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  • Ordnung: Steinbrechartige
  • Familie: Steinbrechgewächse
  • Gattung: 12 Einträge
  • Art: 32 Einträge
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Eigenschaften

  • krautige Pflanzen
  • ein- bis mehrjährig
  • Familie mit 33 bis 43 Gattungen
  • bilden häufiger Blattrosetten
  • wachsen in gemäßigten Breiten

Steinbrechgewächse

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Die Steinbrechgewächse (bot. Saxifragaceae) gehören als Pflanzenfamilie in die Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). Sie zählen innerhalb der Systematik zu den Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Die Familie umfasst zwischen 33 und 43 Gattungen.

Manche Gattungen, wie Astilboides, enthalten eine Art. Die Arten innerhalb einer Gattung sind nicht immer eindeutig voneinander abzugrenzen. Zur Gattung Steinbrech (Saxifraga) zählen zwischen 450 und 480 Arten. Alle Gattungen der Steinbrechgewächse zusammen umfassen bis zu 650 Arten.
Die Systematik der Pflanzen ist neu geordnet. Einige Gattungen sind aus der alten Ordnung ausgegliedert, darunter sind Hortensien oder Ribes (Johannisbeeren). Die Angiosperm Phylogeny Group veröffentlichte 2009 ihre neue Systematik.

Blatt

Die Pflanzen bilden Laubblätter. Sie bestehen aus kurzem oder langem Stiel und Blattspreite. Angeordnet sind sie häufig wechselständig. Bei einigen Gattungen und Arten stehen sie gegenständig. Verteilt sind sie in einer grundständigen Rosette oder am Stiel. Die Blattspreite ist oft einfach, manchmal zusammengesetzt.
Auch die Art des Blattrandes ist unterschiedlich. Von glatt oder gebuchtet über gesägt und gezähnt bis bewimpert oder drüsig-bewimpert ist alles vertreten. Einige Arten besitzen schildförmige Blätter. Bei manchen Arten erscheinen Nebenblätter, bei anderen fehlen sie.
An einigen Arten wachsen Hochblätter. Diese reduzierten Blätter stehen oberhalb der normalen Laubblätter und weichen in der Form ab. Sie schützen die Blütenknospe. Farbig auffallende Hochblätter locken Insekten an. Die Größe der Blattspreite reicht von unter einem bis zu 90 Zentimeter.

Blüte

Die Blüten sitzen einzeln an den Zweigen. Bei vielen Arten sind sie zu zweit oder mit bis zu 300 Blüten zusammengefasst. Sie stehen in endständigen, einfachen oder zusammengesetzten, traubigen oder rispigen Blütenständen. Bei wenigen Arten kommen zygomorphe Blüten vor. Diese Blüten sind zur Bestäubung auf bestimmte Insekten abgestimmt.

Die Blüten sind fünfzählig und meistens radiärsymmetrisch. Das bedeutet, dass die Bestandteile der Blüten sich in mehreren Kreisen um eine Achse anlegen. Sie sind zwittrig, bei einigen Arten eingeschlechtig. Bei den meisten Arten ist der Blütenbecher mit dem Fruchtknoten verwachsen. Bei fast allen Arten sind fünf bis sechs freie Kelchblätter und ebenso viele freie Kronblätter vorhanden. Sie sind gelappt oder ungelappt. Je fünf befruchtungsfähige Staubblätter sind in ein oder zwei Kreisen angelegt. Die zwei bis drei Griffel sind frei und meistens kürzer als der Fruchtknoten.

Frucht

Es entwickeln sich Kapselfrüchte oder Balgfrüchte. Manche Arten enthalten zwei, andere zweihundert Samen. Die Samen sind winzig oder klein und sie besitzen einen kleinen, geraden Embryo.

Wuchs

Die Pflanze ist einjährig, zweijährig oder mehrjährig und meistens krautig. Viele besitzen eine Blattrosette, aus der sich die Blütenstiele entwickeln. Oft schieben sich die Sprosse direkt aus dem Wurzelstock. Bei den meisten Arten erscheinen Blattstiele und Blätter vor der Blüte. Der Blütenstandschaft ist fast immer blattlos. Manche Blütenschäfte sind wenige Zentimeter hoch. Viele erreichen eine durchschnittliche Höhe von rund 30 Zentimetern. Einige Arten haben drüsig behaarte Blattstiele.

