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Eigenschaften

  • Schwimmpflanzen
  • teppichbildend
  • in den Tropen beheimatet
  • behaartes Laub mit Lotuseffekt
  • herbstverfärbend

Algenfarne

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Algenfarne (bot. Azolla) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Schwimmfarngewächse. Die Gattung der Azolla unterteilt sich in sieben Arten, die ausschließlich in den Tropen gedeihen. Alle Algenfarne sind Schwimmpflanzen, deren Laub und Blüten an der Wasseroberfläche treiben. In der Größe unterscheiden sich die einzelnen Arten enorm. Einige Azolla wachsen auf eine Größe von fünf Millimetern heran, andere Vertreter erreichen bis zu 15 Zentimeter.

Jean-Baptiste de Lamarck stellte die Pflanzengattung auf und bezog sich bei der Namensgebung auf die Eigenschaften der Algenfarne. Der Name stammt aus dem Griechischen. In der Übersetzung bedeutet Azo Dürre und Ollyo töten. Bei Trockenheit stirbt der Algenfarn ab. Überlieferte Vermutungen besagen, dass Azolla Arten im Eozän for 49 Millionen Jahren für eine enorme Abkühlung der Erde sorgte. Blühende Algenfarne entziehen der Atmosphäre eine große Menge Kohlendioxid. Einige Wissenschaftler und Pflanzenforscher gehen davon aus, dass die konstante Vereisung der Pole mit dem großen Vorkommen an Algenfarnen in diesen Regionen im Zusammenhang steht. Als Zierpflanze hat sich der Algenfarn in Gartenteichen und Aquarien etabliert. Die natürliche Verbreitung bezieht sich größtenteils auf die Tropen. Durch die Kultivierung und Bedeutung als Aquarien- und Teichpflanze, ist Azolla heute dennoch weltweit beheimatet.

Blatt

Der Algenfarn ist eine Schwimmpflanze, deren Laub vollständig auf der Wasseroberfläche treibt. Je nach Umgebungsbedingungen sind Azolla ein- oder mehrjährig. Die engstehenden Laubblätter der Pflanzengattung Algenfarne sind zweireihig angeordnet. Jedes Einzelblatt verfügt über einen ins Wasser eingetauchten Unterlappen. Der Oberlappen ist über Wasser und mit Luft befüllt. Auf der Blattoberseite haben Algenfarne kleine, dicht beieinander stehende, nicht benetzbare Härchen. Die Härchen erzeugen den Lotuseffekt, der Nässe auf den Laubblättern in Form von kleinen Wasserperlen zeigt. Die Laubblätter des Algenfarns sind hell- bis mittelgrün und blass. Einige Azolla Arten schimmern silbrig weiß oder blau. Vor allem im Sommer sind die Laubblätter der Algenfarn Arten von blasser Farbgebung. Farnuntypisch, ist das Laub im Einzelblatt rund, oval oder eiförmig und spitz zulaufend. Eine Besonderheit der Blätter ist ihre tiefrote Herbstfärbung.

Frucht

Die Pflanzengattung Azolla bildet keine Früchte. Algenfarne vermehren sich über Sporen, gebildet in runden Sporenkapseln.

Wuchs

Die Wurzeln schwimmen unter Wasser, während die verzweigten Stängel, Laubblätter und Blüten aufrecht nach oben treiben. Algenfarne sind kleinwüchsig und erreichen eine Wuchshöhe zwischen 0,5 und 15 Zentimetern. Durch die Bildung dichter Teppiche, wächst die Gattung Azolla breit und erreicht, je nach Art und Standort, bis zu 30 Zentimeter in der Breite. Die Stängel sind in unregelmäßig gabelförmig verzweigt und breiten sich mattenartig aus. Der Großteil der Pflanze wächst unter der Wasseroberfläche. Die grünen Stängel nehmen, im Gegensatz zur Belaubung, keine Herbstfärbung an.

Standort

Der Algenfarn bevorzugt einen dauerhaft nassen, sonnigen und warmen Standort. In den Tropen ist die Pflanze winterhart, während Azolla in der gemäßigten Klimazone im Haus überwintert. Ebenfalls eignet sich ein halbschattiger Standort. Auch wenn der Algenfarn unter diesen Bedingungen nicht blüht. Der ideale Bodengrund ist nass, moorig oder sumpfig und humos.
Die Pflanzengattung Azolla hat einen hohen Nährstoffanspruch. Als Aquarienpflanze benötigt der Algenfarn eine spezielle Beleuchtung. Pflanzenleuchten mit Tageslicht sind optimal. Sehr kleinwüchsige Arten wachsen auch im Vivarium, da sie nur kurze Wurzeln bilden und für flache Gewässer geeignet sind.

Verbreitung

Alle Algenfarnarten sind in den Tropen beheimatet. In Afrika, in Amerika und in Asien oder im subtropischen Nordamerika ist die größte Artenvielfalt angesiedelt. Natürliche Vorkommen in Mitteleuropa und den weltweit gemäßigten Zonen basieren auf der Einfuhr als Teich- und Aquarienpflanze und ihrer Vermehrung durch Sporen. Die sieben Arten sind in den wenigsten Gebieten der Erde gleichzeitig angesiedelt. Vor allem in der neuen Welt hat sich die Schwimmblattpflanze ausgebreitet. In Mitteleuropa ist der Algenfarn stellenweise Neophyt. Das bedeutet, dass Azolla erst nach der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 eingeführt oder unbewusst eingeschleppt wurde.

Nutzung

In Europa ist der Algenfarn eine Zierpflanze im Aquarium oder im Gartenteich. Auf asiatischen Reisfeldern sind Azolla ein Unkraut. Dort erfüllen sie die Funktion eines natürlichen Düngemittels. Die Pflanzen halten Mücken fern. Dieser Umstand ist auf den Reisfeldern und bei der Teichbepflanzung von unschätzbarem Wert. In seichten Gewässern und am Uferrand ist die Pflanzengattung Azolla Versteck und Laichplatz für Fische. Die größte Aufmerksamkeit im Nutzen erhält der Algenfarn als reine Zierpflanze.

Pflege/Schnitt

Der anspruchslose, leicht zu pflegende Algenfarn benötigt keine erhöhte Aufmerksamkeit. Da er sich großflächig ausbreitet, dünnt der Aquarianer oder Teichbesitzer den dichten Teppich in regelmäßigen Abständen aus. Im gemäßigten Klima überwintert der Algenfarn im Haus. Er ist vor dem ersten Frost vorsichtig aus dem Teich zu nehmen. Für die Überwinterung im Haus eignet sich ein Gefäß in ausreichender Höhe gefüllt mit Wasser. Entfernte Pflanzenteile kommen auf den trockenen Kompost. Bei Feuchtigkeit wachsen sie weiter.

Krankheiten/Schädlinge

Die Pflanzengattung Azolla ist robust und nicht krankheitsanfällig. Lediglich Trockenheit oder nährstoffarme Gewässer und Böden führen zum Absterben der Pflanze. Im Aquarium besteht die Gefahr mangelnder Nährstoffe, die zum Braunwerden der Laubblätter führt. Die optisch als Trockenschäden wahrgenommene Verfärbung zeigt Nährstoffmängel oder zu wenig Licht an.

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