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  • Ordnung: Nelkenartige
  • Familie: Kermesbeerengewächse
  • Gattung: 1 Eintrag
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Eigenschaften

  • einjährige Pflanzen
  • weiße, aufrechte oder hängende Blütenstände
  • dunkelrote, später schwarze Beeren
  • hoch wachsend
  • gelten als Heilpflanzen, in Teilen giftig

Kermesbeerengewächse

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Die Familie der Kermesbeerengewächse (bot. Phytolaccaceae) stammt aus der Ordnung der Nelkenartigen. Die schönen Pflanzen sind dekorativ anzuschauen. Die hervorstechenden Merkmale sind die kräftig roten bis schwarzen Fruchtstände, die aus den großen cremefarbenen bis weißen Blütenkerzen hervorgehen. Bei den Arten, die in Asien verbreitet sind, stehen diese Blütenkerzen aufrecht. Die in Amerika beheimateten Arten bilden herabhängende Blütenstände aus, die als junge Blütenkerzen ebenfalls aufrecht stehen.

Insgesamt umfasst die Familie der Phytolaccaceae rund 15 Gattungen mit bis zu 65 Arten. Kermesbeerengewächse sind ursprünglich nicht auf dem europäischen Kontinent beheimatet. Vertreter der Pflanzenfamilie wanderten aus dem nördlichen Amerika nach Europa. Der Trivialname "Kermesbeere" leitet sich vom persischen Wort "qermez" ab und bedeutet rot. Die süßen Früchte der in heimischen Gärten als Zierpflanzen vorkommenden Phytolaccaceae-Arten sind bei Vögeln beliebt. Sie verbreiten die Samen der Pflanzen. Menschen ist der Verzehr der Früchte nicht zu empfehlen.

Blatt

Die Laubblätter der Kermesbeerengewächse stehen wechselständig. Sie erscheinen sowohl gestielt als auch ungestielt. Bei einigen Arten der Phytolaccaceae ist die ungeteilte Blattspreite dick und fleischig. Die Blätter schmücken sich mit glatten Rändern. Selten sind Nebenblätter vorhanden. Bilden sich Nebenblätter, sind sie winzig.

Blüte

Kermesbeereengewächse bilden ihre creme-weißen Blüten in langen Trauben aus. Möglich sind ährige bis rispige Blütenstände. Auch Hochblätter sind vorhanden. Die Blüten der Phytolaccaceae Arten sind meist vier- oder fünfzählig und haben keine Kronblätter. In der Regel sind die Blüten zwittrig. Bei Pflanzenarten aus der Familie der Kermesbeerengewächse mit eingeschlechtigen Blüten sind diese zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die Fruchtblätter stehen frei oder wachsen in einem Fruchtknoten zusammen.

Frucht

Phytolaccaceae Arten bilden unterschiedliche Typen von Früchten aus. Verwachsen die Fruchtblätter der Blüte miteinander, bilden sich später Beeren oder Kapselfrüchte. Wenn die Fruchtblätter frei stehen, entwickeln sich die späteren Früchte zu Sammelfrüchten oder stehen einzeln.
Die Früchte der Phytolaccaceae-Arten sind zunächst grün, später rot und schwarz. Die einzelnen Beeren an den unterschiedlichen Pflanzenarten zeigen Kerben. Bei den in Asien vorkommenden Arten der Kermesbeerengewächse setzt sich die Frucht aus acht Teilen zusammen, deren Kerben sich deutlich abheben. Die amerikanischen Arten der Pflanzenfamilie bestehen aus zehn Kammern mit weniger deutlichen Einkerbungen.

Wuchs

Die Kermesbeerengewächse wachsen als einjährige Pflanzen. In ihrem Wuchs zeigen sie unterschiedliche Formen wie Sträucher und Lianen. Als Bäume werden die Pflanzen bis zu zwei oder manches Mal drei Meter hoch. Phytolaccaceae entwickeln sich krautig und ausdauernd. Selten verholzen die Pflanzen.

Verbreitung

Ihren Lebensraum finden die Pflanzen Kermesbeerengewächse vornehmlich in den gemäßigten Zonen. Verbreitet sind die Gewächse bis in die Tropen. Große Vorkommen finden sich im warm gemäßigten und im tropischen Teil des afrikanischen Kontinents. Auch in Amerika, Eurasien, Süd-Ost-Asien und Australien sind Arten der Phytolaccaceae zu Hause. Pflanzen auf dem europäischen Kontinent sind zugewandert.

Nutzung

Kermesbeerengewächse wachsen als Zierpflanzen in Gärten und Parks. Junge Triebe einiger Arten dienen in einigen Teilen der Erde als Salat. Im frühen Stadium sind diese Teile der Pflanze nicht giftig. Als Heilpflanze wirken die Inhaltsstoffe von Phytolaccaceae antiviral, entzündungshemmend, blutreinigend und entgiftend. Einige Arten von Kermesbeerengewächsen gelten als schmerzstillend und stärkend für das Immunsystem. Die Volksmedizin verwendet Teile der Pflanzen als Abführ- und Brechmittel. Einige Arten dienen in der Homöopathie als Mittel gegen Angina, rheumatischen Beschwerden und grippeartigen Infekten.

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