Eine große Anzahl der Steinbrechgewächse gedeiht auf Stein, in Felsspalten und auf sandigen Böden. Wenige Arten sind in dauerfeuchten Uferzonen heimisch. Die Pflanzen wachsen auf Ackerboden oder humosem Waldboden. Einige Arten ziehen im Herbst ein. Manche Arten sind immergrüne, horstig wachsende Stauden. Einige vermehren sich vegetativ durch Ausläufer.

Verbreitung

Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) sind hauptsächlich in den gemäßigten Klimazonen verbreitet. Schwerpunkt der Entwicklung ist die Nordhalbkugel. In Nordamerika sind rund 158 Arten in 23 Gattungen beheimatet.
Die Gattungen Milzkraut (Chrysosplenium) und Steinbrech (Saxifraga) sind in Mitteleuropa zu Hause. Die Gattung Boykinia kommt in Ostasien und in Nordamerika vor. Armera Voss ist in Kalifornien und Oregon heimisch und in England eingebürgert. Die Pflanze trägt die Namen Schildblatt, Indianerrhabarber oder Regenschirmpflanze. Sie wächst an Flussläufen und Uferzonen.

Nutzung

Steinbrechgewächse sind als Zierpflanzen wertvoll und aus Gärten und Anlagen nicht wegzudenken. Das Tafelblatt (Astilboides tabularis) stammt aus dem nördlichen China. Mit seinen bis zu 90 Zentimeter großen Blättern ist es eine ungewöhnliche Blattschmuckstaude. Die Blätter stehen an aufrechten, bis zu einem Meter hohen Stielen. Die Oberseite der Blätter ist behaart. Die Pflanze ist ausdauernd und steht viele Jahre an einem Platz. Kleine, feine Blüten zieren die Pflanze im Sommer.
Astilben gibt es in niedrigen oder hohen Sorten. Sie blühen früh, mitten im Sommer oder im Herbst. Mit ihrem unterschiedlichen Aussehen passen sie in verschiedene Gartentypen. Ihre eleganten weißen, rosafarbenen oder roten Blütenrispen modellieren weiträumige Flächen. Sie nehmen es mit trockener Stadtluft auf und ergänzen Straßenrandbepflanzungen.
Heuchera überzeugen durch ihre Beständigkeit als Bodendecker. Die Blattrosetten sind durch ihre rundlichen, gekerbten oder gelappten Blätter ein Blickfang. Züchtungen mit weiß panaschierten, gelben, rostfarbenen oder auberginefarbenen Blattrosetten setzen Farbtupfer in Beete, Tröge und Kästen.
Steinbrecharten eignen sich für trockene und steinige Gartenzonen. Sie vermehren sich ohne Pflege. Die kleinen Blüten sind weiß und gelb bis orange. Einige Sorten haben rote und purpurfarbene Blüten. Als Gartenpflanze ist die Bergenie in den Vordergrund gerückt. Ihre immergrünen Blätter sind zu jeder Jahreszeit ein schöner Schmuck. Sie überzeugt durch ihre Frosthärte und benötigt kaum Pflege. Im Frühjahr erscheinen schmucke Blütenstände in Rosa- oder Rottönen. Einige Züchtungen tragen reinweiße Blüten.

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Prachtspieren (Astilbe)
Prachtspieren

Astilbe

Gattung
Tafelblatt, Schaublatt (Astilboides)
Gattung
Bergenien (Bergenia)
Bergenien

Bergenia

Gattung
Darmera (Darmera)
Darmera

Darmera

Gattung
Purpurglöckchen (Heuchera)
Gattung
Heucherella (Heucherella)
Heucherella

Heucherella

Gattung
Mukdenia (Mukdenia)
Mukdenia

Mukdenia

Gattung
Peltoboykinia

Peltoboykinia

Gattung
Schaublätter (Rodgersia)
Schaublätter

Rodgersia

Gattung
Steinbrech (Saxifraga)
Steinbrech

Saxifraga

Gattung
Tellima (Tellima)
Tellima

Tellima

Gattung
Schaumblüten (Tiarella)
Schaumblüten

Tiarella

Gattung
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