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Eigenschaften

  • auffälliger Blütenstand aus Kolben und Hochblatt
  • prächtige Fruchtstände
  • dunkelgrünes Blattwerk mit pfeilförmiger Form
  • unempflindlich gegenüber Schädlingen und Krankheiten
  • bevorzugt halbschattige Standorte

Aronstab

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Die Gattung Aronstab (botanisch Arum) ist der Familie der Aronstabgewächse (Araceae) unterstellt. Von den 29 Arten dieser Gattung kommen zwei in Mitteleuropa vor. Die Pflanzen sind echte Verwandlungskünstler. Im Frühjahr stiehlt die flammenförmige Blüte andere Pflanzen die Show, im Herbst verwandelt sich der Blütenstand in eine prächtige Fruchtkomposition, die in knalligen Farben erstrahlt.

Der Volksmund bezeichnet Aronstäbe auch als Stinkblume oder Aasblume. Diese Namen rühren von der Tatsache, dass die Blüten einen auffälligen Geruch verströmen. Sie locken damit ganz besondere Insekten an, die der Bestäubung dienen. Die Pflanzen haben einen einzigartigen Bestäubungsmechanismus entwickelt. Sie fangen die Insekten innerhalb der Blüte in einer Kesselfalle. Erst nach der vollständigen Entwicklung der männlichen Blütenstände öffnen sich die Blüten erneut. Dieser Vorgang dauert rund 24 Stunden und sorgt dafür, dass die männlichen Pollen nicht auf die weiblichen Fortpflanzungsorgane gelangen.

Der Volksmund kennt noch weitere Trivialnamen für Aronstäbe. Dazu gehören Entenschnabel oder Eselsohr. Diese Bezeichnungen verdanken die Pflanzen ihrer außergewöhnlichen Wuchsform. Sie bilden auffällige Blüten aus, die mit ihrer besonderen geschwungenen Form elegant wirken. Sie geben jedem Garten einen anmutigen Charme. Einzelne Aronstabpflanzen sind ein echter Hingucker, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Blüten bilden einen ästhetischen Kontrast zum dunkelgrünen Laub.

Blatt

Arum-Arten bilden zahlreiche Nieder- und Laubblätter aus. Beide Blattarten sind grundständig. Die Laubblätter bestehen aus einer Blattscheide, die den Blattstiel umschließt. Die Blattspreite ist einfach ungeteilt und endet in einer spieß- oder pfeilförmigen Spitze. Ihr Blattrand ist glatt. Einige Adern entwickeln eine auffällige Blattzeichnung. Diese Arten sind beliebte Gartenbewohner, denn die grünen Blätter mit der weißen Aderung erzeugt ein interessantes Farbspiel.

Blüte

Die Blüten dieser eleganten Schönheit entwickeln sich ab April. Sie setzen sich aus einem Schaft, einem Hochblatt und einem Kolben zusammen. Das tütenförmige Hochblatt schlängelt sich erhaben um den Kolben, ähnlich wie ein Mantel. Es ist in hellen Farbtönen von Weiß über hellgelb bis cremefarben mit grünlichen Nuancen eingefärbt und erweckt dadurch den Anschein eines Kronblatts.

Das Hochblatt bildet ein prächtiges Farbenspiel mit dem braunen Kolben. Der Kolben bildet die eigentliche Blüte. Am unteren Teil des Kolbens sitzen die weiblichen Blüten. Männliche Blüten entwickeln sich, nach der Befruchtung der weiblichen Blüten, an der Spitze. Durch diese zeitlich versetzte Entwicklung verhindern die Pflanzen eine Selbstbestäubung. Zwischen den weiblichen und männlichen Blüten sitzen kleine, sich nach unten biegende, sterile Blüten. Arum-Arten entwickeln keine Blütenhüllblätter.

Frucht

Im Herbst verwandelt sich der Blütenstand in einen prächtigen Fruchtstand. An der fleischigen Sprossachse sitzen ab August zahlreiche Beeren, die am Anfang grün erscheinen. Später erstrahlen sie in leuchtend roten Farbtönen. Damit locken sie Tiere an. Nicht alle Tiere vertragen das Gift der Früchte. Es gibt einige Vögel, denen die Inhaltsstoffe nichts ausmachen. Sie fressen die Beeren in der kalten Jahreszeit und tragen zur Verbreitung der Samen bei. So verwandelt sich der Garten im Herbst und Winter zu einer üppigen Nahrungsquelle für viele Vögel.

