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Eigenschaften

  • ausdauernde Sträucher
  • immergrün
  • winterhart
  • schnittverträglich
  • bis zu 100 Arten

Buchsbäume

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Die Pflanzengattung Buchsbäume (bot. Buxus) sind ausdauernde, meistens verholzende Pflanzen. Sie wachsen als immergrüne Sträucher und in Ausnahmefällen als kleine Bäume. Die Buchsbäume gehören innerhalb der Samenpflanzen (Spermatophytina) in die Klasse der Bedecktsamer (Magnoliopsida). Diese Pflanzen bedecken ihre Samenanlagen durch ein geschlossenes Fruchtblatt. In der Klasse der Bedecktsamer bilden die Buchsbaumartigen (Buxales) eine eigene monotypische Ordnung. Eine weitere Eingrenzung erfolgt durch Einordnung in die Familie der Buchsbaumgewächse (Buxaceae). Buchsbäume (Buxus) bilden in der Untergliederung eine eigene Gattung.

In der früheren Ordnung gehörten Buchsbaumgewächse zur Familie der Spindelbaumartigen (Celastrales). Heute umfasst die Gattung Buchsbäume zwischen 70 und 100 Arten. Die meisten Arten haben sich in Asien entwickelt. Der Schwerpunkt liegt in China.
Die Ordnung der Bedecktsamigen Pflanzen ist nach der neuen Systematik in drei Klassen gegliedert. Die Klasse der Magnoliopsida umfasst unabhängige Entwicklungslinien. Mit rund 300 Gattungen und 8000 Arten ist die Anzahl in diesem Taxon (Ordnung) nicht sehr hoch. Dennoch ist sie durch die Vielfalt ihrer Merkmale die wichtigste Klasse der Bedecktsamer. Eine Unterklasse bilden die Zweikeimblättrigen Pflanzen, die Dikotyledonen, zu denen die Buchsbäume gehören. Die Angiosperm Phylogeny Group veröffentlichte 2009 ihre neue Systematik.

Blatt

Das Blatt ist einfach und es besitzt eine Mittelnerv, der in einen kurzen Stiel übergeht. Die Blätter ordnen sich gegenständig am Zweig an. Die Blattspreite ist elliptisch geformt und rund einen Zentimeter breit sowie einen bis zweieinhalb Zentimeter lang. Eine Besonderheit des Buchsbaums sind die nach unten gebogenen Blattränder. Die Oberseite der Blätter ist glänzend dunkelgrün, die Unterseite etwas heller und matt. Einige Sorten bilden Blätter mit blaustichigem Grün. Einige Kultursorten schmücken sich mit panaschierten Blättern. Manche Sorten zeigen gelbe Blattränder, bei anderen ist die Blattmitte hellgrün. Neben Blattfarben und Blattzeichnungen variieren die Sorten bei der Blattgröße, der Blattform und dem Blattabstand.

Blüte

Die Pflanzen sind einhäusig getrenntgeschlechtig. Die Blüten sind klein, gelblich und duften. Sie bilden ein Blütenknäuel, das in Blattachsen oder endständig am Zweig steht. In der Mitte des Blütenknäuels befindet sich eine endständige weibliche Blüte mit drei Griffeln. Die Griffel haben eine zweigeteilte Narbe. Um die weibliche Blüte ordnen sich mehrere männliche Blüten an. Sie haben vier oder mehr Staubblätter. Die Blüte des Buchsbaums besitzt keine Blütenkrone. Sie besteht aus mehreren kleinen Hüll- und Kelchblättern. Blütezeit ist in Mitteleuropa der Mai. Wegen des reichen Nektar- und Pollenangebotes ist Buchsbaum im Frühjahr eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen.

Frucht

Der Fruchtknoten der weiblichen Blüte besteht aus drei miteinander verwachsenen Fruchtblättern. Es entwickeln sich dreilappige, etwa acht Millimeter lange, graue Kapselfrüchte. Im September spalten sie sich und entlassen aus den drei Samenfächern jeweils zwei Samen. Sie sind schwarz und glänzend. Der Samen besitzt zwei Auswüchse. Sie locken Ameisen an, die den Samen verschleppen und an Naturstandorten für Vermehrung sorgen.

