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  • Ordnung: Hartriegelartige
  • Familie: Becherkätzchengewächse
  • Gattung: 1 Eintrag
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Eigenschaften

  • strauch- bis baumartig bis zu zehn Meter hoch
  • kätzchenartige, traubige Blütenstände
  • bilden Steinfrüchte aus
  • Blüten sind zweihäusig getrenntgeschlechtlich
  • mehrjährige Pflanzen

Becherkätzchengewächse

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Die Pflanzenfamilie der Becherkätzchengewächse (bot. Garryaceae) teilt sich in zwei Pflanzengattungen mit ungefähr 18 Arten. Vornehmlich in den warmen Gefilden Ostasiens wachsen die unterschiedlichen Pflanzenarten der Aukuben.

Im Volksmund sind sie als Goldorangen bekannt. Das hat weniger mit dem Aussehen der Früchte zu tun. Der Trivialname bezieht sich auf die Blätter der Pflanzen, die denen von Orangenbäumen ähneln. In der neuen Welt sind Becherkätzchen, die zweite Gattung aus der Pflanzenfamilie der Becherkätzchengewächse zu Hause. Einige wenige Vertreter finden sich in Europa. In England wachsen verwilderte Pflanzen in der Nähe der Küste.

Blatt

Die Blätter der Becherkätzchengewächse wachsen gegenständig. Bei einigen Arten sind die einfachen Laubblätter ledrig. Am Anfang zeigen sie sich behaart, später glättet sich die Oberfläche der Blätter. An den Pflanzen überwiegen Blätter mit einer länglich ovalen Form. Jedoch schwanken sowohl Blattform als auch die Behaarung der Blätter.
An ein und demselben Gewächs treten neben langen, ovalen Laubblättern kurze und herzförmige Formen auf. Auch bei den Blatträndern gibt es verschiedene Variationen. Die Blätter zeigen sich mal vollständig ganzrandig oder versehen mit einzelnen großen Zähnen. Das Laub der Becherkätzchengewächse ist kräftig grün. Oft präsentieren sich die Garryaceae mit panaschierten Blättern.

Blüte

Garryaceae Arten prägen kätzchenartige Blütenstände aus. Die Blüten sind diözisch (zweihäusig getrenntgeschlechtig). Deckblätter umgeben die in rispig und endständig wachsenden Blütenstände. Diese Rispen der männlichen Gewächse sind sieben bis fünfzehn Zentimeter lang. Deutlich kleiner zeigen sie sich an den weiblichen Pflanzen. Diese erreichen bis zu fünf Zentimeter Länge. Die einzelnen Blüten sind radiärsymmetrisch. Durch die Längsachsen geteilt, ergeben sich deckungsgleiche Hälften.

Bei den Blüten der Becherkätzchengewächse fehlen die Blütenhüllblätter vollständig oder sie präsentieren sich reduziert. Sind Hüllblätter an den Blüten vorhanden, stehen diese frei oder sind an der Basis verwachsen. In den männlichen Blüten zeigen sich vier Staubblätter. In den weiblichen Blüten der Becherkätzchengewächse sind zwei bis drei Fruchtblätter zum Fruchtknoten verwachsen. Pro Fruchtblatt zeigt sich eine Samenanlage.

Frucht

Weibliche Pflanzen einiger Arten bilden als Früchte kleine rote Beeren aus. Bei anderen Arten der Becherkätzchengewächse sind die Früchte rund bis hin zu zylindrisch-oval. Bei den dunklen bis braunen Früchten einiger Arten handelt es sich um Steinfrüchte. Sie fallen noch in einem geschlossenen Zustand von der Pflanze ab. Auch voll ausgereift öffnen sie sich nicht. Das Verbreiten der Früchte, die meist einen, seltener zwei Samen beinhalten, erfolgt durch fruchtfressende Vögel oder andere Tiere.

Wuchs

Bei den Gattungen und Arten aus der Familie der Becherkätzchengewächse handelt es sich um immergrüne Pflanzen. Zu Beginn sind die Zweige vieler Arten vierflügelig, später vierkantig. Sehr oft bleiben Zweige und Äste der Pflanzen lange Zeit grün. Im Laufe ihres Wachstums verholzen Becherkätzchengewächse. Die Pflanzen wachsen in der Form von Sträuchern oder als Bäume. Sie erreichen Wuchshöhen zwischen einem und bis zu zehn Metern.

Verbreitung

Arten der Garryaceae kommen in der neuen Welt vor und besiedeln hier den westlichen Teil der Vereinigten Staaten. Ihr Ausbreitungsgebiet reicht von Zentralamerika bis zu den Inseln in der Karibik. Auch im asiatischen Raum vom Himalaya über China, Taiwan und bis nach Japan finden sich Arten. Die Pflanzen, deren Heimat der asiatische Teil der Erde ist, besiedeln Wälder in den Höhenlagen. Bis zu 2.800 Meter hinauf reichen die Gebiete, in denen Arten der Garryaceae zu finden sind.

Nutzung

Pflanzen der Becherkätzchengewächse sind beliebte Zierpflanzen in Parks und Gärten. Wegen ihrer bitteren Inhaltsstoffe (Alkaloide) dienten ein paar Arten der Becherkätzchengewächs früher als Medizin. Eine besondere therapeutische Wirkung der Pflanzen ist nicht nachweisbar.

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Becherkätzchen (Garrya)
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