Die Chinesische Haselwurz 'Takasago Saishin', die auch unter der Schreibweise Chinesische Haselwurz oder Asarum epigynum 'Takasago Saisin' im Fachhandel angeboten wird, ist eine reizende, immergrüne, bodendeckende Blattschmuckpflanze, die beschattete Bereiche im Garten verschönern kann und auch als Topfpflanze auf dem Balkon und der Terrasse eine ausgezeichnete Figur macht. Der Name dieser aparten Pflanze geht vielleicht auf ihren Züchter oder auf die Stadt Takasago auf der japanischen Hauptinsel Honshu zurück. Als Bodendecker werden bis zu 15 Pflanzen auf einen Quadratmeter Gartenboden gesetzt. Haselwurzen gehören zur Ordnung der Pfefferartigen und zur Familie der Osterluzeigewächse. Die rhizombildenden, ausdauernden und krautigen Pflanzen, von denen es an die einhundert Arten gibt, sind auf der nördlichen Halbkugel verbreitet. Asarum epigynum 'Takasago Saishin' hat seine Ursprünge in Taiwan und China. Etwa 40 weitere Arten an Haselwurzen stammen ebenfalls aus Ostasien. Eine heimische Verwandte der Chinesischen Haselwurz ist die Gewöhnliche Haselwurz, botanisch Asarum europaeum. Die Chinesische Haselwurz 'Takasago Saishin' besticht durch ihr außergewöhnlich gezeichnetes Laub. Die aufrecht oder geneigt stehenden bunten, bis zu neun Zentimeter langen und sechs Zentimeter breiten Blätter haben eine längliche Herz- oder Pfeilform und einen glatten Rand. Ihre Textur ist lederartig und sie sind büschelweise angeordnet. Die Grundfabe ist Dunkelgrün. Jedes Blatt ist mit einer individuellen Zeichnung aus silbernen oder weißen Linien in wabenartiger Struktur überzogen. Die violetten oder bräunlichen, kelch- oder glockenförmigen, dreizähligen, hübschen, aber eher unscheinbaren Blüten mit weißem oder cremfarbenem Fleck und Durchmessern von etwa zwei Zentimetern, die ab März bis in den Mai hinein erscheinen und sich meist unter dem Laub verbergen, sind für nützliche Insekten, wie Bienen, Hummeln und Schwebfliegen, interessant. Bei einer Kultur im Kübel können die aparten Blüten eher wahrgenommen werden. Aus ihnen entwickeln sich nach der Blüte unscheinbare Kapselfrüchte mit Samen, die durch Ameisen verbreitet werden können. Die Chinesische Haselwurz erreicht Höhen von 20 und Breiten von 30 Zentimetern.
Die Chinesische Haselwurz 'Takasago Saishin' ist derzeit noch eine Rarität in heimischen Gärten. Dabei ist sie robust, pflegeleicht, mehrjährig und vor allem einfach in schattigen Bereichen anzubauen. Sie bietet auch im Winter, selbst unter einer Schneedecke, einen attraktiven Anblick. Mit der Zeit bildet sie, etwa unter Gehölzen und Bäumen, einen dichten, dekorativen Teppich, denn sie verbreitet sich über die Rhizome und Samen, wenn auch langsam, ganz von selbst. Die exotische Staude verfügt über eine ordentliche Winterhärte bis -15° C. In sehr kalten Lagen kann ein Winterschutz dennoch sinnvoll sein. Die besten Pflanzzeiten für Asarum epigynum 'Takasago Saishin' sind Februar bis April oder September bis November. Die kleine Staude benötigt einen kühlen, leicht feuchten, nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden, in dem sich keine Nässe staut. Die Haselwurz bevorzugt humose, saure und mineralische Böden. Die pflegeleichte Staude muss nicht, kann aber bei Bedarf zurückgeschnitten werden. Im Frühjahr freut sie sich über eine Gabe Kompost. Die hübsche Haselwurz hat gewisse Ähnlichkeiten sowohl mit dem Italienischen Aronstab als auch mit den Blättern von Alpenveilchen. Die Chinesische Haselwurz 'Takasago Saishin' muss ihr Dasein keineswegs allein fristen. Sie lässt sich wunderbar mit anderen Schatten- und Blattschmuckstauden kombinieren und zu interessanten Strukturen und Farbspielen gestalten. Geeignete Pflanznachbarn für die Chinesische Haselwurz sind verschiedene Farne und Funkien, Kanadische Blutwurz, Syneilesis, Schiefteller, Lungenkraut sowie Glänzende Haselwurz.