Wuchs

Buchs wächst langsam mit zehn bis maximal fünfzehn Zentimetern pro Jahr. Die Arten des Buchsbaums variieren in ihrem Erscheinungsbild. Manche entwickeln sich mehr in die Höhe, andere strecken ihre Zweige in die Breite. Meistens sind es dicht verzweigte, niedrig bleibende Sträucher. An älteren Pflanzen zeigen sich kahle Stämme unter einem grünen Schopf. Bäume werden bis zu acht Meter hoch. Buchsbaum erreicht ein hohes Alter. Aus manchen Arten sind Kultursorten entstanden. Der Buxus sempervirens ist mit mehr als 60 Auslesen oder Züchtungen bekannt.

Standort

Buchsbaum wächst ursprünglich in Gesellschaft anderer Büsche und Bäume. In Europa war eine Vergesellschaftung mit Eichen häufig. Bei der Auswahl des Bodens ist Buchs nicht wählerisch. Er wächst in sandigen und steinigen Erdmischungen oder kalkhaltigen Berghängen. Neben den mageren Standorten kommen Randlagen an Wäldern mit humosem Boden vor. Buchsbaum verträgt Sonne, Halbschatten oder Schatten. Regenperioden übersteht die Pflanze gut. Weil sie auf mageren Bodenarten gedeiht, ist sie bestens zur Bepflanzung von Plätzen oder Kübeln geeignet.

Verbreitung

Die Pflanzengattung Buchsbaum ist über Europa, Afrika und Amerika verbreitet. Die meisten Arten haben sich in den Tropen entwickelt. Auf Kuba sind zehn Arten Zuhause. Die Mehrzahl ist vom Aussterben bedroht. In Europa kommen ursprünglich zwei Arten vor. In Deutschland war der Gewöhnliche Buchsbaum (Buxus sempervirens) bekannt. Kleine Wildstandorte haben sich erhalten. An der Mosel wächst der Buchs auf kalkhaltigen Steillagen. Die zweite Art, der Balearen Buchsbaum (Buxus belearica), ist auf den Balearischen Inseln und dem südlichen Spanien heimisch. Manche Arten sind aus Gärten verwildert. Große Populationen verschiedener Arten gab es in Europa von Frankreich bis Südengland und im Osten bis zum Iran.

Nutzung

Buchsbaum enthält viele Alkaloide und ist dadurch in allen Teilen giftig. Buxus sempervirens diente in der Vergangenheit zur medizinischen Verwendung.
Durch das langsame Wachstum ist das Holz extrem dicht und hart. Das macht es selten und teuer. Seit Jahrhunderten ist es ein beliebtes Holz für Schnitzereien. Heute ist das Material begehrt für den Bau von Holzblasinstrumenten und für Teile von Streichinstrumenten.
In Deutschland ist Buchsbaum nachweislich seit dem dreizehnten Jahrhundert gärtnerisch von Bedeutung. Buchsbaum verbreitet sich als Zierhecke in Klostergärten und später in den Gärten des Adels. Die Arten des Buchsbaums, vor allem Kulturformen, sorgen in den Rahmenbepflanzungen von Beeten für einen grünen Abschluss. Beliebt sind flächige Bepflanzungen und Pflanzenfiguren.

Pflege/Schnitt

Kultursorten des Buchsbaums gedeihen auf guter, drainierter Gartenerde. Dichte Verzweigungen und viele gesunde Blätter sind die Grundlage für Formschnitte. Im Frühjahr sorgen Kompostgaben, Hornspäne und Mulch über den Wurzeln für den notwendigen Wachstumsschub. Im Sommer hat die Pflanze einen hohen Wasserbedarf. An ungünstigen Stellen helfen Gießränder dabei, Wasser an den Wurzeln zu halten. Pflanzen in Trögen und Töpfen benötigen während des ganzen Jahres Wasser.

Krankheiten/Schädlinge

Im Vordergrund steht der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis). Der kleine, weiße Schmetterling mit schwarzer Zeichnung stammt aus China. Seine ebenfalls kleinen, gelb-schwarzen Raupen fressen in kürzester Zeit eine Pflanze bis zum Gerippe kahl. Es hilft nur, die Raupen einzusammeln und zu vernichten.

Eine weitere Gefahr für den Buchsbaum droht von dem Pilz Cylindrocladium buxicola. Anhaltend feuchte Witterung fördert die Ausbreitung der Pilzsporen. Sie dringen in Blätter und Triebe ein und zerstören die Leitungsbahnen. Bei einzelnen Buchsbäumen hilft ein Rückschnitt bis in gesunde Teile. Benutzte Werkzeuge gehören im Anschluss desinfiziert.

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