Klassifikation

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  • Ordnung: Rosenartige
  • Familie: Ulmengewächse
  • Gattung: 2 Einträge
  • Art: 1 Eintrag
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Eigenschaften

  • meist sommergrüne Laubgehölze
  • Bäume mit bis zu 40 Metern Höhe oder strauchartiger Wuchs
  • asymmetrische Blattspreite
  • Flügelnüsse zur Ausbreitung der Samen
  • wirtschaftliche Nutzung des Holzes

Ulmengewächse

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Die botanische Familie der Ulmengewächse, mit botanischem Namen Ulmaceae, gehört zur Ordnung der Rosenartigen (bot. Rosales). Die als Bäume, seltener als Sträucher, wachsenden Ulmengewächse kommen hauptsächlich in nördlichen Regionen der Erde vor. Vornehmlich handelt es sich um laubabwerfende Bäume, wenige Pflanzen sind immergrün. Einige Arten ihrer Gattungen sind Kulturpflanzen und aufgrund ihres Holzes vielfältig nutzbar.

1815 erwähnt der Botaniker Brisseau de Mirbel die Ulmaceae erstmals wissenschaftlich. Die Familie der Ulmengewächse ist unterteilt in sieben Gattungen, die rund 35 Arten umfassen. In Europa sind die bekanntesten Vertreter der Familie die Ulmen aus der gleichnamigen Gattung (bot. Ulmus). Sie ist die größte Unterteilung der Familie mit bis zu 30 Arten. Die Zelkoven (bot. Zelkova) mit bis zu sieben Arten bilden die zweitgrößte Gattung, gefolgt von Ampelocera mit drei Arten. Die Gattungen Holoptelea und Phyllostylon zählen zwei Arten, Hemiptelea und Planera jeweils eine Art.
Die Zürgelbäume (bot. Celtis) zählten früher zu den Ulmaceae. Jedoch sind sie heute den Hanfgewächsen (bot. Cannabaceae) zugeordnet.

Blatt

Die Blätter der Ulmengewächse sind einfach und stehen meistens wechselständig und zweizeilig. Die Blattspreite ist ungleichmäßig geformt. Das Laubblatt hat vorwiegend einen stark gesägten Rand und oft früh abfallende Nebenblätter. Die meisten Ulmengewächse sind sommergrün und verlieren in der kalten Jahreszeit ihr Laubkleid.

Blüte

Die Pflanzen der Ulmaceae haben vorwiegend unscheinbare Blüten, die einzeln stehen oder in unterschiedlich ausgeformten Blütenständen angeordnet vorkommen. Oft sind sie büschelförmig und sitzen in den Blattachseln. In der Regel bestehen sie aus fünf, bei einigen Arten aus zwei oder bis zu neuen Blütenhüllblättern. Die Blüten sind entweder eingeschlechtig mit fertilen Staubblättern respektive Fruchtknoten, oder zwittrig. Das Bestäuben überlassen die Ulmengewächse dem Wind.

Frucht

Auch bei den Früchten verlassen sich die Ulmengewächse auf das Verbreiten durch den Wind. Sie bilden Flugfrüchte aus. Diese Flügelnüsse, auch Samara, sind Nüsse mit einem Samen und meistens zwei Blättern.

Wuchs

Ulmengewächse sind Laubgehölze, die als Bäume auf Höhen von bis zu 40 Metern wachsen. Auch kommen Ulmaceae als Strauchgewächse vor. Sie wachsen aufrecht oder mit ausladenden Kronen.

Standort

Aufgrund der beachtlichen Größe, die viele Ulmengewächse erreichen, finden sich Vertreter der Familie als Kulturbäume vorwiegend in großen Parks und auf öffentlichen Grün. Kleinere Arten stehen in Hausgärten. Natürlich wachsend, kommen sie in freier Landschaft in verschiedensten Umfeldern und Untergründen vor.

Verbreitung

Ulmengewächse sind in gemäßigten bis subtropischen Gegenden der nördlichen Hemisphäre weit verbreitet. In ariden oder borealen Zonen sind sie nicht heimisch. Ebenfalls wachsen sie nicht im Hochgebirge. Schwerpunktmäßig finden sich vor allen die Vertreter der Gattung Ulmus in Nord- und Osteuropa, die restlichen Gattungen wachsen vorwiegend in Asien. Auch auf dem amerikanischen Kontinent wachsen Familienmitglieder der Ulmaceae inner- und außerhalb der tropischen Zonen. In Afrika stehen sie ausschließlich in tropischen Gegenden. Die Gattung Zelkoven wächst mit etlichen Arten in Südeuropa.

Nutzung

Der wirtschaftliche Nutzen der Ulmengewächse beschränkt sich vornehmlich auf die Gattungen der Ulme und Zelkova. Verschiedene Arten haben edles Holz, das im Möbelbau sowie als Parkett Einsatz findet. Die Hölzer der Ulmen verarbeitet die Industrie aufgrund ihrer ausdrucksstarken Optik zu hochwertigen Furnieren. Nachrangigen Nutzen haben Fasern der Ulmen als Bast oder Einstreu in der Viehzucht.

Pflege/Schnitt

Besondere Pflegemaßnahmen benötigen die Ulmengewächse nicht. Lediglich bei den Ulmen ist auf Schädlingsbefall zu achten und adäquat zu reagieren. Ein Rückschnitt ist bei den Ulmengewächsen nicht erforderlich. Ziergehölze kann der Gärtner in Form schneiden oder auslichten. Dies geschieht am besten vor dem Austrieb von Februar bis März.

Krankheiten/Schädlinge

Das sogenannte Ulmensterben stellt eine große Gefahr dar. Die größte Gattung innerhalb der Ulmengewächse ist stark von der Holländischen Ulmenkrankheit betroffen. Die meisten Arten der Ulme sind durch sie weltweit vom Absterben bedroht. Auch die Gattung der Zelkoven ist von dieser tödlich verlaufenden Krankheit gefährdet. Ebenso kämpfen Ulmen mit dem Ulmensplintkäfer und dem Asiatischen Laubholz-Bockkäfer sowie Schildläusen.

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