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Eigenschaften

  • immergrün
  • lange Blühzeit vom Frühjahr bis in den Herbst
  • duftende Zierpflanze
  • windfest und pflegeleicht
  • bedingt winterhart

Andenstrauch

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Escallonia ist der botanische Name einer Pflanzengattung aus der Familie der Eskalloniengewächse (bot. Escalloniaceae). Die Pflanzen sind immergrüne Gewächse und ihre Gattung vereint rund 145 Arten sowie weitere gezüchtete Kreuzungen, sogenannte Hybriden, unter sich.

Die Pflanzen der Gattung der Escallonia gehören zu den bedecktsamigen Pflanzen, Angiospermen genannt. Ursprünglich ist die Pflanzengattung in den Anden, in Südamerika beheimatet und kommt dort fast ubiquitär vor. Die Anden sind daher namensgebend für die Gattung, die zu Deutsch Andenstrauch heißt. Sie stellen einen wesentlichen Teil der Vegetation in den Anden dar und sind an das dort herrschende Klima optimal angepasst. Auch die feuchten und milden Winter der britischen Inseln, liefern ideales Klima für die Escallonia. Zudem sind die Gewächse widerstandsfähig gegen starke Seewinde. Daher sind die schönen Zierpflanzen dort in vielen Gärten als Wind- und Sichtschutz zu finden.
Auch in Deutschland ziert das bis in den Herbst blühende Gewächs in Form von Hecken oder Kübelpflanzen Haus und Hof.

Blatt

Die Pflanzen der Gattung der Escallonia sind Hartlaubgewächse. Demnach sind sie an häufiger auftretende Trockenzeiten angepasst und tragen immergrüne Blätter. Die langlebigen Blätter der Escallonia sind dunkelgrün und glänzend sowie ledrig, von glatter Oberfläche und gezahnt berandet. Die Blattstiele und jungen Triebe der Escallonia sind häufiger drüsig besetzt und die Blätter stehen wechselseitig zueinander am Zweig.

Blüte

Die Escallonia blüht in ihrer Heimat vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Die Blüten stehen dicht gedrängt in Rispen und sind in sich radiärsymmetrisch. Die Blüten sind fünfzählig und haben eine doppelte Blütenhülle, auch Perianth genannt. Diese schützt die inneren Blütenorgane. Sie besteht aus fünf, miteinander verwachsenen, Kelchblättern und fünf Kornblättern. Die Kornblätter sind deutlich länger, als die Kelchblätter und stehen frei voneinander. Diese unfruchtbaren (sterilen) Blätter umgeben die, zum Fortpflanzen nötigen (fertilen) Blütenteile.

Die fertilen Blütenteile sind die Staub- und die Fruchtblätter. Die Staubblätter, Mikrosphorophyll genannt, sind ebenfalls fünfzählig und in einem einzelnen Kreis angeordnet. Sie erzeugen die Pollen bei männlichen oder zwittrigen Blüten. Die Fruchtblätter nennen sich Karpell. Sie stellen die weiblichen Blütenteile dar. Sie sind zwei- oder dreizählig und miteinander zu einem Fruchtknoten (Ovar) verwachsen. Durch das Vorhandensein von sowohl männlichen als auch weiblichen fertilen Blütenteilen handelt es sich um eine zwittrige Blüte.

Wuchs

Die verschiedenen Arten in der Gattung der Escallonia kommen entweder als Stauch oder als Baum vor und erreichen eine Höhe von bis zu zehn Metern. Sie wachsen aufrecht und breit überhängend. Die Gewächse zeichnen sich durch einen dichtbuschigen und rundlichen Wuchs aus. In Form geschnitten eignen sich die schönen Zierpflanzen hervorragend als Hecken- oder Kübelgewächse für Terrasse und Balkon.

Standort

Die Pflanzen aus der Gattung der Escallonia bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte mit frischen Böden. Dabei ist der Boden idealerweise lehmig und sandig bis kiesig. In eher trockenen Gebieten wächst die Pflanze vor allem entlang von Wasserläufen. In Ihrer Heimat und an anderen Orten mit milden und feuchten Wintern vorherrschen, gedeihen die Pflanzen fast an jedem Standort. So wachsen sie verbreitet auf den britischen Inseln oder an der französischen Atlantikküste. Auch das Überwintern im Freiland stellt in diesen Gegenden kein Problem dar. In den meisten Teilen Deutschlands ist jedoch möglichst ein vor Frost geschützter Standort zu wählen.

Verbreitung

Die Pflanzengattung der Escallonia stammt ursprünglich aus den Anden, dem größten zusammenhängendem Gebirgszug der Erde. Die Escallonia ist dort weit verbreitet und macht einen großen Anteil der natürlichen Vegetation aus. Sie gehört zusammen mit einigen anderen Pflanzengattungen fest zum Unterwuchs der immergrünen Andenwälder. Die vielen Unterarten der Pflanzengattung zeigen ein unterschiedliches Vorkommen. In verschiedenen Regionen finden sich spezielle ökologische Nischen der einzelnen Arten.

Nutzung

In Europa sind die Pflanzen aus der Gattung der Escallonia vor allem Ziergewächse. Sie dienen als Sicht- und Windschutz in Form von Hecken oder zum Verschönern von Gärten, Balkonen und Terrassen. Auch der aromatische Duft, den die Pflanzen verströmen, ist sehr beliebt.

In ihren Heimatländern in Südamerika sind die Andensträucher seit langem Nutzpflanzen. Das Holz der Escallonia dient traditionell zum Herstellen von Werkzeugen und zu Bauzwecken. Es ist hart und gut zu bearbeitet. Aus den jungen Trieben flechten Kunsthandwerker beispielsweise Körbe. Zudem finden die Pflanzen in großem Maße als Brennstoff Einsatz. Da sich die Pflanzen intensiv wirtschaftlich genutzt finden, ist der Bestand der Escallonia zurückgegangen.

Pflege/Schnitt

Die Escallonia ist eine weitestgehend pflegeleichte Pflanzengattung. Die Pflanzen gedeihen an vielen Orten und vertragen einen starken Rückschnitt. So wächst die Pflanze kompakt und findet sich gern als Hecken- und Kübelgewächs gepflanzt.

Ideal ist es, die Pflanze nach der Blüte zurückzuschneiden und sie zwischen Mai und September auszulichten. Auch periodische Trockenphasen toleriert die Pflanze problemlos, sodass ein übermäßiges Wässern der Pflanzen nicht notwendig ist.
Etwas schwieriger ist das Überwintern der Pflanzen in Deutschland, da die Winter für die Pflanzen in der Regel zu hart sind. In Weinbaugebieten ist es bei milden Wintermonaten einfacher, die Pflanze sicher durch die kalte Jahreszeit zu bringen. Ideal zum Überwintern sind Temperaturen zwischen fünf und zehn °C. Bei Temperaturen unter minus fünf Grad Celsius frieren die Pflanzen oberflächlich zurück. In der Regel treiben sie jedoch im Frühjahr erneut problemlos aus. In unseren Breiten empfiehlt es sich, die Pflanzen in einem Kalthaus unterzubringen oder Pflanzen im Freiland mit einem Vlies oder Reisig abzudecken und so vor Frost zu schützen.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Andenstrauch Escallonia

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