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Eigenschaften

  • Blütenpracht vom Herbst bis ins Frühjahr
  • zweifarbige, große Laubblätter
  • große Artenvielfalt
  • vor allem im Mittelmeerraum beheimatet
  • mehrjährig bei richtiger Pflege

Alpenveilchen

Gattung Cyclamen ab €5.90 kaufen
     
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Alpenveilchen (bot. Cyclamen) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Myrsinengewächse, die zur Familie der Primelgewächse gehört. Die Gattung beinhaltet 22 Arten, die größtenteils im mediterranen Klima des Mittelmeerraumes wachsen. Lediglich eine Art, das europäische Alpenveilchen, ist wirklich in den Alpen beheimatet.

Der deutsche Name der weltweit Zyklamen genannten Alpenveilchen basiert damit auf einer im Alpenraum beheimateten Art. Das bekannteste, als Zimmerpflanze beliebte Alpenveilchen stammt ursprünglich aus Kleinasien. Von dort kam es im 17. Jahrhundert nach Europa und ist hierzulande als Zimmer-Alpenveilchen geschätzt. Alle Arten der Gattung Cyclamen sind krautige, ausdauernde Pflanzen, die scheibenförmige Überdauerungsorgane aufweisen. Vor allem rund um den Mittelmeerraum wachsen Alpenveilchen aufgrund der optimalen Bedingungen zahl- und artenreich. Viele Arten verfügen über landestypische Eigennamen, für die es einige Synonyme gibt. Die Pflanzen dieser Gattung sind wegen ihrer langen Blütezeit und der großen, stilvollen und farbenprächtigen Farben beliebt.

Blatt

Die Laubblätter des Alpenveilchens sind lang gestielt und einfach. Viele Arten weisen eine helle Zeichnung auf der Blattoberseite auf, wodurch das Laub attraktiv zweifarbig ist. Die Blattform ist rund bis herzförmig, an den Rändern glatt bis wenig wahrnehmbar geriffelt. Bei einigen Kultur- und Zuchtformen sind die Blattränder sichtbar gezähnt oder rüschenförmig wachsend. Durch die zweifarbige Optik der Blätter kommen die dunkelgrünen Nerven gut zur Geltung, da sie sich größtenteils unter den dunkler gefärbten Laubteilen befinden. Je nach Art und Größe erscheint das Laub der Gattung Cyclamen scheiben- bis tellerförmig und ist im Verhältnis zur Blüte extrem groß.

Blüte

Die Blüten aller Cyclamen Arten befinden sich endständig auf langen Stielen. Alpenveilchen bilden Einzelblüten mit einer glatten Oberfläche aus. Auch wenn die Blüten oftmals nach unten hängen, stehen die Kronblätter aufrecht und nach oben gebogen. An den Rändern sind die Blütenblätter wellig bis glatt, nur bei besonderen Zuchtformen weisen sie starke Riffeln oder Zacken auf.

In der Natur blühen Zyklamen weiß, zartrosa bis pink oder rot bis violett. Die beliebten Zimmer-Alpenveilchen sind in zweifarbigen Nuancen und mit teilweise kräftiger Akzentuierung der Ränder erhältlich. Die nach oben gebogenen Kronblätter erreichen je nach Art eine Länge zwischen drei und zehn Zentimeter. Als Zimmerpflanze blühen Alpenveilchen vom September bis in den April.

Frucht

Alpenveilchen haben kapselförmige Früchte. Während des Wachstums krümmt sich der Stiel ein und versenkt die Kapselfrucht im Boden. Alle Cyclamen Arten bilden Früchte, die sich erst nach dem Versenken und damit unterirdisch öffnen. Die Früchte sind unscheinbar und durch den Wuchs in die Erde, oftmals nicht erkennbar. Der Fruchtstiel verformt sich im Reifezeitraum spiralenartig.

Wuchs

Die Pflanzengattung Cyclamen wächst krautig, ist ausdauernd und bildet scheibenförmige Knollen als Überdauerungsorgane aus. Alpenveilchen unterscheiden sich nach Art in der Wuchshöhe und Wuchsbreite, sowie in der Größe der Laubblätter und Blüten. Ein markantes Merkmal aller Arten der Gattung Cyclamen, sind die an kurzen Stielen über dem Erdreich wachsenden, großen Laubblätter. Die bedeutend längeren Blütenstiele überragen das Laub deutlich. Die Wuchshöhe hängt von der Art und vom Standort sowie den Umgebungsbedingungen ab. Ein Großteil der Arten erreicht eine durchschnittliche Wuchshöhe von 30 bis 50 Zentimetern. Zwerg-Arten erreichen eine maximale Höhe von zehn bis zwölf Zentimetern.

