als drei bis sieben Zentimeter. Der rötlich-braune Blütenstiel der Pflanze unterscheidet sich farblich stark von den hellgrünen und borstig behaarten Blattstängeln.

Blüte

DIe Cortusa haben nickenden Dolden-Blüten, die an einem rostfarbenen Blütenstandschaft stehen. Dieser überragt die Blätter um wenige Zentimeter und trägt zwischen fünf und zwanzig vierblättrige Blüten. Die kelchförmigen Blüten haben doppelte Blütenhüllen mit deutlich verkürzten Kelchblättern, die miteinander verwachsen sind. In der Mitte der Blüte befindet sich eine hellgrüne, kopfige Kapselfrucht, von der fünf Staubblätter mit gelblichen Staubbeuteln ausgehen.

Frucht

Pflanzen der Gattung Cortusa sind zwittrig und haben somit männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane, die zu unterschiedlichen Zeiten reifen. Diese Proterogynie sorgt für genetische Vielfalt und beugt dem Selbstbefruchten vor. Die Samen verbreiten sich über die sogenannte Stoßausbreitung, also über Wind, Regen und vorbeistreifende Tiere.

Wuchs

Nach dem Keimen wachsen fünf bis zehn Blätter in Rosettenform aus dem faserigen Rhizom unter der Erde. Die Pflanzen erreichen im Frühsommer eine Höhe von 20 bis 35 Zentimetern. Im Winter überdauert die niedrig wachsende Pflanze häufiger unter Blättern oder Schnee.

Standort

Cortusa Pflanzen gedeihen besonders gut auf durchlässigem Boden mit einem hohen Anteil an Humus. Die Halbschattenstauden bevorzugen frische, feuchte Erde. In Gärten und Parks wachsen die Blumen oft im Schatten von Bäumen oder in Rindenmulch-Beeten.

Verbreitung

Wild kommen die zarten Glockenblumen vor allem in alpinen Gegenden von den Allgäuer Alpen bis nach Österreich, Italien und Frankreich vor. Auch im Norden Osteuropas und im Westen Chinas sind die Pflanzen weit verbreitet.

Nutzung

rotz ihres deutschen Beinamens Heilglöckchen ließ sich bisher keine heilsame Wirkweise der Pflanzen nachweisen. Die Pflanzen unterliegen in Deutschland besonderem Schutz und eignen sich nicht als Futterpflanze.

Pflege/Schnitt

Die Pflanzen sind an raues Klima gewöhnt und überdauern den Winter in den Rhizomen. Gärtner nutzen eine Sicht aus abgeschnittene Pflanzenteilen oder Rindenmulch um die Cortusa im Winter zusätzlich vor Frost zu schützen. So treiben im Frühjahr schneller neue Blätter und Blüten aus.

Krankheiten/Schädlinge

ortusa Pflanzen sind nicht in besonderem Maße anfällig gegenüber Schädlingen oder Krankheiten.

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