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  • Ordnung: Heidekrautartige
  • Familie: Storaxbaumgewächse
  • Gattung: 4 Einträge
  • Art: 4 Einträge
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Eigenschaften

  • enthalten Saponine und Flavonole
  • bilden Kapselfrüchte
  • glockenförmige, weiße, duftende Blüten
  • verholzender Wuchs
  • ursprünglich aus Eurasien

Storaxbaumgewächse

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Die Familie der Storaxbaumgewächse (Styracaceae) gehört zur Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Sie umfasst elf Gattungen mit rund 150 bis 180 Arten. Typusgattung der Pflanzenfamilie ist Styrax. Die Styracaceae gehörten früher in die Ordnung der Ebenales, heute gehören sie den Ericales an.

Storaxbaumgewächse enthalten Saponine und die beiden natürlichen Flavonole Kaempferol und Quercetin. Quercetin (lat. quercus, Eiche) bezeichnet einen gelben Naturfarbstoff, den viele Pflanzen, wie der Färbereiche, enthalten. Einzelne Arten der Storaxbaumgewächse liefern Harze. Die Storaxbäume (Styrax L.) sind mit 120 bis 150 Arten die größte Gattung innerhalb der Familie und umfassen rund 80 Prozent aller Arten von Styracaceae. Die Styrax sind am weitesten verbreitet. Der Storaxbaum (Styrax officinalis) ist dafür bekannt, das er bis ins 18. Jahrhundert das wohlriechende Storaxharz lieferte. Dies diente zur Verwendung in Räucherwerken und zur Herstellung von Parfums. Ein beliebter Vertreter der Styracaceae ist der Japanischer Storaxbaum oder Japanischer Schneeglöckchenbaum (Styrax japonica), der aufgrund seiner weißen, glockenförmigen und duftenden Blüten oft als Zierpflanze in Gärten und Parks wächst.

Blatt

Storaxbaumgewächse haben große Laubblätter; bei einzelnen Arten weisen sie eine Länge von bis zu 20 Zentimetern auf. Die Blätter stehen wechselständig und spiralig an den Zweigen. Sie sind einfach (ungeteilt) und gestielt, behaart oder seltener kahl. Der Rand der Blattspreite ist gesägt, seltener glatt oder gelappt.

Die Blätter der Styracaceae (sowie auch die jungen Zweige und Früchte) weisen mehrzellige, stern- oder schildförmige Trichome auf (lebende Pflanzenhaare). Diese verleihen den Storaxbaumgewächsen ihren charakteristischen silbrigen oder seltener bräunlichen Glanz. Styracaceae bilden keine oder nur sehr kleine Nebenblätter aus.

Blüte

Styracaceae sind traubig, rispig oder zymös. Seltener stehen die Blüten in Büscheln zusammen oder einzeln. Die Blüten der Storaxbaumgewächse sind zwittrig, radiärsymmetrisch und vier- bis fünfzählig. Sie verfügen über ein doppeltes Perianth (Blütenhülle). Der Blütenbecher (Hypanthium) verwächst mit der Fruchtknotenwand und ist länger als die Kelchblätter, jedoch niedriger als die Kron- und Staubblätter. Die Blüten der Styracaceae haben weiße Kronblätter, seltener leicht rötlich. Sie verwachsen an der Basis leicht miteinander und bilden eine Glockenform.
Die Arten der Gattung Bruinsmia bilden freistehende Kronblätter. In den Blüten stehen zehn (acht bis 13) Staubblätter mit gelblichen Staubbeuteln. Die Anzahl der Staubblätter ist meist doppelt so hoch wie die der Kronblätter. Sie verwachsen an der Basis bis maximal zur Hälfte mit den Kronblättern und stehen in einem Kreis. Der Staubfaden ist gedrungen und geht ohne sichtbare Abgrenzung in den Staubbeutel über. Die Fruchtblätter verwachsen zu einem halb- bis ganz unterständigen Fruchtknoten, der jeweils eine hängende oder aufrechte Samenanlage aufweist. Der Griffel der Styracaceae-Blüten läuft in einer kopfigen oder zwei- bis fünflappigen Narbe zu. Storaxbaumgewächse bilden keine Hochblätter aus.

Frucht

Styracaceae bilden Kapselfrüchte, die entlang der Mittellinie der Fruchtblätter aufspringen (lokulizidal), seltener Steinfrüchte oder geflügelte Nussfrüchte. Zwar besteht der Fruchtknoten aus drei bis fünf Fruchtblättern und die Frucht ist im unteren Teil dementsprechend untergliedert, dennoch enthalten die Früchte nur einen oder zwei Samen (seltener bis zu 50). Die Samen sind kugel- oder ellipsenförmig und braun. Einige Arten (Alniphyllum) bilden flache Samen aus, die gerippt sind oder kleine Flügel haben.

Wuchs

Styracaceae enthalten viel Harz und verholzen. Sie wachsen als Bäume oder Sträucher und sind laubabwerfend, seltener immergrün.

Verbreitung

Styracaceae kommen ursprünglich aus Eurasien. Die ältesten bekannten Fossilien, die in die Familie der Storaxbaumgewächse gehören, sind dem Erdzeitalter Frühes Eozän zugeordnet. Die untersuchten Fossilfunde haben ergeben, dass die Verbreitung der Styracaceae in einem geschlossenen Areal stattfand und die Ausbreitung in den nordamerikanischen Raum erst später erfolgte.
Das gegenwärtige Areal ist disjunkt und erstreckt sich über die Refugien der Mischwälder aus dem Tertiär auf der Nordhalbkugel. Disjunkte Areale sind Teilareale, getrennt vom übrigen Verbreitungsgebiet. Im mediterranen Raum gedeiht der Styrax officinalis, auf dem restlichen europäischen Festland gelten alle Arten als ausgestorben.

Die Familie der Storaxbaumgewächse hat aktuell zwei Hauptentfaltungszentren: Ein Hauptteil der Arten wächst in den Tropen Südamerikas und weist ein Vorkommen bis nach Mexiko auf. Das zweite Zentrum der Artenvielfalt liegt in Südostasien mit Schwerpunkt auf den chinesischen Laubwäldern. Hier wächst eine Vielzahl von Arten, die nur in diesen Gebieten vorkommen (endemisch). Einzelne Arten gedeihen in warmen, gemäßigten bis tropischen Gebieten, in Kleinasien und im Mittelmeerraum.

Nutzung

Storaxbaumgewächse wachsen als Ziergehölze in Gärten oder Parkanlagen. Einige Arten wie der Benzoeharzbaum (Styrax benzoin) und der Siam-Benzoeharzbaum (Styrax tonkinensis) liefern wohlriechende Harze.

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Pterostyrax

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Storaxbäume

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