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Eigenschaften

  • umfangreiche Gattung mit über 250 Arten
  • schmale, lanzettförmige Blätter
  • mehrere trompeten-, glocken- oder röhrenförmige Blüten
  • ausdauernder, krautiger, teils verholzender Wuchs
  • verträgt Temperaturen bis -5 °C

Bartfaden

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In der Familie der Wegerichgewächse (bot. Plantaginaceae) ist der Bartfaden (Penstemon) eine Pflanzengattung. Diese ist mit über 250 Arten eine sehr umfangreiche Gattung. Die Gattung ist ausschließlich von Nord- bis Zentralamerika verbreitet.

Der Bartfaden wächst als einjährige oder ausdauernde Staude, seltener als Strauch. Die Pflanzen erreichen aufrecht wachsend Höhen bis zu zwei Metern. Penstemon begeistern mit prächtigen, farbig leuchtenden Blüten, die in eindrucksvollen Blütenständen zusammenstehen. Auch in hiesigen Breitengraden stehen verschiedene Arten der Gattung in Kultur. Beliebte Gattungsarten sind beispielsweise der Penstemon digitalis, Penstemon barbatus oder der Penstemon strictus. Jedoch übersteht der Bartfaden die kalten, nassen Winter in Europa nur an geschützten Standorten oder bei mildem Klima.

Blatt

Die Blätter der Bartfaden sind meist gegenständig angeordnete Laubblätter. Das heißt, dass die Blätter jeweils entlang der Sprossachse paarweise gegenüber angeordnet sind. Besonders auffallend ist das schmale, lanzettförmige Erscheinungsbild der Blätter. Außerdem haben diese einen glatten, ungezähnten Rand.

Blüte

Die Bartfäden weisen in der Regel viele große Blüten auf, die in auffälligen Blütenständen geballt nebeneinander wachsen. Diese stehen jeweils horizontal vom Stängel ab und besitzen eine trompeten-, glocken- oder röhrenartige Form. Die Blüten bilden eine lange Blütenrispe beziehungsweise Blütentraube. Die Farben der Blüten variieren zwischen leuchtendem Rosa, Rot oder Violett. Dabei besitzen sie häufig einen deutlich abgetrennten Blütenschlund. Der Blütenschlund ist bei den meisten Arten weiß, gefleckt oder gestreift. Zudem ist dieser mit mehreren bartähnlichen Härchen bestückt. Diese Härchen sind der Grund für den Namen der Gattung der Bartfäden. Die Blütezeit ist in der Regel von Juni bis Oktober.

Wuchs

Der Bartfaden ist eine ein- bis mehrjährige Staude. Die meisten Arten des Bartfaden zeichnen sich durch einen ausdauernden Wuchs aus. Manche Arten existieren als Sträucher oder Halbsträucher. Insgesamt sind es aufrecht wachsende Pflanzen mit einer Höhe zwischen zehn und 200 Zentimeter und einer Breite zwischen 40 und 65 Zentimeter.

Standort

Allgemein bevorzugen Pflanzen dieser Gattung einen vollsonnigen, warmen Standort. Außerdem benötigen die Bartfäden Schutz vor zu starkem Wind, damit die Pflanzen nicht abknicken oder abbrechen. Bartfäden breiten sich besonders auf Böden aus, die fruchtbar und vor allen Dingen gut durchlässig sind.

Verbreitung

Alle Arten des Bartfaden kommen ursprünglich aus dem Norden Amerikas und aus Mexiko. Denn das Klima in den westlichen gemäßigten Breiten ist für diese Gattung optimal. Viele Arten sind begrenzt lokal verbreitet, weshalb es in freier Natur wenige Kreuzungen der unterschiedlichen Arten gibt. Da diverse Bartfaden-Arten sich eine eigene ökologische Nische suchen (adaptive Radiation), gibt es viele in ihren Merkmalen verschiedene Arten der Gattung. Sie bewohnen teilweise gänzlich verschiedene Habitate, wie Sumpfwälder, Meeresküsten, Hochgebirge oder Wüsten.

Pflege/Schnitt

Die Blütezeit verlängert sich durch regelmäßiges Entfernen der verwelkten Blüten des Bartfadens deutlich. Damit die Stauden langanhaltend bis in den Herbst hinein blühen, ist es ratsam, die Samenkapseln entlang des Blütenstiels regelmäßig zu entfernen. Dann steht einer Blüte bis zum Frostbeginn im Winter nichts im Wege.
Wenn die Blütezeit sich zu Ende neigt, meist gegen Oktober, empfiehlt es sich, die Stängel bis zum Boden zurückzuschneiden. Der Bartfaden ist halbwinterhart, bis circa minus fünf Grad Celsius übersteht die Pflanze den Winter draußen. Eine Schicht aus Reisig oder ein Vlies schützt sie zusätzlich. In exponierten Lagen ist es wichtig, die Bartfäden auszugraben und frostfrei zu überwintern. Im Frühjahr reicht es aus, den Bartfaden vor Beginn der Vegetationsperiode einmalig mit herkömmlichem Volldünger zu versorgen. Ein weiteres Düngen ist danach nicht mehr erforderlich.
Einige kurzlebige Sorten der Gattung vermehren sich durch Stecklinge. Die Stecklinge wurzeln nach dem Teilen unter Glas, überwintern im Warmen und wachsen dann im Frühjahr am gewünschten Standort. Auch mittels Aussaat vermehren sich die Pflanzen. Hierbei empfiehlt sich eine Aussaat bereits im Herbst am gewünschten Standort.

Krankheiten/Schädlinge

Krankheiten oder Schädlinge sind für die Gattung kaum bekannt. Allerdings ist der Bartfaden besonders in feuchtem, dichtem Lehmboden anfällig für Stängelgrundfäule. Diese entsteht durch Staunässe, welche dazu führt, dass die Wurzeln der Bartfäden abfaulen. Hier schafft eine Drainage durch Zugabe von Sand abhilfe.

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