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Eigenschaften

  • wachsen ausdauernd und krautig
  • bevorzugen feuchte Standorte
  • gedeihen ohne aufwendige Pflege
  • heilende Wirkung
  • eignen sich hervorragend als Gründünger

Beinwell

Gattung Symphytum ab €3.60 kaufen
     
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Beinwell (bot. Symphytum) gehört als Gattung zur Pflanzenfamilie der Raublattgewächse (bot. Boraginaceae). Weltweit sind innerhalb der Symphytum rund 40 Arten vertreten. Der schwedische Botaniker Carl von Linné (1707 bis 1778) veröffentlichte im Jahre 1753 erstmals den Namen der Gattung.

Beinwell-Arten sind im deutschsprachigen Teil der Schweiz bis in die heutige Zeit unter ihrem Trivialnamen Wallwurz bekannt. Der Name nimmt Bezug auf den alten Begriff "Wallen". Er steht für das Zuheilen von Wunden und Knochenbrüchen. Auch als Beinwurz sind die Pflanzen der Symphytum bis zum heutigen Tag bekannt. Auf den heilenden Effekt deutet auch der Gattungsname Symphytum hin. Die therapeutische Wirkweise von Beinwell-Arten geht auf einen Inhaltsstoff mit dem Namen Allantoin zurück. Die Pflanzen stellen den Stoff in ihren Wurzeln her. Allantoin ist dafür bekannt, die Bildung von Zellen und deren Aufbau zu beschleunigen.

Blatt

Die einfachen Laubblätter der Symphytum-Arten sitzen wechselständig an den Pflanzen. Die Grundblätter der Gewächse sind gestielt. Die Stängelblätter präsentieren sich sitzend. Bei vielen Beinwell-Arten laufen sie an den Stängeln herab. Nebenblätter weisen Beinwell-Gewächse nicht auf.

Blüte

Endständig gebildetete Doppelwickel sind der typische Blütenstand der Symphytum-Arten. Das bedeutet, die Blüten der Pflanzen sitzen am Ende eines Stängels oder Stiels. Deckblätter gibt es nicht. Die Blüten sind fünfzählig und zwittrig. In ihrer Form präsentieren sich die Blüten des Beinwells radiärsymmetrisch. So sind in der Botanik die Formen von Blüten bezeichnet, die bei einem Schnitt durch die Achsen deckungsgleiche Hälften ergeben.

Es gibt fünf Kelchblätter. Sie sind bis in die Mitte der Blüte mit ungleichen Kelchzipfeln verwachsen. Bis zur Reife der Frucht wachsen sie noch leicht. Die fünf Kronblätter sind hell-purpurrot, weiß und seltener gelb. Sie wachsen glockenförmig oder sind röhrig verbunden. In der Kronröhre gibt es fünf Kronschuppen. Diese Anhängsel haben Drüsen. Dreieckig bis halbkreisförmig erscheinen fünf Kronlappen. Ihre Ränder sind gezähnt. Manchmal ist die Spitze nach oben hin eingerollt. Die Staubblätter der Blüten verschmelzen mit der Kronröhre. Die Krone überragen sie nicht. Zwei Fruchtblätter bilden einen oberständigen Fruchtknoten. Kerben teilen ihn in vier Klausen. In jeder dieser Klausen ist ein Samen angelegt. Dünne Griffel im Fruchtknoten enden in einer die Krone überragenden Narbe.

Frucht

Die Beinwell-Arten bilden Klausenfrüchte. Das sind spezielle Formen von Früchten. Sie zerfallen nach ihrer Reife und setzen Samen frei. Die vier Teilfrüchte der Blüte sind eiförmig und weisen dabei manchmal eine ungleiche Form auf. Selten sind die Früchte glatt. Oft sehen sie warzig oder netzartig und runzelig aus. An den Samen der Früchte befinden sich Elaiosomen. Diese fettreichen Anhängsel ziehen mit ihrer kontrastierenden Färbung Vögel an.

Wuchs

Bei den Beinwell-Arten handelt es sich um mehrjährige, krautige, ausdauernde Gewächse. Ihre unterirdischen Teile sind verdickt. Die oberhalb der Erde wachsenden Pflanzenteile sind bei einigen Arten dieser Gattung rau. Manche Arten zeigen sich borstig. Beinwell-Arten erreichen im Wuchs zum Teil Höhen von bis zu einem Meter.

Standort

Symphytum-Arten haben ihren bevorzugten Standort an den Ufern von Seen und Flüssen. Sie gedeihen auf feuchten Wiesen und sind an den Rändern von Wäldern zu finden. Das liegt an ihrer Vorliebe für feuchte, sumpfige und humose Böden. Gute Bedingungen finden die Pflanzen dieser Gattung in halbschattigen Lagen. Sie eignen sich als Unterpflanzung von Gehölzen.

Verbreitung

Ihren natürlichen Lebensraum haben die Pflanzen aus der Gattung Beinwell in ganz Europa. Auch in Nordafrika und in den westlichen Teilen Asiens sowie in Zentralasien sind Arten der Pflanzengattung beheimatet.

Nutzung

Beinwell-Arten fanden über Jahrhunderte Anwendung als Heilkraut. Noch heute sind Symphytum-Arten in Kräutergärten beliebt. Offiziell sind die Beinwell-Arten nur mit Einschränkungen als Heilpflanze zugelassen. In hohen Dosen schaden die enthaltenen Alkaloide der Leber.

Im Garten haben Beinwell-Pflanzen die Funktion als Bodenverbesserer. Sie finden ihren Einsatz als Material zum Mulchen. Jauche aus Pflanzen dieser Gattung eignet sich hervorragend als organischer Stickstoff-Dünger. Selbst aus kargen Böden ziehen die Gewächse noch Nährstoffe.

Pflege/Schnitt

Beinwell-Arten benötigen für eine gedeihliche Entwicklung wenig Pflege. Der Gärtner achtet auf ein feuchtes Substrat. In trockenen Perioden versorgt er die Pflanzen regelmäßig mit Wasser. Lange trockene Phasen schaden den Wurzeln der Beinwell-Arten. Die Pflanzen benötigen für eine gute Entwicklung keinen zusätzlichen Dünger. Die Nährstoffe dem Boden rund um die Wurzeln genügen.

Gegen Ende der Vegetationszeit ist ein kräftiger Schnitt zu empfehlen. Dafür ist der späte Herbst die beste Zeit. Der Pflanzenfreund schneidet alle Pflanzenteile oberhalb des Gartenbodens kräftig zurück. Nach dem großzügigen Rückschnitt treiben die Symphytum-Arten im folgenden Jahr kräftiger aus. Außerdem verhindert ein Rückschnitt das unkontrollierte Ausbreiten der Samen.

Krankheiten/Schädlinge

Pflanzen der Gattung Symphytum sind wenig von Schädlingen heimgesucht. Auch ein Befall mit Pilz oder anderen Krankheiten ist für diese Gewächse nicht von Bedeutung.

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