Die Deutsche Schwertlilie 'Constant Wattez' bringt mit ihren ungewöhnlich zarten Farbübergängen und ihrem kompakten Wuchs eine überraschende Leichtigkeit in klassische Staudenbilder. Sie wächst aus kräftigen, fächerartig angeordneten Rhizomen, die im Laufe der Jahre stabile Horste bilden. Die Höhenentwicklung bleibt mit bis zu 80 cm in der mittleren Kategorie, während sich die Breite bis auf rund 50 cm einpendelt. Ihre aufrechten Blütenstiele zeigen sich solide und tragfähig, sodass sie sogar bei voller Blüte standhaft bleiben, ohne dass sie einer Stütze bedürfen. Das Laub erscheint in bläulich-grünem Ton mit einer leicht fleischige Textur. Die Blätter stehen durch den grundständigen, rosettenähnlichen Wuchs dicht beieinander, sind wie eine Schwertklinge breit-lanzettlich mit zulaufenden Spitzen. Sie haben vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätsommer oder frühen Herbst Saison und ziehen sich dann für die bevorstehende Winterzeit zurück. Das Blattwerk bietet eine fantastische Grundlage für die auffälligen Einzelblüten und zeigt sich gestalterisch stilvoll, insbesondere in Kombination mit kontrastbildenden Pflanzen, wie beispielsweise Federgräser oder silberlaubigen Stauden. Ab Mai beginnt bei (bot.) Iris x germanica 'Constant Wattez' das eigentliche Schauspiel: Aus den schlanken Knospen formen sich mittelgroße, zart gezeichnete Blüten, deren Zusammenspiel von Farbnuancen unverwechselbar wirkt. Die äußeren Hängeblätter zeigen lachsfarbene bis zart apricotfarbene Töne, die teils mit weißen Lichtzonen durchsetzt sind. Darüber wölben sich die Domblätter in einem pastellig wirkenden Lachsrosa oder in strahlendem Weiß, oder die beiden Farben laufen ineinander. Besonders reizvoll sind die Hängeblätter, die in der Mitte winzige Borstenfelder tragen und dekorativ ins Auge fallen, aber vor allem der Orientierungshilfe für Insekten dienen - eine Raffinesse der Natur mit ökologischem Mehrwert. Die offen gestaltete, nektarreiche Blüte lockt Schmetterlinge, Bienen und Hummeln ebenso an wie nützliche Fliegenarten und lässt sich damit als wertvolle Bestäuberpflanze einstufen. Die Deutsche Schwertlilie 'Constant Wattez' setzt in Rabatte und Beete einen frühsommerlichen Akzent mit märchenhaftem Flair. Ihre Farbigkeit macht sie zur idealen Pflanznachbarin in naturnahen Pflanzungen, wo sie sich harmonisch in bestehende Pflanzbilder einfügt, ohne dort herrschenden Dynamiken zu stören. Auch im Terrassen- sowie Balkonkübel versprüht sie ihren ausdrucksstarken Lieblichreiz. Als Schnittblume verzaubert sie jeden Raum in eine Frühlingsoase mit romantischer Note. Selbst in kleineren Gärten findet sich für diese Sorte problemlos ein Platz, da sie weder durch Breite noch durch wucherndes Wachstum auffällt. Auch in Bauerngärten, Kräuterecken oder entlang gepflasterter Wege macht sie eine wunderschöne "Figur".
Für die Deutsche Schwertlilie 'Constant Wattez' empfiehlt sich eine Standortwahl an einem sonnigen bis vollsonnigen Platz mit trockener bis leicht feuchter Erde. Diese besitzt einen nur geringen bis keinen Humus sowie Kalk, aber eine gute Wasserdurchlässigkeit sowie einen mittelmäßig hohen Nährstoffgehalt. Sandig-lehmige Bodenstrukturen haben den Vorteil, gut Wasser zu speichern, sodass diese Staudensorte mit längerer Trockenheit zurechtkommt, sobald sie festgewurzelt ist. Für Hobbygärtner macht sich das durch einen geringeren Wasserbedarf vor allem während des Hochsommers spürbar positiv bemerkbar. Für die Pflanzung in einen Kübel sollte das Anlegen einer Drainage erfolgen, weil dort ein höheres Risiko für Staunässe besteht. (Bot.) Iris x germanica 'Constant Wattez' lässt sich neben dem geringen Gießenaufwand auch ansonsten ohne großen Aufwand kultivieren, da sie weder mehrfache Düngergaben noch permanente Pflegeschnitte verlangt. Im Frühling genügt ein sparsam verabreichter Langzeitdünger mit einem ausgewogenen Nährstoffverhältnis. Nach dem Verblühen sind die Blütenstängel eine Handbreit über dem Boden abzuschneiden, um eine maximal mögliche Blühdauer zu erzielen. Das Blattwerk verbleibt als natürlicher Kälteschutz und Winterquartier verschiedener Insekten nach dem Absterben stehen. Ein Radikalschnitt erfolgt erst kurz vor den Neuaustrieb im neuen Jahr. Besondere Vorbereitungen für die Wintersaison bedürfen lediglich Kübelpflanzungen, die an einen geschützten Standort umzustellen sind. Eine Deutsche Schwertlilie 'Constant Wattez' im Gartenboden kommt hingegen bis zu Temperaturen von -20 °C ohne Kälteschutz aus.