Standort

Alle Arten der Pflanzengattung Cyclamen benötigen einen hellen und halbschattigen Standort. Bei Temperaturen um 15 °C fühlen sich Alpenveilchen am wohlsten, während sie bei sommerlichen Temperaturen nicht blühen. Die ideale Erde ist trocken und die Bewässerung sparsam. Der direkte Kontakt mit Wasser lässt Alpenveilchen faulen und sorgt für herabhängendes, gelb werdendes Laub. Ein sonniger Standort eignet sich für die Pflanzengattung Cyclamen nicht.

Verbreitung

Die insgesamt 22 Arten aus der Gattung der Alpenveilchen sind vor allem im Mittelmeerraum beheimatet. Auch in Europa, in Afrika und Kleinasien wachsen Cyclamen. Die Verbreitung rund um das Mittelmeer ist auf Areale verteilt und nicht gesamtflächig. Viele Arten wachsen auf Zypern, im Libanon, in Algerien und in Tunesien. Georgien und West-Kreta, Rhodos, Ischia und die Türkei sind besonders artenreiche Verbreitungsgebiete des Alpenveilchens. In den namensgebenden Alpen gedeiht nur eine einzige Art, das europäische Alpenveilchen. Neben den wilden Vorkommen wachsen Kulturzuchten der Gattung Cyclamen weltweit in Gärten, auf Terrassen und in Zimmern.

Nutzung

Alpenveilchen sind reine Zierpflanzen, die wegen ihrer langen Blütezeit und ihren attraktiven Blüten schätzt. Im mitteleuropäischen Klima ist die Gattung Cyclamen eine Zimmerpflanze, die frost- und hitzeunverträglich ist. Dabei handelt es sich um kultivierte Formen, größtenteils als Hybrid gezüchtet. Frühlings- und herbstblühende Arten sind im Mittelmeerraum winterhart und gedeihen an kühlen, schattigen Plätzen in Gärten und Parks.

Pflege/Schnitt

Vertrocknete Laubblätter und Blüten schneidet der Gärtner ab. Durch die Entfernung abgestorbener Pflanzenteile erhält das Alpenveilchen neue Kraft und bildet zahlreiche Blüten, sowie frisches Laub aus. Die Bewässerung und die Wahl des Standortes erfordern Aufmerksamkeit. Das Gießwasser kommt nicht direkt in den Pflanztopf, sondern in einen Untersetzer. Die Arten der Gattung Cyclamen sind sorgfältig vor Frost- und Hitzeeinwirkung zu schützen.

Krankheiten/Schädlinge

Da das Alpenveilchen größtenteils als Zimmerpflanze zum Einsatz kommt, sind Pflanzenschädlinge seltener anzutreffen. Krankheiten treten dennoch auf und stehen im Zusammenhang mit Fehlern in der Pflege. Bei zu feuchter Erde und Staunässe bilden sich Grauschimmel oder die Knollenfäule. Seltener erkrankt das Alpenveilchen an Pilzerregern. Grauschimmel sorgt für einen grauen, schimmelartigen Belag auf den Laubblättern. Bei zu später Erkennung und starkem Befall geht die Pflanze ein. Grauschimmel vermeiden, heißt, lieber weniger als zu viel zu gießen.

Leidet die Pflanze unter Knollenfäule, ist eine Rettung ausgeschlossen. Bei zu häufigem und zu gut gemeintem Gießen und nicht entferntem, abgestorbenen Laub erhöht sich das Risiko der Erkrankung. Knollenfäule ist an einem unangenehmen, feucht-moosigen Geruch aus dem Blumentopf erkennbar und führt regelmäßig zum Absterben des Alpenveilchens. Im Freiland wachsende Alpenveilchen sind beliebt bei den Larven der Dickmaulrüssler und der Cyclamenmilbe. Die Rüssler-Larven sind abzusammeln. Sie bilden bei rechtzeitiger Erkennung keine Gefahr für das Alpenveilchen. Bei einem Cyclamenmilbenbefall beginnt der Schaden am frischen Trieb, später an der Wurzelknolle. Der Befall lässt sich an Fraßspuren auf Blüten und Blättern erkennen. Die unterirdisch lebende Milbe lässt sich nur durch Umtopfen entfernen.

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