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Eigenschaften

  • mehrjährig, robust und winterhart
  • typische Pflanzen der nordamerikanischen Prärie
  • hohe buschige Gräser, 0,6 bis 1,5 Meter Höhe
  • grün, im Herbst ocker- bis purpurfarben
  • Nahrung für Tiere, Zierpflanzen

Chasmanthium

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Die Pflanzengattung Chasmanthium gehört der Familie der Süßgräser (bot. Poaceae) an. Auf Deutsch heißt sie Plattährengras, da ihre rautenförmigen Ähren flach gedrückt sind. Die Gräser stammen aus Amerika, ihre indigenen Namen sind Indian wood oats, Creek oats oder Sea oats. Die Wissenschaft erkennt fünf verschiedene Arten an.

Plattährengräser blühen von August bis Oktober. Sie färben im Herbst die Great Plains, die Prärien des nordamerikanischen Kontinents, von Gelb bis in tiefes Purpurrot. Dort sind sie landschaftsprägend und bieten zahlreichen Tieren Nahrung und Schutz. Vom Winde gestreift beginnen die Gräser in hohen leisen raschelnden Tönen zu singen. Auch als Zierpflanzen sind die Gräser beliebt und verleihen auch halbschattigen Plätzen eine kräftige farbliche Nuance.

Blatt

Der Halm des Grases gliedert sich in Knoten und Interodien (Sprossachsen). Die lanzettlichen Blattspreiten setzen knapp oberhalb des Knotens an. Das Blatt erreicht eine Länge von 20 Zentimetern und ist zwei Millimeter breit. Die von der Basis bis zur Rispe wechselständig angeordneten Blätter haben eine gestreifte und glatte Oberfläche. Ihre Farbe, zunächst Grün im Sommer, verfärbt sich gegen Herbst von Gelbtönen bis in glühendes dunkles Kupferrot.

Blüte

Die zwittrige Blüte des Plattährengrases zeigt sich in vielen Teilblütenständen (Infloreszenzen), in eleganten, leicht nach unten geneigten Ähren, die an den Enden der Stiele sitzen. Neun bis 26 Blüten bilden eine Ähre. Die einzelnen Blüten gliedern sich zunächst in eine kürzere Hüllspelze (Hochblatt) und in eine etwas längere Deckspelze (Tragblatt). Auf dieser sitzt die Granne, ein haarförmiges Anhängsel. Auf dem sechs bis acht Millimeter langen äußeren Perigon (Vorspelze), folgt das innere Perigel (Lodiculum). Dieses bewirkt durch Anschwellen das Öffnen der Spelze. Die drei Staubblätter (Stamina) bestehen aus einem Stiel (Filament) und einem zweiteiligen Staubbeutel (Anthere). Der Staubbeutel trägt den Pollen. Der zwei-narbige Fruchtknoten ist oberständig und verwächst mit den Fruchtblättern.

Frucht

Die etwa 20 bis 40 Millimeter langen platt gedrückten Ähren, die im Laufe der Vegetationsperiode grün, ockerfarben, kupferrot und purpurrosa erscheinen, tragen zur Fruchtreife schwarze, flach-ovale Karyopse (Körner). Diese messen vier bis fünf Millimeter und verleihen dem Gras zusätzlich eine dekorative Note.

Wuchs

Die krautige Staude bildet verzweigte Rhizome, ist winterhart und mehrjährig. Sie wächst in lockeren aufrecht stehenden Horsten, misst bis zu 60 Zentimeter im Durchmesser und erreicht eine Höhe von 60 bis 150 Zentimetern. Zu leicht eleganten Bögen geformt zeigen sich ihre Halme, überhängend wippen die Ähren.

Standort

Chasmanthium bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze. Die Böden sind idealerweise nährstoffreich, humos-lehmig, kies-lehmig und frisch feucht. Die Pflanzen der Gattung gedeihen in hellen lockeren Wäldern, an Gehölzrändern und auf großen Wiesenflächen.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Plattährengrases befindet sich hauptsächlich in Nordamerika. Es kommt von Arizona bis Florida, von Michigan bis New Jersey und vereinzelt in Mexiko vor.

Nutzung

In der freien Natur stellt Chasmanthium eine wichtige Nahrungsquelle für große und kleine Pflanzenfresser, Vögel und Schmetterlinge dar. Die Halme dienen dem Nestbau. Die Pflanzenhorste erweisen sich als beliebte Nistplätze. Ebenfalls wächst Chasmanthium als Zierpflanze in Gärten. Sie eignen sich für Beete und Rabatten, an Rändern von Gehölzbereichen, als willkommene Begleitpflanze von Rosen. Gewässerrändern verleihen die Gräser sie durch ihren Wuchs eine spezielle interessante Note. Die Pflanzen eignen sich bestens für Sträuße aus Wild- und Trockenblumen.

Pflege/Schnitt

Die Pflanzen vermehren sich durch natürliche Aussaat. Eine weitere Vermehrungsmethode ist eine Teilen des Gewächses. Der Schnitt erfolgt im Frühling. Im Winter bietet der hohe gelbrote Grasbusch einen bunten Anblick in der Landschaft. Chasmanthium erreicht im dritten Jahr seine volle Wuchshöhe. Die Gräser benötigen im Sommer viel Wasser, vertragen aber im Winter keine Staunässe. Eine circa 25 Zentimeter dicke Humusschicht und ein pH-Wert von fünf bis sieben bieten optimale Wuchsbedingungen.

Krankheiten/Schädlinge

Die Pflanze ist äußerst robust. Etwaige Krankheiten oder Schädlingsbefall sind nicht bekannt.

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