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Eigenschaften

  • sommergrüne Sträucher
  • ausdauernd und robust
  • vielfältig gefärbtes Laub
  • pflegeleicht
  • stark winterhart

Blasenspieren

Gattung Physocarpus ab €3.70 kaufen
     
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Die Pflanzengattung der Blasenspieren (bot. Physocarpus) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sei dem Jahr 1838 bilden die Pflanzenarten der Blasenspieren im botanischen Sinn eine eigene Gattung. Davor waren sie der Gattung der Spiersträucher (Spiraea) zugeordnet. Sie gehören ebenfalls zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse.

Physocarpus-Arten sind sommergrüne, mehrjährige Pflanzen. Es handelt sich um stark wüchsige Sträucher, die sich gut für eine Heckenpflanzung und als Solitär eignen. Die im Volksmund als Teufelsstrauch bekannten Gewächse eignen sich als zierende Unterpflanzungen. Beliebt als Ziersträucher sind vor allem die Arten der Gattung, deren Laub kräftig farbig ist. Auffällig ist bei diesen Pflanzen der klare Kontrast zu den weißen Blüten. Die Gewächse aus der Gattung der Physocarpus sind absolut winterhart und brauchen keine aufwendige Pflege.

Blatt

Die Blätter der Physocarpus-Arten stehen wechselständig und sind kurz gestielt. Die Oberfläche der mittelgrünen, bei einigen Arten gelblichen, goldenen oder roten Blätter ist glatt bis leicht behaart. Die Laubblätter aller Arten haben eine breite, eiförmige bis elliptische Form. Sie sind dreifach gelappt und zeigen, abhängig von der jeweiligen Art, einen gesägten Rand. Das Laub dieser Gattung ähnelt in der Form dem Weinlaub. Bei einigen Arten der Gattung färben sich die Laubblätter im Herbst rötlich ein und fallen im Winter ab.

Blüte

Die endständigen Blütenstände sind rundliche oder bei manchen Arten dieser Gattung scheintraubenförmige Trauben. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Der glockenförmige Blütenbecher ist nach oben hin offen. Es gibt keinen Außenkelch. Auch ein Diskus ist nicht vorhanden. Die Kelchblätter der Blüten grenzen aneinander. Sie überdecken sich gegenseitig nicht. Die Kronblätter präsentieren sich leuchtend weiß. Auffällig sind die zahlreichen Staubblätter. An den Blüten zeigen sich zwei bis fünf Stempel, die am Ansatz miteinander verwachsen. Es gibt zwei bis vier Anlagen mit Samen. Die Blütezeit der meisten Arten liegt zwischen Mai und August.

Frucht

Blasenspieren bilden Sammelbalgfrüchte. Das sind mehrere Balgfrüchte, die miteinander verwachsen sind und aus zwei oder mehreren Fruchtblättern bestehen. Die Früchte haben kurze Stiele, sind aufgebläht und stehen aus dem Blütenbecher heraus. Entlang der Nähte öffnen sich die Früchte und setzen ihre Samen frei.

Wuchs

Physocarpus-Arten wachsen buschig bis aufrecht und kompakt. Kleinwüchsige Arten dieser Gattung werden zwischen sechzig und 120 Zentimeter hoch und bis zu 120 Zentimeter breit. Schlank aufrecht wachsende Gehölze der Pflanzengattung wachsen zwischen zwei und fünf Meter in die Höhe. Bei ausgewachsenen Exemplaren hängen die Äste der Pflanzen leicht über. Die mehr als zwei Meter hoch wachsenden Blasenspieren gehen kräftig in die Breite. Zum Teil erreichen sie einen Durchmesser von bis zu drei Meter. Die meisten Arten aus dieser Gattung wachsen langsam.

Standort

Arten der Gattung Blasenspieren stellen wenige Ansprüche an ihren Standort. Sie gedeihen in der Sonne und im Halbschatten. Auch schattige Standorte nehmen sie an. Je kräftiger die Pflanze von der Sonne bestrahlt ist, umso intensiver färben sich ihre Blätter in der für die entsprechende Art typischen Farbe. Anspruchslos sind die Gewächse im Bezug auf das Substrat. Ein normaler, tockener oder feuchter Gartenboden reicht aus. Die Wurzeln tolerieren saure und kalkhaltige Gartenerde. Wegen ihrer starken Winterhärte gedeihen die Arten an kalten Standorten.

Verbreitung

Pflanzenarten aus dieser Pflanzenattung haben ihre ursprüngliche Heimat fast vollzählig in Nordamerika. Sie gedeihen hauptsächlich an den Ufern von Flüssen oder anderen Standorten. Eine Pflanzenart aus der Gattung der Blasenspieren (Physocarpus amurensis) ist in Nordostasien verbreitet. In Europa ist die Schneeballblättrige Blasenspiere (Physocarpus opulifolius) zu Hause.

Nutzung

Gewächse der Gattung der Blasenspieren sind in Europa als Ziersträucher in Parks und Gärten kultiviert. Als Gartenflüchtlinge siedeln sie sich zunehmend in der freien Natur an. Dabei erobern sie Räume, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren.

Pflege/Schnitt

Blasenspieren gedeihen ohne große Zuwendung durch den Gärtner. Eine regelmäßige Gabe von Feuchtigkeit ist nicht notwendig. Gießwasser brauchen die Pflanzen nur in langen heißen und trocknen Phasen. Dünger gibt der Pflanzenfreund bei Bedarf. Die Nährstoffgabe startet im April und reicht bis Ende September. Die Wurzeln der Pflanzen bevorzugen einen Flüssigdünger. Den bekommen sie alle vierzehn Tage. Alternativ arbeitet der Gärtner reifen Kompost in den Boden rund um die Pflanze ein. In diesem Fall benötigen die Pflanzen keinen weiteren Dünger.

Die Arten sind gut schnittverträglich. Lichtet der Pflanzenfreund die Gehölze im zeitigen Frühjahr aus, behalten sie ihre typische Strauchform. Alte Triebe im Innern der Gehölze und besenartige Triebe an den Seiten schneidet er direkt über dem Boden heraus. Mit einem zu starken Schnitt verliert der Strauch seine typische Form mit den überhängenden Zweigen. Außerdem bildet die Pflanze zu viele Seitentriebe. Ein Schnitt an schiefen und quer stehenden Ästen ist im Herbst angezeigt.

Krankheiten/Schädlinge

Blasenspieren sind nicht anfällig gegenüber Krankheiten. Auch von Schädlingen bleiben die Gewächse verschont.

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