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Eigenschaften

  • mehrjährige Pflanzen
  • winterhart bis -20 °C
  • sommerblühend mit ährigen Blütenständen
  • strauchartig und verholzender Wuchs
  • bevorzugen sonnige Standorte

Chelonopsis

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Die Gattung Chelonopsis, auch bekannt als Röhrennessel, bildet eine von 220 Gattungen der weltweit verbreiteten Familie der Lamiaceae (Lippenblütler). Die Chelonopsis umfasst siebzehn Arten. Ihr Name verweist auf das griechische Wort für Schildkröte (chelona) und bezieht sich auf die Form der kurzen, ährenförmigen Blütenstände der Pflanzen.

Der niederländische Botaniker Friedrich Anton Wilhelm Miquel, der sie 1865 zuerst kategorisierte, differenzierte fünfzehn Arten der Chelonopsis. Zu ihnen kamen in der Folge zwei weitere hinzu. Auch gegenwärtig untersuchen Forscher mögliche weitere Kandidaten der bisher spärlich beschriebenen Gattung. Einige Quellen differenzieren zwei Untergattungen in der Gattung der Chelonopsis aufgrund von morphologischen Unterschieden in der Kelchstruktur sowie ihrem Vorkommen unter jeweils verschiedenen Klimata. Die verschiedenen Arten grenzen Botaniker anhand der Pollenkörner ab, die innerhalb der Gattung differieren.

Blüte

Die tiefgrünen gezähnten Blätter wachsen wechselständig und weisen eine lanzettliche bis eiförmige Form auf. Sie erreichen je nach Art eine Länge von acht bis zwölf Zentimetern. Die Breite der Blätter variiert stark zwischen einzelnen Arten der Chelonopsis.

Die Blüten der Gattung Chelonopsis sind fünfzehn bis vierzig Millimeter lange, schlauchförmige Kelche, was den Pflanzen im Deutschen den Namen Röhrennessel beschert hat. Die Staubgefäße der Chelonopsis sind etwa so lang wie die Blumenkrone. Artabhängig variiert die Anzahl der Blüten, die eine einzelne Pflanze trägt, zwischen zwei und zehn. Öffnet sich die Blüte im Spätsommer, erweitern sich die Blütenblätter an den äußeren Rändern und der Schlauch verwandelt sich in eine längliche Glocke. Sie überdauern von August bis Oktober in Weiß und Gelb, am häufigsten aber in Violett und Purpurrot.

Frucht

Wie für Lippenblütler üblich, bildet die Gattung der Chelonopsis Klausenfrüchte.

Wuchs

Die stauden- oder strauchartig wachsenden, rhizomatischen Pflanzen der Gattung erreichen im Durchschnitt eine Höhe von einem halben Meter. Sie breiten sich langsam aus und messen an guten Standorten nach zwei Jahren einen halben Meter in der Breite. Die Pflanzen sind holzig und langstielig.

Standort

Die Vertreter der Chelonopsis fühlen sich an sonnigen Standorten wohl und vertragen Nachmittagsschatten. Sie haben keine besonderen Ansprüche an den Boden und sind winterhart bis -20 Grad Celsius. In ihren Heimatgebieten wachsen sie in Wäldern und Dickichten in lehmiger, sandiger Erde. Es empfiehlt sich, den einzelnen Pflanzen fünfzig Zentimeter Abstand voneinander zu gewährleisten.

Verbreitung

Am vielfältigsten kommt die Chelonopsis im Südwesten Chinas vor, besonders im östlichen Himalaja. Von den siebzehn Arten sind dreizehn hier beheimatet. Drei weitere sind in Japan endemisch und nur ein Vertreter ist in den Bergregionen von Kaschmir und Pakistan verbreitet. Auch in Taiwan und Tibet finden sich vereinzelte Vertreter.

Nutzung

Seltener finden sich Gattungsarten als Zierpflanzen in Gärten wieder. Die kräftigen Farben ihrer Blüten bilden einen dekorativen Kontrast zum Grün der Blätter. So eignen sich die Pflanzen um im Spätsommer farbige Akzente im Garten, beispielsweise im Staudenbeet, zu setzen.

Pflege/Schnitt

Die Blüten der Chelonopsis sind zerbrechlich und fallen schnell ab. Daher erhalten die Pflanzen Wasser direkt über den Wurzelbereich. So beschädigt das Gießwasser die zarten Blüten nicht.

Krankheiten/Schädlinge

Die Vertreter der Chelonopsis sind anfällig für Mehltaupilze.

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