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Eigenschaften

  • Familie mit nur einer Gattung
  • Blütenstände befinden sich direkt auf dem Blatt
  • immergrün oder laubabwerfend
  • rote bis schwarze Früchte im reifen Zustand
  • in Asien verbreitet

Helwingiengewächse

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Helwingiengewächse bezeichnen eine sehr kleine Pflanzenfamilie mit lediglich der Gattung Helwingia. In der Wissenschaft und Botanik sind Helwingiengewächse unter der Bezeichnung Helwingiaceae bekannt. Die einzige Gattung der Familie führt insgesamt vier Arten, deren Verbreitung vom Himalaja bis nach Ostasien reicht. Die Familie steht in der Ordnung der Stechpalmenartigen (bot. Aquifoliales).

Helwingiengewächse haben ein außergewöhnliches Merkmal. Ihre Blüten liegen direkt auf den Blättern. Dieses ansehnliche Naturschauspiel macht die Sträucher und Bäume zu etwas ganz Besonderem. Die einzelnen Pflanzen sind reich an unterschiedlichen, sekundären Pflanzenstoffen. Allem voran Flavone, Iridoide und Chlorogensäure. Verschiedene Sträucher und Bäume bilden steinfruchtähnliche Beerenfrüchte, die im reifen Zustand rot bis schwarz erscheinen.

Blatt

Einige Helwingiengewächse sind immergrün, während andere ihr Laub abwerfen. Die verschiedenen Arten erscheinen als Sträucher und als Bäume. Jede Art aus der Pflanzenfamilie Helwingiaceae verfügt über wechselständig angeordnete Laubblätter. Die einzelnen Blätter sind durch einen Blattstiel und eine Blattspreite gegliedert. Dabei sind die Adern der Blätter fliederförmig verzweigt. Der Rand der Blätter ist gekerbt, drüsig oder gesägt. An der Unterseite der Blätter befinden sich Spaltöffnungen. Jedes Blatt verfügt über zwei Nebenblätter. Diese sind gefranst, klein und fallen früh ab.

Blüte

Die Blütenstände der Helwingiengewächse sitzen direkt auf den Mittelrippen der Blätter. Dabei entsteht der Blütenstand in einem Tragblatt, das sich in der Blattachsel befindet. Die Versorgung des Blütenstands erfolgt durch ein Gefäßbündel, welches oberhalb der Blätter sitzt und an der Basis des Stiels entspringt. Bei dem Blütenstand handelt es sich um einen Blütenstand mit einer Endblüte (Zyme). Jede Blüte besitzt drei bis vier Kelchzähne und drei bis vier Kronblätter. Kelch- und Kronblätter sind grün bis purpur-grün.

Pflanzen aus der Familie der Helwingiengewächse haben zudem männliche Blüten. Die männlichen Blütenstände setzen sich aus drei bis 20 Blüten zusammen. Sie besitzen drei bis vier kreisförmig angeordnete Staubblätter. Weibliche Blüten stehen allein oder maximal zu viert in einem Stand. Ihr Griffel ist kurz und ihre zwei bis vier Fruchtblätter sind unterständig zu einem Fruchtknoten verwachsen. Jedes Fruchtblatt hat eine unvollständige Samenanlage. Außerdem sind die Blüten an ihren drei bis vier trockenen Narbenlappen erkennbar.

Frucht

Helwingiengewächse bilden Früchte, steinfruchtähnlichen Beeren gleichkommen. Die Frucht besitzt nur wenige Kerne und Samen. Kennzeichnend sind ihre rundliche Form sowie ihre dünne Schale. Im unreifen Zustand sind die Früchte grün. Mit der Zeit färben sie sich rot bis schwarz. Faltenartige Gewebewucherungen, die sich vom Nucellus aus verbreiten, zerfurchen das Endosperm der Früchte.

Wuchs

Bei Pflanzen aus der Pflanzenfamilie der Helwingiengewächse handelt es sich um Sträucher bis hin zu Bäumen. Sie erreichen Wuchshöhen von einem bis zwei Metern. In seltenen Fällen erreichen sie bis zu acht Meter in der Höhe.

Verbreitung

Die einzige Gattung aus der Familie der Helwigiengewächse und deren vier Arten sind im Bereich vom Himalaja bis hin nach Ostasien verbreitet. Vorkommend sind die Gewächse in China, Südkorea, Japan, Bhutan, Thailand, im nördlichen Vietnam, im nördlichen Indien sowie im Norden von Myanmar und in Sikkim.

Nutzung

Bekannt ist, dass verschiedene Arten der Helwingiengewächse reich an Flavonen, Iridoiden, Chlorogensäure und weiteren sekundären Pflanzenstoffen sind. Ein besonderer Nutzen ist den Pflanzen nicht zugeschrieben. Hierzulande gelten sie vorwiegend als Ziergehölz.

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