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Eigenschaften

  • weltweit verbreitet
  • einfache Blätter
  • Schmetterlingsblüten
  • Fruchtbildung als Kapseln, Steinfrüchte oder Nüsse
  • verholzende Wuchsformen oder krautige Pflanzen

Kreuzblumengewächse

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Die Pflanzenfamilie der Polygalaceae heißt mit deutschem Namen Kreuzblumengewächse. Sie steht innerhalb der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (bot. Fabales) Dieser deutet auf ein besonderes Merkmal der Pflanzen der Familie hin. Ihre Blüten sind in den meisten Fällen sogenannte Schmetterlingsblüten.

Die Familie umfasst, je nach Zählweise, circa 21 Gattungen, die sich wiederum in bis zu 1300 Arten aufgliedern. Zur Vereinfachung unterteilt die Botanik die Gattungen in vier Tribus. Die in unseren Breiten bekannteste Gattung ist die Polygala, zu deutsch Kreuzblume. Von den rund 500 Arten sind nur wenige in Kultur. Insgesamt ist die Pflanzenfamilie beinahe global verbreitet und kommt nur in polaren Regionen, Neuseeland und isolierten Inselgruppen der Südsee nicht vor.

Blatt

Polygalaceae haben einfache und in den meisten Fällen wechselständige Blätter. Seltener stehen sie gegenständig. Einige Gattungen weisen ebenfalls Nebenblätter auf. Das Laub der Kreuzblumengewächse wirkt verschieden, von lederartig bis kraut-ähnlich. Oftmals sind die Pflanzen wintergrün.

Blüte

Die Kreuzblumengewächse haben abhängig von der Gattung äußerst unterschiedlich aufgebaute Blüten. Bei allen sind es zygomorphe Schmetterlingsblüten. Das heißt, sie sind auf einer Ebene symmetrisch ausgebildet. Dies deutet darauf hin, dass die Blüten speziell auf bestimmte Bestäuberarten angepasst sind. Diese besondere Blütenart teilen sie mit den Hülsenfrüchtlern, jedoch sind die bei Polygalaceae anders aufgebaut.
Bei den meisten Gattungen der Kreuzblumengewächse sind die Blüten mit fünf Kelchblättern ausgestattet. Oft finden sich drei Kronblätter, von denen das untere Blatt schiff-förmig ist. Die Blüten sind zwittrig ausgebildet und haben zwischen acht und zehn Staubblätter, die um einen Griffel wachsen.

Frucht

Die Kreuzblumengewächse entwickeln aus ihren oberständigen Fruchtknoten in seltenen Fällen Nüsse oder eine Steinfrucht. Häufiger bilden sich fachspaltige Kapseln, die ölhaltige Samen umschließen.

Wuchs

Polygalaceae umfassen Pflanzen verschiedener Wuchsformen. Sie wachsen verholzend als Sträucher oder Bäume oder als krautige Pflanzen mit staudenförmigen Arten. Selten kommen Formen der Lianen oder Kreuzblumengewächse als parasitäre Arten auf Wurzeln vor.

Standort

In europäischen Breiten kommen Kreuzblumengewächse in Magerrasen, auf Weiden und in Heiden vor. Auch finden sie sich an Wegrändern. Sie stehen alpin und oder in den Mittelgebirgen. Einige Vertreter der Familie bevorzugen Standorte in Eichen- oder Kiefernwäldern. Außerhalb Europas finden sie sich sowohl inner- wie außerhalb der Tropen und in subtropischen Regionen.

Verbreitung

Kreuzblumengewächse sind nahezu weltweit verbreitet und auf allen Kontinenten zu finden. In Asien, Australien, dem tropischen Afrika, Süd- und Nordamerika, in der Karibik und in Europa wachsen Arten der Polygalaceae. In Europa besiedeln sie den mediterranen Raum und gebirgige Lagen.

Nutzung

Eine wirtschaftliche Nutzform der Kreuzblumengewächse ist nicht bekannt. Im antiken Griechenland diente die Gattung Polygala stillenden Müttern um den Milchfluss anzuregen. Nordamerikanische Ureinwohner nutzten Teile der Pflanzen als Mittel gegen Schlangenbisse. Einigen Arten haben angeblich einen schleimlösenden Effekt. Auch als Zierpflanze finden sich die Arten der Familie selten.

Pflege/Schnitt

Die Arten, die in unseren Gefilden in Frage kommen, namentlich die Polygala, wachsen meistens auf lockerem Boden. Er ist idealerweise durchlässig und neigt nicht zu Staunässe. Als Standorte kommen sonnige oder halbschattige Plätze in Betracht. Der Gärtner fördert das Wachstum durch das Stutzen langer Triebe. Dieser Rückschnitt erfolgt nach der Blüte. Vermehrt werden die Pflanzen durch Aussaat oder Stecklinge.

Krankheiten/Schädlinge

Für den heimischen Gärtner interessante Vertreter der Kreuzblumengewächse sind anfällig für Blattläuse. Hiergegen setzt er Schlupfwespen oder Insektizide ein. Auch Weiße Fliegen zählen zu den hiesigen Schädlingen und sind gleichermaßen zu bekämpfen.

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