Wuchs

Die Pflanzen dieser Gattung sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie entwickeln unterirdische Knollen, die der Überdauerung im Winter dienen. Wenn die Temperaturen im Frühjahr das Thermometer hinauf klettern, treiben die Pflanzen aus und entwickeln den ganzen Sommer über prächtige Erscheinungsformen.

Standort

Aronstäbe wachsen in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet hauptsächlich in Laubmischwäldern. Sie kommen unter Gebüschen oder an Uferböschungen vor, die halbschattige Bedingungen bieten. Das macht sie zu idealen Pflanzen für Schattengärten oder an Waldrändern. In zu schattigen Bereichen entwickeln die Pflanzen kleinere Blüten und weniger Früchte. Sie bevorzugen leicht feuchte und humose Böden. Ein leicht lehmiger und leicht saurer Boden begünstigt die Wuchsleistung. Hohe Kalkkonzentrationen vertragen die Pflanzen weniger gut.

Verbreitung

Viele Arten dieser Gattung sind in den tropischen Regenwäldern beheimatet. In Mitteleuropa erstreckt sich das Verbreitungsgebiet über die gemäßigten Zonen von Nordafrika bis Europa und nach Zentralasien. Hier sind sie typische Begleiter von Auwaldgesellschaften. Die Mehrheit der Aronstäbe bevorzugt warme Bedingungen, wie sie in der mediterranen Zone vorherrschen. Lediglich als Topfpflanze lassen sie sich kultivieren, da sie empfindlich auf Frost reagieren. Die nordeuropäischen Arten vertragen kalte Temperaturen und eignen sich optimal für den Außenbereich.

Nutzung

Arum-Arten eignen sich für die Unterpflanzung von Gehölzbeständen und Hecken sowie für eine farbenfrohe Akzentuierung von Uferbereichen. Begleitpflanzen mit ähnlichen Standortansprüchen, wie der Salomonssiegel (Polygonatum) oder das Japanische Berggras (Hakonechloa macra) bilden optimale Pflanzpartner. Auf diese Weise erfahren weniger interessante Bereiche des Gartens eine optische Aufwertung. Halbschattige Bereiche erstrahlen durch auffällige Blühaspekte und vielgestaltige Formen in einem anderen Licht. Arum-Arten schenken solchen Standorten eine besondere Attraktivität und erhöhen gleichzeitig die Artenvielfalt.

Pflege/Schnitt

Aronstäbe sind besonders pflegeleicht und wachsen lange an einer ungestörten Stelle. Während der Wachstumsphase benötigen Arum-Arten viel Wasser. Die Häufigkeit des Gießens richtet sich nach dem Standort. In sonnigeren Bereichen benötigen die Pflanzen häufiger Wasser als im Schattbeet. Sobald das Blattwerk im Herbst abgestorben ist, befindet sich die Pflanze im Ruhezustand. Ab jetzt benötigt sie kein Wasser mehr. Kompostdünger begünstigt das Wachstum der Pflanzen. Es ist optimal, den Boden vor der Pflanzung mit Kompost aufzuwerten. Das dient gleichzeitig der Auflockerung und die Wurzeln dringen besser in das Substrat ein.

Haben sich Aronstäbe am Standort eingewöhnt, vermehren sie sich und entwickeln Jahr für Jahr ein erneutes Blütenspektakel. Im Herbst entwickeln ältere Pflanzen zahlreiche Tochterknollen. Sie eignen sich zur Teilung der Pflanzen. Ein Schnitt der Pflanzen ist nicht erforderlich. Ab August vertrocknen zuerst die Laubblätter und schließlich die gesamte Sprossachse. Vorzeitiges Entfernen der Blätter führt dazu, dass die Pflanze nicht genügend Nährstoffe in der Wurzelknolle speichert. Das verringert ihre Austriebskraft im nächsten Frühjahr. In extrem kalten Wintermonaten zeigen sich die Pflanzen über eine Abdeckung mit Reisig dankbar.

Krankheiten/Schädlinge

Alle Pflanzenteile der Aronstäbe sind giftig. Dadurch ist er absolut unanfällig gegenüber natürlichen Feinden. Fehler in der Pflege führen dazu, dass das Wachstum eingeschränkt ist. Während der Ruhephase im Winter, ist der Knolle nicht zu viel Feuchtigkeit zuzuführen, um keine Fäulnisbildung zu riskieren.

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