Das Büffelgras ist ein genügsamer, ausdauernder Bodendecker mit bemerkenswerter Anpassungskraft und ausgeprägter Trockenheitsverträglichkeit, der selbst unter harschen Bedingungen gedeiht. Mit seinem niedrigen, kompakten Wuchs und dem fein strukturierten Blattschopf zählt es zu den Süßgräsern und besticht durch Schlichtheit und Robustheit. Die Entwicklung verläuft grasartig, buschig und dicht, wodurch sich eine geschlossene Fläche bildet. Seine Triebe breiten sich über kurze Ausläufer flächig bis zu 40 cm in der Breite aus und lassen weiche Polster entstehen. Dazu kommt eine Wuchshöhe zwischen 5 cm und 10 cm, mit der (bot.) Bouteloua dactyloides deutlich niedriger als die meisten Rasengräser ausfällt. Seine lanzettlichen, schmal zugespitzten Blätter zeigen ein dezentes Graugrün, das besonders in voller Sonne einen leicht silbrigen Schimmer entwickeln kann. Diese Färbung entsteht durch feine Oberflächenstrukturen, die das Blatt vor starker Sonneneinstrahlung schützen und Wasserverluste minimieren. Im Herbst behält das Laub vielerorts seine Farbe über den Winter hinweg und bleibt, abhängig von der Witterung, wintergrün. Nur in strengen Frostphasen zieht sich das Büffelgras leicht zurück, um im Frühjahr neu auszutreiben. Von Ende April bis in den Frühsommer hinein sind unscheinbare Blütenähren sichtbar, die sich zart über das Laub erheben. Ihre grün-beige Tönung wirkt dezent. Trotz der Unauffälligkeit bieten sie Insekten in der frühen Saison eine willkommene Nahrungsquelle.
Das Büffelgras gilt als echte Alternative zu herkömmlichem Rasen - besonders dort, wo Trockenheit, Sonne und nährstoffarme Böden klassische Rasensorten an ihre Grenzen bringen. In großen Gartenflächen, auf Trockenwiesen oder in naturhaften Präriebeeten kommt durch den gleichmäßigen Wuchs sein sanfter, lebendiger Charakter zum Vorschein. Auch für pflegearme Landschaftsgestaltungen, Hangbegrünungen oder weitläufige Freiflächen eignet sich die Art hervorragend, denn es bildet stabile Rasenstrukturen, ohne einen hohen Pflegeaufwand zu verlangen. Abwechslung bringt das Gras auch in Pflanzgefäße. Ob im Topf, Balkonkasten oder im Kübel, es verziert Balkone und Terrassen mit einer erfrischenden Leichtigkeit sowie eleganten Optik. Generell macht es auch eine gute Figur als Pflanznachbar in Beeten und Rabatten oder lässt sich als geschmackvolle Umrahmung bestimmter Flächen oder Pflanzen nutzen. In Verbindung mit trockenheitsverträglichen Pflanzen wie Sedum, Yucca oder kleinen Opuntien ist ein fast steppenhaftes Gartenbild zu kreieren. Als Unterpflanzung robuster Gehölze oder zur Begrünung sonniger Zwischenräume fügt sich das Gras unaufdringlich ein. Selbst in kleinen Stadtgärten oder auf Dachflächen, wo Hitze und Trockenheit dominieren, kann das Büffelgras dauerhaft bestehen, vorausgesetzt, der Boden ist durchlässig genug.
Seinen Ursprung besitzt das Büffelgras in den weiten Kurzgrasprärien Nordamerikas, wo Hitze, Wind und wechselnde Niederschläge den Charakter der Landschaft prägen. Dementsprechend bevorzugt es in Mitteleuropa sonnige bis halbschattige Plätze, an denen es genügend Licht erhält. Des Weiteren bedarf es einer trockenen bis frischen Bodenbeschaffenheit, die zusätzlich eine gute Durchlässigkeit umfasst. Gern nimmt (bot.) Bouteloua dactyloides lehmig-sandige Verhältnisse mit gemäßigtem bis normalen Nährstoffgehalt, neutralem bis leicht alkalischem pH-Wert und humoser Struktur an. Ein tiefgründiger Boden ist vorteilhaft, da das Gras mit seinem flachen, aber dichten Wurzelwerk rasch ein stabiles Netz bildet, das Erosion verhindert und Feuchtigkeit effektiv speichert. Zwei weitere Faktoren sprechen für die Wahl dieses Süßgrases: die außerordentlich hohe Kälteverträglichkeit, die bis ungefähr -34 °C reicht und die Pflegeleichtigkeit. Eine regelmäßige Düngung ist nicht erforderlich; zu nährstoffreiche Böden können sogar die kompakte Wuchsform beeinträchtigen. Stattdessen genügt eine gelegentliche Nährstoffversorgung, um den Bestand gesund zu halten. Auch der Wasserbedarf bleibt gering - längere Trockenphasen übersteht die Art, indem sie das Wachstum reduziert und später selbstständig wieder fortsetzt. Neu angelegte Flächen profitieren anfangs von gleichmäßigem Gießen, bis die Ausläufer den Boden vollständig durchzogen haben. Ein Rückschnitt empfiehlt sich nur einmal jährlich im zeitigen Frühjahr, um alte Halme zu entfernen und das frische Grün gleichmäßig austreiben zu lassen. Auf Mäharbeiten kann man weitgehend verzichten, da das Gras von Natur aus niedrig bleibt. Möglich ist ein Mähen dennoch, da das Büffelgras über eine exzellente Trittfestigkeit und Formstabilität verfügt.





