Der Blauregen 'Aunt Dee' verleiht Gärten ein unverwechselbares Flair, das zwischen Charme, Kraft und duftender Üppigkeit schwingt. Als Kletterkünstlerin mit Hang zur Prachtentfaltung sorgt diese Sorte im Frühling für einen imposanten Auftakt der offiziellen Gartensaison. Vom Laubdach einer Pergola herab oder entlang massiv gebauter Rankgerüste entfaltet sie ihre ausladenden Traubenblüten mit eindrucksvoller Präsenz. In enger Nachbarschaft lohnt sich ein Sitzplatz, denn der süßliche Duft, der die einfachen, schalenförmigen Einzelblüten umweht, hüllt die Umgebung in eine sanfte, beinahe poetisch anmutende Wohlfühloase. Dass (bot.) Wisteria floribunda 'Aunt Dee' dabei nicht nur dem Auge- und Geruchssinn schmeichelt, sondern auch zahlreichen Insektenarten als frühe Nektarquelle dient, macht die Sorte zu einer gleichermaßen ästhetischen wie ökologisch wertvollen Pflanze. Von Mai bis Juni zeigt sich die Blüte in ihrer vollen Opulenz. Sehr Lange Blütenstände hängen von den Trieben herab und erzeugen eine fast theatralische Wirkung, wenn sie sich im Wind bewegen. Die Farbgebung balanciert zwischen zartem Hellviolett und einem kühlen Lilablau. Nach der Blütezeit entstehen aus den befruchteten Blüten grüne, länglich-schmal geformte Hülsenfrüchte. Sie verfügen über einen hohen dekorativen Wert, sind jedoch nicht genießbar. Das hellgrüne Laub steht dem üppigen Blütenzauber in keiner Weise nach. Elliptisch bis eiförmig geformt, mit gewelltem Rand und deutlich geaderter Blattstruktur sorgt es für ein ausgewogenes, sommerlich-leichtes Gesamtbild. In der Verwendung eröffnet der Blauregen 'Aunt Dee' weitreichende gestalterische Optionen. Er eignet sich hervorragend zur Begrünung von stabilen Pergolen, Lauben, hohen Rankgittern oder sogar von Hauswänden - vorausgesetzt, das Mauerwerk verfügt über Kletterhilfen und ist tragfähig genug, um dem kräftigen Wachstum dieses rechtswindenden Gehölzes dauerhaft standzuhalten. Mit einer möglichen Endhöhe von bis zu 1500 cm und einer Breite bis 400 cm sollte ausreichend Platz zur Verfügung stehen, damit sich die imposante Wuchsform frei entfalten kann. Besonders in Einzelstellung kommt der fantastische Flor gut zur Geltung, während sich mit dieser Sorte mittels Gruppenpflanzung große Vertikalflächen begrünen lassen. Wer auf der Terrasse oder im Dachgarten nicht auf ihren Blütenreichtum verzichten möchte, kann sie auch in einem ausreichend großen Pflanzgefäß mit entsprechend festen Klettergerüst kultivieren.
Der Blauregen 'Aunt Dee' schöpft aus direkter Sonneneinstrahlung einen großen Teil seiner Energie für das Wachstum, die Knospenbildung und die Blütenentwicklung samt charakteristischen Färbung. Deshalb bietet ihm der ideale Pflanzplatz reichlich Sonne. An den Boden stellt die Sorte nur geringfügige Ansprüche und schätzt eine durchlässige, nährstoffreiche sowie frische bis feuchte Erde. Sandig-lehmige und kiesige Böden, angereichert mit Humus, eignen sich besonders gut. Da es sich um einen Flachwurzler handelt, bewährt sich eine Abdeckung des Wurzelbereichs mit Mulch, um die Bodenfeuchtigkeit zu stabilisieren und gleichzeitig Unkrautdruck zu reduzieren, wodurch sich die Gartenarbeit verringert. Die Pflege gestaltet sich bei (bot.) Wisteria floribunda 'Aunt Dee' insgesamt unkompliziert, erfordert jedoch etwas Wissen im Umgang mit der starken Wuchskraft dieser Kletterpflanze. Im Sommer nach der Blüte empfiehlt sich ein Rückschnitt der Seitentriebe auf etwa 15 bis 20 cm. Dies regt die Bildung neuer Blütenansätze für das kommende Jahr an und hält die Pflanze gleichzeitig in Form. Ein zweiter Schnitt im Spätwinter, bei dem die Austriebe nochmals auf wenige Knospen zurückzuschneiden sind, unterstützt zusätzlich. Nach ein oder zwei Standjahren zeigt sich diese Kletterpflanzensorte gegenüber Trockenperioden ebenso tolerant wie gegenüber städtischen Klimabedingungen. Das ist eine Eigenschaft, die sie auch für urbane Gartengestaltungen zur idealen Wahl macht. In den meisten Regionen Mitteleuropas ist der Blauregen 'Aunt Dee' als gut winterhart anzusehen. Bis zu Temperaturen von -20 °C braucht er keine Kälteschutzmaßnahmen. In kälteren Gebieten sowie bei Jungpflanzen sind die Wurzeln am besten durch eine dicke Mulch- oder Laubschicht zu schützen. Beim Düngen ist der richtige Zeitpunkt sowie die Düngemittel entscheidend. Bester Düngemoment ist im Frühjahr vor dem Austrieb gekommen. Dafür sollte ein phosphorbetontes Düngemittel mit geringerem Stickstoffgehalt Anwendung finden, damit die schon eh rasant wachsende Kletterpflanze keine weitere Anregung des Blatt- und Triebwuchs erfährt, sondern die Blütenbildung eine Förderung erhält.
